Zerrissenheit und beginnende Frustration


Mit meinem neuen Projekt, „Die Suche nach den verlorenen Regenbogenjuwelen“ fühle ich mich irgendwie innerlich zerrissen. Zum einen sind die Fortschritte gut, und es ist das erste Mal, dass ich von der OpenSource Idee profitieren kann, indem ich Grafiken, die unter OpenSource Lizenzen freigegeben wurden, verwenden kann. Bislang fühlte ich mich immer auf der Verliererseite mit meinen OpenSource Projekten, weil ich das Gefühl hatte, es profitieren vor allem die anderen von meiner Arbeit, das ist diesmal anders.

Zum anderen muss ich jedoch feststellen, das Projekt interessiert praktisch niemanden. Ich habe in drei verschiedenen Spielerentwickler-Foren darüber geschrieben, aber es wollte keine Diskussion entstehen. Die Download-Zahlen auf Sourceforge bestätigen es – die letzten drei Versionen wurden bislang von niemand ausser mir selbst (zu Prüfzwecken) heruntergeladen, trotz meiner Anstrengungen das Projekt bekannt zu machen.

Die Konkurrenz um Aufmerksamkeit ist groß in diesen Tagen. Anders als vor 15 Jahren, als ich meine ersten Projekte veröffentlich habe, tummeln sich heute tausende Spieleentwickler mit durchaus guten und interessanten Projekten im Netz. Jeder möchte ein Stück vom Kuchen der Publikumsaufmerksamkeit, und es ist deutlich schwerer als früher ein Stück vom Kuchen abzubekommen.

Zum anderen fühle ich mich gerade in diesem Punkt zerrissen – ich hätte gerne Aufmerksamkeit, aber die Erfahrung zeigt, dass man damit auch die Aufmerksamkeit von Trollen oder einfach Idioten anzieht, die nur Ärger machen. So gesehen ist es deutliche friedlicher ohne viel Aufmerksamkeit zu werkeln, aber das führt bei mir auch nicht zu Zufriedenheit.

An bestimmten Punkten ist mir die Rückmeldung von anderen Leuten zu meinen Projekten wichtig, wichtig um motiviert zu bleiben. ich wurde mal gefragt, ob es nicht reicht, zu wissen dass man etwas gut gemacht hat. Leider gehöre ich zu den Menschen für die das nicht reicht, sie wollen es auch gesagt bekommen.

Der letzte Punkt hat in der Vergangenheit immer wieder zu Ärger geführt, wenn ich mich beklagt hatte, dass meine Software oder Spiele zwar benutzt werden, aber kein Lob dafür kommt. Es wurde als zu viel verlangt betrachtet, dass der Entwickler Lob fordert. Er soll zufrieden sein, wenn die Software benutzt wird, das sei Lob genug.

Diese Diskussion war für mich der Punkt, wieder mal zu entscheiden, dass ich keine Softwareprojekte mehr machen sollte, weil sie eben nur zu Frustration führen, wenn man so eine Persönlichkeitsstruktur hat wie ich.

Mit dem „Die Suche nach den verloren Regenbogenjuwelen“ Projekt habe ich den Vorsatz wieder einmal gebrochen, aber im Moment steuert alles wieder Richtung Frustration.

Ich weiss jetzt nicht was tun. Weitermachen? Wenn es dann dauerhaft nichts wird, dann ist am Ende der Frust um so größer, wegen all der „verlorenen“ Zeit, die ich investiert hatte.

Schluss machen? Eigentlich ist es ein schönes Projekt, grafisch eines der besten die ich bislang hatte, und auch von der Programmierung her bislang gut gelaufen. Es fällt mir etwas schwer zu sagen, „Schön gewesen“, und etwas anderes zu beginnen.

Ich weiss nicht was ich tun soll …

Das schöne am heutigen Tag: es ist ein Tag zum wohlfühlen. Warm genug, um in kurzen Ärmeln draussen zu sein, die Luft und die Sonne auf der Haut zu spüren. Richtig kräftig wärmende Sonne, kein Kunstlicht und auch nicht Filtersonne hinter Glas. Leider wird nicht allzu viel Zeit sein, das zu geniessen, auch wenn ich in Teilzeit arbeite, aber es ist denoch schön, mal einen richtig angenehmen Tag zu haben.

