Archiv der Kategorie: Wetter und Klima

Nachdenkliches zum Klimawandel


Bislang ging ich davon aus, dass die globale Erwärmung real ist. Wie viel Einfluss der Mensch daran hat, da hatte ich meine Zweifel, aber die Temperaturkurven, die mir immer wieder gezeigt wurden, sagten ziemlich klar: Es wird wärmer. Zumindest im Durchschnitt über den ganzen Globus. Ein wenig hat es mich zwar immer schon gewundert, wie man es schafft, für die gesamte Erde eine Durchschnittstemperatur zu ermitteln, aber für die anderen Planeten im Sonnensystem findet man bei der NASA auch entsprechende Zahlen. Also ging ich davon aus, dass man das im Griff hat.

Ausgehend von der Annahme, dass die globale Erwärmung real ist, aber mit den Zweifeln, wie viel Einfluss der Mensch daran hat, interessierten mich vor allem Lösungen, wie man mit den Folgen umgeht (Landwirtschaft, Ernährung, Dürre, Flut, Unwetter, und in der Folge Flucht …), während die Politik sich damit beschäftigte, wie man die Erwärmung begrenzen könnte – und ich mich immer wieder ärgerte, dass man keinen Plan hat, wie man mit den Folgen umgehen könnte, sich nicht mal Gedanken darüber machte, ausser ggf. die Grenzen noch dichter zu machen um die Leute, deren Heimat durch Hitze und Dürre unbwohnbar wird, draussen zu halten. Was meiner Meinung nach keine Lösung sein konnte.

Erdgeschichtlich gesehen ist es im Moment weder besonders warm noch kalt. Die Erde war schon mal komplett zugefroren, alles Land und alle Ozeane von Eis bedeckt. Sie war auch schon mal komplett und ganzjährig eisfrei. D.h. was wir im Moment haben, ist gar nichts besonderes, und zwei Grad mehr oder auch vier, wären erdgeschichtlich immer noch nichts besonderes. Das einzige Besondere könnte die Geschwindigkeit der Änderung sein, aber da fehlen die Daten zum Vergleich – manche historisch belegten Erwärmungen oder Abkühlungen erfolgten jedoch auch recht schnell. Die Erdtemperatur reagiert nicht notwendigerweise sehr träge, auf große Vulkanausbrüche z.B. reagiert sie praktisch sofort.

Und nun fand ich dieses Video  – kurz gesagt, hier wird gezeigt, wie klein die Abweichung vom langjährigen Mittel eigentlich ist, wie sehr sie vom Messverfahren abhängt und wie unklar es ist, was die optimale Temperatur für die Erde (bzw. für eine von Menschen besiedelte Erde) eigentlich ist – Z.B. mir persönlich und an meinem Wohnort wären zwei oder vier Grad mehr gar nicht unrecht.

Das Video macht mich jetzt doch sehr nachdenklich. Vor allem die eine Stelle, an der gezeigt wird, dass die behaupte Abhängigkeit der Durchschnittstemperatur von der CO2 Konzentration nicht direkt folgt – der Redner meint, einen klaren Bruch erkannt zu haben, aber vielleicht folgt die Temperatur verzögert oder in einem nichtlinearen Zusammenhang mit zeitlicher Komponente – ich kann das im Moment nicht bewerten. Auf jeden Fall ist der Zusammenhang nicht so klar und linear wie meist behauptet wird.

Hier werden etliche Punkte angesprochen, die Schwächen der Messung, der Rechnung und der Prognosen aufzeigen. Das sollte zum Nachdenken und eigener Recherche anregen.

 

 

 

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Dürre, Landwirtschaft und Landnahme in Äthiopien


Ein Bericht von vor 6 Jahren:

http://www.tagesspiegel.de/politik/landwirtschaft-landnahme-in-aethiopien/4016844.html

Meine Meinung: Das Erdöl, das wir für fast umsonst aus dem Boden pumpen, macht den Transport viel zu billig. Sonst würde ein größerer Teil der Produktion lokal verkauft, weil der Transport zu teuer ist. Und die Nahrungsmittelknappheit in Äthiopien wäre nicht ganz so schlimm. Allerdings würden dann die Firmen dort erst gar kein Land pachten, um Großfarmen zu errichten, weil der lokale Markt nicht genügend Gewinn verspricht. Was vielleicht aber nicht so schlecht wäre, denn dann gäbe es genügend Land für die einheimischen Bauern. Im Bericht wurde nicht ganz klar, wie die Lage hier ist. Der Chef der Investitionsagentur des äthiopischen Landwirtschaftsministeriums sagt, es werden nur 14% des nutzbaren Landes bewirtschaftet. Die Bauern aus dem Dorf sagen, man habe ihnen das Land weggenommen – vermutlicht dreht sich der Streit um die besten Ländereien, die von den Investoren begehrt werden, die hier mehr bezahlen können und daher für die Regierung als Pächter attraktiver sind als die eigenen Leute. Das schlechte Land könnte dann die erwähnten 86% nicht bewirtschaftete Flächen ausmachen, die weder die Einheimischen noch die Investoren haben wollen.

