Archiv der Kategorie: Klang und Musik

Das Drei Meter Monster A im Bild


Es fehlt noch ein Querbrett zur Stabilisierung, aber das Bild gibt schon einen guten Eindruck, wie das Holz mit der Lasur wirkt. Es wird noch etwas dauern, bis ich alle Teile des Instruments lasiert habe, aber so werden die Holzteile für das Monsterfon einmal aussehen.

Gestell für die Bassröhren
Gestell für die Bassröhren

Hier ein erster Test, wie die Röhren in metallic Lackierung zusammen mit dem dunkel lasierten Holz wirken.  Ich denke, ich werde die Röhren abwechseln kupfer- und silber-metallic lackieren, alles nur in Kupfer wirkt zu öde.

Das Drei Meter Monster A
Das Drei Meter Monster A

Das ist das berühmte drei-meter-monster-A, die längste Röhre, die ich für das Instrument geplant habe – längere Röhren sind einfach nicht mehr handhabbar.

Damit wären dann auch die Grenzen des Instruments abgesteckt. Kürzere Röhren als die in der oberen Oktave haben einfach keinen schönen Klang mehr, und längere brauchen zu viel Platz. Damit werde ich dann zwei Oktaven haben, und noch die Töne H, B und A der nächst tieferen Oktave.

Nachtrag: Jetzt mit goldenem Horn und silber Mundstück (oder wie man das andere Ende auch immer nennen mag …)

Gold und Silber
Gold und Silber
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Design oder nicht-sein


Da das „Drei-Meter-Monster-A“ so einen angenehmen Klang hat, habe ich beschlossen noch eine Bass-Sektion für das Monsterfon zu bauen, A-B-H in der nächst tieferen Oktave.

Auch was das Design angeht, habe ich mich jetzt entschieden. Die Röhren werden kupfer, silber und gold-metallic lackiert, die Holzteile mit einer Mahagoni-Lasur behandelt.

Basssektion, Monsterfon
Basssektion, Monsterfon

Die großen Better sind auf den Fotos bereits drei mal lasiert, das ist also ziemlich endgültig, der Kopteil ist jedoch nur zweimal lasiert und braucht noch einen Durchgang.

Basssektion, Monsterfon
Basssektion, Monsterfon

Nach und nach werde ich das ganze Instrument lasieren und lackieren, aber das wird einige Zeit dauern. Ich habe jetzt mal mit einer Seitenwand begonnen, hier zweimal lasiert, ein Durchgang fehlt also noch.

Monsterfon, Seite
Monsterfon, Seite

 

Das Drei Meter Monster A


Die alte „Popcorn“ Melodie von Gershon Kingsley hat es mir angetan. Es muss in den 1980er Jahren gewesen sein, als ich eine Version davon im Radio hörte, ich denke es war die Version von „Hot Butter

Nachdem das Monsterfon inzwischen den erforderlichen Tonumfang hatte, konnte ich anfangen zu üben. Leider klingt die Melodie auf der oberen Oktave nicht so gut. Unten fehlte jedoch ein A, das A aus der Oktave unter der unteren Oktave des Monsterfons.

Gesten Abend packte mich der Rappel und ich habe aus Röhrenresten ein tiefes A gebaut – knapp drei Meter Rohr. Aber der Ton stimmt.

Hier kann man mir beim Üben zuhören. Und ja, ich habe noch viel zu üben:

https://drive.google.com/open?id=1cV_qcNHml0K6zGREvxIa5NUuAqSo5Llo

Ich glaube ich baue noch mal ein Gestell für einige Töne aus der nächst tieferen Oktave. Die Röhren klingen im Bassbereich einfach besser.

Hier die Version von Hot Butter:

Und das Original von Kingsley:

Monsterfon in Steampunk


Seit etwa einer Woche versuche ich mir Gedanken zu machen, wie ich das Monsterfon schöner macehn könnte, da es so mit den PVC Röhren und dem unbehandelten Fichtenholz im Wohnzimmer einfach nicht gut aussieht. Viel ist dabei nicht herausgekommen, aber ich denke, zu dem Konzept „Röhren und Holzgestell“ passt ein Steampunk-Design.