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8 Kommentare zu “Zerrissenheit und beginnende Frustration”

  1. Finde ich super, dass Du so ehrlich mit Dir bist. 🙂 Es wird viel zu wenig gelobt, das finde ich auch, deshalb ist es gut, wenn wir damit anfangen. Leider bin ich für süchtiges Verhalten im Zusammenhang mit PC-Spielen anfällig, deshalb beschäftige ich mich möglichst wenig mit diesem Thema. Bin noch Anno 1404 verfallen, und habe alle Mühe damit, wieder davon loszukommen 😉
    Hm? Ich finde es super, dass Du ein open source Projekt erstellst, da ich open source an sich gut finde.
    Ist doch schön, wenn Du das kannst, so etwas hätte ich mir gewünscht, das ich so etwas könnte, aber bin mehr die Handwerkliche. Stell Dir vor, Du kannst auch ganz andere Spiele entwickeln, vielleicht welche, die zum Nachdenken anregen 🙂

    Wenn es Dir um Aufmerksamkeit geht, würde ich Dir jedoch etwas anderes empfehlen – mangels der Kenntnis Deiner Person, natürlich in’s Blaue hinein empfohlen…
    warum gehst Du nicht auf eine Bühne?

    Oder bietest diese Projekt als eines an, an dem andere teilhaben können, die so etwas gerne lernen möchten – Jugendliche und jüngere oder auch ältere hängen oft nur stumpf herum, sie sind froh, wenn da mal jemand etwas anbietet, dass ihr Interesse weckt. Und Du wirst hierfür ebenfalls beschenkt, denn es kommt immer etwas zurück in der wie auch immer gestalteten sozialen Arbeit.
    Mit der Bühne meinte ich jetzt (um nochmal darauf zurückzukommen) z. B. Improtheater, Musik machen, oder einfach einen guten Witz erzählen, oder sonst etwas, etwas vorlesen – auf einer offenen Bühne, gibt es soetwas an Deinem Wohnort? Hier gibt es etliche. Und jeder ist willkommen, auch wenn die Künstler unter sich natürlich eher wie Haifische zueinander sind. 😉
    Oder kennst Du dieses Dings? Wie heißen die? So eine neue Gruppe im Netz, auch auf Facebook, die User einladen etwas neues zu tun – letzte Woche war es Zirkeltraining in der berliner Ringbahn.
    Na jut, mir entfallen grad die Worte – einen schönen Tag Dir trotzdem 🙂 Zoe

    1. Geschichtenerzähler, Entertainer oder auch Clown (wenn ich einen guten Tag habe) würden zu meiner Persönlichkeit passen. Ein bischen dagegen spricht die Ängstlichkeit, die hier immer wieder ein Hindernis ist. Ich habe schon oft die Artisten und Straßenkünster bewundert, die den Mut haben, sich hinzustellen und etwas vorzuführen. Ich spende auch gerne, zum einen weil ich die Leute unterstützen möchte, egal ob mir das Programm gefällt oder nicht, einfach aus Prinzip, zum anderen aber auch weil manche sehr gut sind, und das auch belohnt werden soll.

      Meine Kollegen können sicher Geschichten erzählen über die Geschichten die sie von mir erzählt bekommen 🙂

      Im Pflegeheim meiner Mutter kommt alle paar Wochen ein Clown und Musiker auf die Zimmer der bettlägerigen Patienten. Ich finde das toll.

      Das bringt mich wieder auf eine alte Klage, dass Vortragen, Schauspiel und Artistik an den normalen Schulen zu wenig gelehrt werden (im ggs. zu den Waldorfschulen z.B.) Ich denke man könnte auch die Jugendgewalt verringern, wenn man den Jugendlichen hilft sich besser auszudrücken. Wer Wort und Körpersprache gut beherrscht, muss nicht gleich zu den Fäusten greifen um sich Gehör zu verschaffen.

      Ganz zu schweigen von den Vorteilen, die man mit solchen Fähigkeiten hat, wenn man in eine Führungsposition kommt.