Aber egal wie es ist, jetzt, 2017, sieht es so aus:

https://www.heise.de/tp/news/Schwere-Duerre-Hungersnot-am-Horn-von-Afrika-3743909.html

Neben dem Leid der Bevölkerung, frage ich mich, was aus den im ersten Artikel beschriebenen Agrarbetrieben nun wird. Alles Fehlinvestitionen? Oder haben die Betriebe Wasser für die Felder, und nur die einheimische Bevölkerung nicht?

Und wenn es generell an Wasser mangelt, werden irgendwelche Lehren daraus gezogen? Plant die Regierung Wasserspeicher oder andere Anlagen, um Wasser für mehrere Jahre vorrätig zu halten, wenn es einmal mehr als genügend regnet? Oder regnet es generell zu wenig, und man würde solche Speicher nie voll bekommen?

Diese Berichte hinterlassen viel zu viele offene Fragen. Zumindest scheint der erste Bericht darauf hinzudeuten, dass man in Äthiopien zumindest in guten Jahren genügend Nahrungsmittel produzieren kann.

Das Kernproblem zeichnet sich für mich wie folgt: Die Lagerhaltung von Wasser und Nahrungsmitteln (oder alternativ: Rücklagen aus den Devisen aus dem Exports) reichen nicht aus, um schlechte Zeiten zu überbrücken. Weder hat man genügen Vorrate an haltbaren Nahrungsmitteln und Wasser, noch genügend Rücklagen, um in schlechten Zeiten Nahrungsmittel auf dem Weltmarkt erwerben zu können.

Und das müsste wohl nicht sein.

Dunkle Solarzellen, heller Wüstensand


Interessant, was ich da gerade gelesen habe:

http://arstechnica.com/science/2015/11/changing-the-earths-climate-by-covering-the-deserts-with-solar-panels/

Kurz: Dunkle Solarzellen erwärmen sich in der Sonne stärker als heller Wüstensand. Ca. 20% des Lichts werden mit heutiger Technik zu Strom, 80% zu Wärme. Das ist mehr Wärme, als die Wüste normalerweise sammelt.

D.h. Solarkraftwerke mit heutigen  Solarzellen in Wüstengebieten erhöhen die Temperaturen in der Region.

Wenn der Wirkungsgrad der Zellen jedoch höher liegt, z.B. bei 30% für zukünftige Solarzellen, wie im Artikel angenommen, dann sinken die Temperaturen, weil mehr der einfallenden Strahlungsleistung abtransportiert wird.

-> Das ist alles verdammt knifflig mit den alternativen Energiequellen und der Klimaveränderung.

Herbsteindrücke 2015


Meist sind es nicht viele Tage im Herbst, wenn die Blätter bereits farbig sind, Sonne scheint, und noch genug Blätter an den Bäumen sind, damit es auch gut aussieht. Gestern hatte ich Glück mit einigen Fotos am Vaihinger Bahnhof.

An der Treppe zur S-Bahn:

Herbsteindrücke 2015
Herbsteindrücke 2015

Am Taxistand:

Herbsteindrücke 2015
Herbsteindrücke 2015

Der Blick zum Stadtpark:

Herbsteindrücke 2015
Herbsteindrücke 2015

Und quer über die Parkplätze und die Einfahrt zum Busbahnhof:

Herbsteindrücke 2015
Herbsteindrücke 2015

Wenn der Herbst immer so wäre, dann könnte ich mich glatt mit der Jahreszeit anfreunden. Aber heute ist es bereits wieder trübe und nebelig.

Der Winter ist nicht mein Ding


Den Artikel hatte ich letztes Jahr (2014) im Dezember verfasst, mich dann aber doch nicht dazu durchringen können, ihn zu veröffentlichen. Noch ist der Winter zwar nicht da, aber die Kälte und die Feuchtigkeit sind bereits hier, und ich denke ich veröffentliche den Artikel jetzt doch, auch auf die Gefahr hin, wieder als Weichei abgewatscht zu werden, und von all den Winterportfreunden erklärt zu bekommen, wie „schön“ der Winter doch sei – für mich ist er es nicht. Der Winter ist nicht mein Ding weiterlesen

Temperaturausgleich


Ich weiß, es ist schwierig mich wettermäßig zufriedenzustellen. Zu warm (selten), zu kalt (häufig), zu wenig Sonne (sehr häufig) und zu viel Regen.

Die Wetterkontrolle aus den Sci-Fi Romanen hat es noch nicht in die Wirklichkeit geschafft, obwohl daran gearbeitet wird; die Berichte über die Wirksamkeit der Maßnahmen sind verwirrend, z.B. über die Versuche, Wolken zum Abregnen zu bringen, reichen die Ansichten von „wirkungslos“ bis zu „funktioniert“. Temperaturausgleich weiterlesen