In Ermangelung besserer Ideen habe ich passende Farben gekauft und einige Tests mit den Röhren gemacht.

Kupfer, Bronze, Silber, Gold
Kupfer, Bronze, Silber, Gold

Die Farbtöne „Bronze“ und „Gold“ unterscheiden sich nur wenig, mein Eindruck ist, dass „Bronze“ ein wenig matter ist, als das, was als „Gold“ verkauft wird. Interessant ist der Hochglanz-Effekt der Kupferfarbe.

Dann habe ich begonnen, die „Hörner“ in Silber und Gold zu lackieren, um einen Eindruck zu bekommen wie es wirkt.

Hörner in Gold und Silber
Hörner in Gold und Silber

Und zuletzt dann noch die anderen Enden der Röhren. Hier der Gesamteindruck, wie sich der Teil des Instruments momentan zeigt.

Gold und Silber
Gold und Silber

Leider bin ich mit dem Abstand der Röhren in der tiefen Oktave unzufrieden. Mir scheint er etwas groß, man muss große Wege gehen um Melodien zu spielen. Ich bin nicht sicher, was ich tun soll, weil es eine irre Arbeit wird, das alles noch mal aufzubauen. Mir reichte schon der Umbau der oberen Oktave, noch mal habe ich eigentlich keine Lust dazu.

Das Problem ist – wenn ich weiter mache und die Röhren und das Gestell lackiere, dann zementiere ich die Entscheidung für den jetzigen Aufbau. Im Moment bin ich unsicher, wie ich hier weitermachen will. Vielleicht erst mal die obere Oktave lackieren?

Der Kampf um die obere Oktave


Wie schon geschrieben ließ mir die obere Oktave keine Ruhe, und so verbrachte ich die meiste Freizeit letzte Woche damit, die obere Oktave des Monsterfons mit den dickeren Röhren noch mal neu zu bauen.

Gute 40 Meter Rohr …

Röhren für das Monsterfon
Röhren für das Monsterfon

Und ein Gestell mit 12 Löchern …

Gestell für die obere Oktave
Gestell für die obere Oktave

Diesmal hatte ich mir eine Lochsäge gekauft, um nicht wieder die Stichsäge mit den kleinen Radien quälen zu müssen. Aber die Kombination neue Bohrmaschine + neues Werkzeug war nicht so clever. Da fehlte mir die Erfahrung, wie sie sich verhalten und so haben manche Löcher ausgefranste Kanten. Die später gebohrten Löcher sind besser geworden. Aber insgesamt sollte das Brett so gut  genug sein.

Danach ging es dann daran, die Röhren abzulängen und zu stimmen.

Die dicken Röhren gehen unglaublich schwer in die Kniestücke, das war echte Schwerarbeit. Oder Bodybuilding …

Röhren trimmen und stimmen
Röhren trimmen und stimmen

Und dann endlich, das komplette Instrument mit den dickeren Röhren.

Beide Oktaven mit den dickeren Röhren
Beide Oktaven mit den dickeren Röhren

Allerdings juckt es mich schon wieder. In der oberen Oktave sitzen die Röhren enger, ich habe das gemacht, weil der Platz dort beschränkt ist. Beim Testen gefiel mir das besser als die großen Abstäbnde in der tiefen Oktave. Aber im Moment habe ich so die Schnauze voll von den Röhren, ich glaube diesmal kann ich widerstehen und baue die untere Oktave jetzt nicht zum dritten mal um.

Der Klang ist gut. Ich hätte allerdings gerne noch ein paar extra Bassröhren bis zum nächst tieferen A, aber ich habe keine Ahnung wohin damit. Die Röhren werden geschätzt 4 Meter lang – für jeden Ton.