      1. Na dann such Dir etwas aus 🙂 sie fallen ja allesamt nicht vom Himmel die Bühnenbefähigungen 😉 Du kannst lernen ein Clown zu werden und hierbei mit Deiner Angst umzugehen. Verstehe das, das mit der Ängstlichkeit. War bei mir auch so, als ich anfing das Jonglieren zu lernen und später beim Einrad war es noch schlimmer, weil ich dann immer gleich hinfiel, wenn mich wer mit lockeren Sprüchen („Ey, Dir fehlt ein Rad“…) aus dem Gleichgewicht brachte. Das ist natürlich viel unangenehmer, als wenn bloß die Bälle hinfallen. Ein Freund von mir war auf so einer Clownschule und er meinte, das sei schon beinahe so etwas wie eine Therapie. Keene Ahnung. Mit dem Geschichtenerzählen habe ich selbst Erfahrungen gesammelt, da ich lange Zeit geschrieben habe. Da ist es etwas anders, finde ich, härter, weil es zwar Kurse gibt, für das Vortragen und so, aber die bringen einem nicht bei mit beinharten Kollegen umzugehen. Eine Zeit lang habe ich eine ganze Reihe von Autorentreffs besucht, um sie einmal kennenzulernen. Puh! Da gab es viele, die waren nicht zimperlich miteinander und verteilten gerne und häufig Tiefschläge. Aber wer sucht der findet, es gab auch einige wenige vorwiegend konstruktive Zusammenkünfte. Nichts desto trotz möchte ich nichts schönschreiben hier – es ist hart, vielleicht sogar härter als anderswo, überhaupt in der Kreativ- und Kunst“(off-)szene“. Ich glaube, es liegt daran, dass dort viele Menschen mit mehr oder weniger stark ausgeprägten narzisstischen Verwundungen aufeinandertreffen. Das kommt halt zum üblichen Hauen und Stechen der Arbeitswelt noch mal obenauf.
        Trotzdem tut es auch einfach gut. Bei mir war es das Improtheater worin ich so richtig aufging. Auch auf der Bühne. Als ich einmal das Glück gefunden hatte, in einer wirklich guten Gruppe zu spielen. Mit „wirklich gut“ meine ich, dass dort das Zusammenspiel von gegenseitigem konstruktiven Respekt geprägt war, was deutlich dem Gruppentrainer zu verdanken war. Ein eins a Theaterpädagoge.

        Was ich Dir eigentlich antworten möchte ist, dass es selbst in der Kreativ/Kunstszene auch gute Möglichkeiten (im Sinne von Selbstwertschützend/stärkend) gibt, Wahrscheinlich würden stark narzisstisch geprägte Kreative so etwas als „pillepalle“ abtun. Sie können leider zarte kreative Triebe im Aufkeimen zerstrampeln. Jemand nannte sie mal „Türmchenzerstörer“ – das finde ich, nimmt ihnen den Schrecken. Das schrieb mal eine Psychologin über solche Menschen und meinte damit die Kinder, die eine Freude daran haben ein Türmchen aus Bauklötzen und ganz besonders das der anderen, umzuwerfen 😉
        Falls Du es noch nicht kennst möchte ich Dir „Den Weg des Künstlers“ von Julia Cameron empfehlen. Es ist ein Taschenbuch, das einem bei der (Wieder-) Entdeckung seiner kreativen Fähigkeiten und vielleicht auch Passionen einiges Werk- und Rüstzeug mit an die Hand gibt. Ein Haken daran könnte sein, dass es ziemlich esoterisch ist, damit kommt nicht jeder gut zurecht. Ich selbst habe es erst mal viele Jahre im Regal stehen gehabt (wegen diesem Esoterik-Drift, das war mir nix) bis ich es endlich zu lesen begang. Trotzdem empfehle ich es immer wieder gerne weiter, weil es auch ohne, das man „eso-phil“ ist damit gut arbeiten kann. Und worauf ich noch hinweisen möchte ist, dass dieses Wochenprogramm, dass die Autorin darin anbietet anscheinend nicht jedermanns Sache ist. Ich selbst habe das nie hinbekommen, weshalb ich dann nach dem 3. fehlgeschlagenen Versuch das Buch querfeldein zu lesen begang und mich bei der Themen und Übungswahl auf meine Intuition verließ.
        Na denn, nur Mut – es macht Freude auf der (wie auch immer gearteten) Bühne zu stehen, vielleicht ist es ja auch etwas für Dich. Wonnevolles Entdecken wünsche ich. ^_^ Grüße von Zoe

    1. Danke. Ja, das war ein bischen viel Text, und Ich muss auch ganz klar zugeben, dass mein Kopf nicht mehr der beste ist und meine Konzentrationsfähigkeit und Aufmersksamkeitspanne gelitten haben, im Vergleich zur Zeit vor dem Burnout. Der erste Zusmamenbruch war 2005, der bislang schlimmste 2010, und dazwischen ging es auf und ab, sogar mit einem Krankenhausaufenthalt.

      ich glaube der Sprung von meiner bisherigen technicsh-naturwissenschaftlichen Laufbahn zum künstlerischen ist ein wenig zu groß für mich. Handwerkliches Geschick habe ich, da Computer zur Zeit meiner Jugend nur selten waren, und ich bis etwa 16-18 vorwiegend „richtig“ gebastelt habe. Allerdings habe ich stark den Verdacht, dass Computer und Internet für mich nicht so gut sind, auch wenn ich mich nur schlecht davon lösen kann.

      Ich kann von vielem etwas, aber nichts besonders gut. Das ist im täglichen leben sehr praktisch, weil ich mir in vielen Situationen helfen kann, aber in Bereichen, die sich durch Konkurrenz auszeichnen kann ich nicht punkten, da die Spezialisten in jedem einzelnen Bereich besser sind als ich.

      Einradfahren durfte ich mal üben, aber zumindest damals fehlte mir das Gleichgweichtsgefühl dafür. Jonglieren habe ich auch mal geübt, und es klappte Zeitweise recht gut, ist dann aber wieder eingeschlafen.

      Was die Esoterik angeht, so habe ich ein gespaltenes Verhältnis – bestimmte Richtungen wie Schamanismus finde ich sehr interessant, allgemeiner alles was die Beziehung zwischen Natur und Mensch angeht. Je „theologischer“ es wird, desto weniger ist es mein Ding, und manches muss ich durch meine naturwissenschaftliche Ausbildung als Unfug abtun, weil es zu deutlich dem widerspricht was man durch die Beobachtung der Welt an Wissen gewonnen hat.

      Kreativität benötigt eine bestimmte Freiheit im Geist, vermutlich hilft Esoterik hier etwas, da auch die Kunst gerne über die Realität hinausgehen darf, und sogar muss, um interessant zu sein. Ein alter Maler, aus heutiger Sicht ein realitsisjher Maler, hat mal gesagt, ein Gemälde muss besser sein als die Realität. Das ist auch so für Schreiber oder Schauspieler – die Realität kennt man ja schon das ganze Leben lang, interessant wird es dann, wenn jemand an den Granzen kratzt oder sie überschreitet.

      Die Türmchenzerstörer kenne ich. Als erwachsene werden sie zu „lass es bleiebejn, das funktioniert eh nicht“ oder „das kannst Du nicht, versuch es erst gar nicht“. Da hilft nur ein anderes Zitat, „Diejenigen die meinen es funktioniere nicht, sollen die nicht stören, die dabei sind es zu tun.“

      Im Moment steht die Wiederentdeckung des Gartenbaus auf meinem Programm. Ausserdem möchte ich Nähen und Schneidern lernen. Und das alte Brot-Rezept meiner Mutter lernen und ausprobieren, so lange ich das noch von ihr lernen kann.

      Wie es beruflich weitergeht, das sit weiterhin eine offene Frage. Die letzten sechs Wochen waren recht gut, aber ich glaube das bleibt nicht mehr viel länger so. Leider ist es immer so ein auf und ab hier in der Firma, gute Zeiten wechseln mit Katastrofen. Aber ich habe seit Jahren den verdacht, dass ich im flaschen Beruf stecke, und dass das mit anderen Zusammen eine Ursache für meine Probleme ist. auf der anderen Seite ist es recht einfach verdientes Geld, und dickfelligere Kollegen von mir halten es auch ganz gut aus hier.