Das Monsterfon und das Wohnzimmer


Drei Jahre oder so stand das Monsterfon in einem Lagerraum, weil ich in der Wohnung einfach keinen Platz für so ein monströs großes Instrument hatte. Jetzt endlich habe ich es geschafft, einige Möbel umzustellen und zwei ganze Meter Wand freizubekommen, um das Instrument aufzustellen.

 Monsterfon mit zwei Oktaven
Monsterfon mit zwei Oktaven

Besonders schön ist die Ecke jetzt nicht, aber vielleicht kann ich da mit etwas Farbe und Dekoration noch abhelfen. Die Wand reflektiert den Klang recht schön, das erspart mir, alle Röhren zu drehen.

Jetzt muss ich „nur“ noch fleissig üben. Im Moment tue ich mir sogar schwer, Notenblätter zu lesen, obwohl ich das Mal konnte.

Hier einige Klangtests – der Beginn von „Für Elise“:

https://drive.google.com/open?id=1l8KVSY5otsTAjHneziMmW4IUUvABnf3O

… und das Hauptmotiv von „Axel F“:

https://drive.google.com/open?id=1AtW54SksjkU68zOXaWM2fUiXq3Hb0zPv

Er hier hat allerdings zehn Jahre Vorsprung. Auf jeden Fall war er derjenige, der mich mit seinen Youtube-Videos zum Bau des Instruments inspiriert hatte. Also, Gratulation!

Fang den Klang!


Letztes Jahr, noch vor dem Zusammenbruch im Sommer,  hatte ich mich mit dem Bau von Musikinstrumenten beschäftigt, z. B. dem Tubufon, und dabei auch erste Erfahrungen mit der Aufnahme von Musik mit dem PC gemacht.

Diese waren allerdings recht frustrierend, enorme Störungen in den Aufnahmen, und als Anfänger konnte ich die Ursache dafür nicht so leicht ausmachen. Zuerst hatte ich das Mikrofon im Verdacht, aber auch nach dem Kauf eines besseren Mikrofons blieb das Problem weitgehend unverändert. Ein dazu gekaufter Mikrofonvorverstärker brachte etwas Besserung, aber bei weitem nicht die erhoffte Qualität. Erst spät erkannte ich das eigentliche Problem: Die Mikrofoneingänge von PC und Laptop sind mies und haben an sich schon enorme Störpegel, d.h. egal wie gut das Signal ist, das vom Mikrofon kommt, der Eingang ruiniert es.

Nach dieser Erkenntnis hatte ich dann eine sogenannte „USB Audiobox“ erworben, welche die Wandlung des analogen Mikrofonsignals in einen digitalen Datenstrom übernimmt, und damit die Schwachstelle Mikrofoneingang überbrückt. Dann kam jedoch der Zusammenbruch, und ein halbes Jahr ging gar nichts mehr, die Box stand ungenutzt herum.

Erst Anfang dieses Jahres kam ich dann dazu, die Audiobox zu testen, und war positiv überrascht. Die Qualität der Aufnahmen ist gut, definitiv gut genug, um damit Klänge und Geräsche für Spiele aufzuzeichnen.

Der erste Versuch, Hammerschläge auf Metall, das Stereotyp für eine Schmiede, z.B. in einem Rollen- oder Abenteuerspiel:

http://opengameart.org/content/smithing-sound

Da ich zu der Zeit auch an Grafiken von Münzen arbeitete, lag es nahe, auch passende Geräusche zu den Münzen aufzunehmen:

http://opengameart.org/content/coin-sounds-0

Und dann aktuell, einen Glockenklang:

http://opengameart.org/content/glass-bell-sounds

Damit bin ich jetzt endlich dabei, auch das letzte Gebiet der Spieleentwicklung für mich zu erobern, nach Programmierung, Text und Grafik jetzt auch die Arbeit mit Klang und Geräusch. vielleicht irgendwann auch mal Musik, aber ich glaube, zum Komponisten fehlt mir wirklich das Zeug. Klang- und Geräuscheffekte interessieren mich im Moment jedoch sehr.