  2. Ja das war ganz schön viel Text, tut mir leid. Interessant, was Du schreibst, das mit dem burnourt, wie es danach für Dich weiterging, denn mir geht es ähnlich, mit dem auf und ab und auch die kognitiven Fähigkeiten sind mal mehr mal weniger verlangsamt oder erschwert. Frage mich ebenfalls, ob ich im falschen Beruf gelandet bin, aber ich wüsste keinen „besseren“, denn dafür bin ich einfach noch nicht gesund genug, um dies für mich zu beurteilen.
    Lustig, das Zitat gegen die Türmchenzerstörer 😉 Hi, hi
    Ja, das Inet und der PC, wem tut das wirklich gut? Ich meine ja, es täte mir gut, besser als grübeln, aber heute komme ich von einer Spielrunde „Schummeln“ – urkomisch, wenn Erwachsene Kinderkartenspiele wieder ausgraben, wir haben uns vor Lachen gekringelt, und ich sage Dir, danach ging es mir kurzzeitig so gut, dass ich mich gesund fühlte. Da frage ich mich dann, was ich denn meine, wie gut mir der PC tut – denn, nach 4 Stunden PC Spielen in der Nacht habe ich das Gefühle, dass ich mir Löcher in mein Leben baue – ich grübeln dann nicht mehr , aber gewinne einen schalen Beigeschmack von Leblosigkeit.
    Na das klingt doch gut, das mit dem Nähen und Backen. 🙂 Dabei wünsche ich Dir Freude und gutes Gelingen.

    1. In den Jahren nach 2005 habe ich auch viel Zeit mit Computerspielen verbracht. Das war aber auch nichts, und mit Schuld, dass ich für eine Woche ins Krankenhaus kam … aber da kam vieles Zusammen, und es wäre falsch, die Schuld auf die Spiele allein zu schieben.

      Ich will Internet und Computer nicht verteufeln. Z.B. habe ich mich unlängst in einem Garten-Forum angemeldet, und so viel Hilfe zu Pflanzenfragen wie dort hätte ich sonst nie so schnell erhalten.

      Es ist eher die Frage nach dem was und wie.

      Computerspeile sind meist so gemacht, dass sie ein gewisses Suchtverhalten auslösen sollen, vor allem Online-Spiele, die monatlich bezahlt werden müssen. Für manche Menschen wird das zum Problem, für andere ist es keins.

      Spiele am Computer bieten oft eine hohe „Dichte“ an Erlebnissen, und eine gut ausgeklügelte Balance zwischen Frust und Erfolgserlebnissen, Erfolgserlebnisse die man wiederholen möchte.

      Im Vergleich zum echten Leben sind Computerspiele wie Coka-Cola gegen Mineralwasser – schmeckt besser, ist potentiell ungesund, und verdirbt einem die Möglichkeit auch weniger präparierte Lebensmittel zu geniessen, weil die Geschmacksnerven „falsch“ trainiert sind.

      Ich bin auf Mineralwasser umgestiegen, und mit Computerspielen sehr vorsichtig geworden.

      Mir ging es mit der Anzucht von meinen Tomaten und Paprika ähnlich wie Dir mit der Spielrunde – endlich etwas das dem Leben Sinn gab, auch Hoffnung. Man sät, hofft, es keimt und das ist schon ein Erfolg. Dann die Hoffnung auf die Ernte, verbunden mit der Pflege der Pflanzen. Man investiert etwas und wird belohnt (hoffentlich).

      Es ist Arbeit, ganz sicher, aber meine Erfahrung ist, dass man sich eine gewisse Zufriedenheit erarbeiten kann – etwa wenn man etwas renoviert, neu oder besser gestaltet, oder jetzt mit der Aufzucht der Pflanzen.

      Ich denke, auch das Nähen wird so wirken, wenn man dann stolz die ersten selbstgemachten Kleidungsstücke trägt 🙂

      Es hilft nicht immer. Ich erinnere mich noch gut an die depressiven Phasen im Winter. Aber ich glaube, man kann die guten Phasen länger werden lassen, und die depressiven weniger lang und weniger schwer, wenn man einen guten Weg im Leben findet. Es ist nur verdammt schwer und mühsam, den „guten“ Weg zu finden, und oft täuscht man sich auch und muss wieder ein Stück zurück und noch mal neu Anfangen..

      Auch Dir alles Gute, dass die Phasen in denen Du Dich wohl fühlst häufiger und länger werden 🙂

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