Tradition schlägt Moderne oder die Rückkehr der Falknerei


Scheinbar sind Drohnen nicht nur für privat ein Ärgernis, auch die Polizei macht sich Gedanken, wie man den Drohnen Herr werden kann.

Die niederländische Polizei setzt dabei auf Adler:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gefiederte-Drohnenabwehr-Niederlaendische-Polizei-trainiert-Adler-3088707.html

Ein bischen Sorgen mache ich mir schon, wie es dem Adler geht wenn er mit den Krallen in die Rotoren kommt, aber ein Adler hat ganz sicher das Talent, Fliegzeugs aller Art abzufangen.

 

 

 

Gefährliche Bücher


Diese Tage bin ich über ein Plakat an der S-Bahn Haltstelle Stuttgart Vahingen gestolpert, besser gesagt, die Aussage des Plakats, dass Bücher gefährlich sein können.

Plakat des Spiegel-Verlages an der S-Bahn Haltstelle Stuttgart-Vahingen, aufgenommen am 26.01.2016
Plakat des Spiegel-Verlages an der S-Bahn Haltstelle Stuttgart-Vahingen, aufgenommen am 26.01.2016

Die Ansicht, dass Bücher gefährlich sein können hat Tradition. Immer wieder wurden Bücher verboten, gar verbrannt. Und es ist nur schwer abzustreiten, dass die Versuchung groß ist, missliebige Gedanken, die in Büchern publiziert wurden, auf diesem Weg unsichtbar zu machen, oder gar aus der Welt zu schaffen.

Das Schwierige hieran ist, wer entscheidet, welche Bücher gefährlich sind, welche erlaubt sind, und welche verboten werden. Und auf Grund welcher Kriterien solche Entscheidungen gefällt werden. D.h. die Frage ist, wem wir solche Entscheidungen zutrauen, und wem wir die Macht geben wollen solche Entscheidungen zu treffen. Dem Staat? Dem Spiegel Verlag? Oder jemand anderem? Oder gar keinem?

Das andere Problem ist die Frage, betrachtet man das Publikum als mündig, oder als unmündig? Wer Bücher verbietet, der impliziert dadurch, dass er besser weiß als die anderen, was richtig ist und was falsch ist. Er impliziert auch, dass die Leser nicht in der Lage sind, mit solchen Büchern  umzugehen. Kurz, dass die Leute zu dumm und unfähig sind mit sogenannten gefährlichen Büchern umzugehen.

Das Plakat bereitet mir deshalb Unbehagen auf dreierlei Weisen:

  1. Der Spiegel Verlag ist ein Unternehmen, privat und kommerziell ausgerichtet. Er hat keinerlei demokratische Legitimation, wurde nicht gewählt und ist deshalb nicht in der Position, als Vertreter des Volkes aufzutreten, und damit auch nicht in der Position, zu beurteilen welche Bücher dem Volk vorenthalten werden müssen, weil sie angeblich zu gefährlich sind.
  2. Ich finde es bedenklich, dass gerade ein Verlag, der an sich die Verbreitung von Informationen als Geschäftsmodell hat, hier ziemlich unverhohlen auf “notwendige” Zensur hinweist. Das ist im Prinzip genau das Gegenteil des kleingedruckten “Keine Angst vor der Wahrheit” – die Sortierung der Bücher nach gefährlichen und ungefährlichen ist der Wahrheit nicht dienlich. Wahrheit entsteht nicht, indem man bestimmte Informationen unterdrückt.
  3. Es gefällt mir nicht, dass der Verlag impliziert, die meisten Leser seien unfähig mit gefährlichen Büchern umzugehen – dass man die Leser zumindest an der Hand nehmen und führen muss, oder, drastischer, dass man die Leser mit gefährlichen Büchern gar nicht in Kontakt kommen lassen darf – weil die Leser dumm, unfähig und unmündig sind.

Jetzt gibt es die Möglichkeit, dass ich das Plakat komplett falsch verstanden habe. Dann ist das Problem, dass vermutlich auch Andere das Plakat ebenso falsch verstehen. Und auch in diesem Fall ist das Plakat problematisch, weil es ungewollt falsche Ideen in die Köpfe der Menschen pflanzt.

Insgesamt war mein Unwohlsein jedenfalls so groß, dass es mich trieb, das Thema hier in meinem Blog anzusprechen und zur Diskussion zu stellen.

Aspartam, Methanol und die Zensur


Heute hatte ich einen Kommentar geschrieben, zum Abbauprodukt Methanol von Aspertam im Körper:

Aspartam – Das süße Gift

Von den Quellen, die ich zitiert hatte, über Abschätzungen und erwarteten Wirkungen, wurde alles vom Blogbesitzer entfernt, und durch eigenen Text ersetzt. Lediglich zwei, ohne den Rest des Kommentars, reichlich sinnfreie Abschnitte blieben erhalten.

Es wird nicht leicht den Kommentar zu restaurieren, weil ich den Text nicht gesichert hatte, aber ich will es versuchen:

Ich hatte einleitend Zustimmung signalisiert, dass Methanol in der Tat sehr giftig ist. Dazu hatte ich Quellen gesucht, um eine quantitative Abschätzung machen zu können, und eine Basis für den Vergleich des beim Abbau von Aspartam im Körper entstehenden Methanols zu haben .

Dazu hatte ich dieses gefunden:

http://www.chemistry-in-context.com/articles/0135/index.html

Bei einem Körpergewicht von 50kg, wird ab der Menge von 5g Methanol mit Gesundheitsschäden gerechnet, ab 50g mit einer tödlichen Wirkung.

Ausgangspunkt war jedoch eine Warnung vor Aspartam, ein Süßstoff, der 200 mal süßer ist als Zucker, und deshalb nur in Bruchteilen eines Gramms verwendet wird. Und von dem selbst wiederum nur ein Bruchteil  im Körper zu Methanol umgesetzt wird.

Meine Schlussfolgerung war – ja, es ist richtig, Methanol als Abbauprodukt von Aspartam ist giftig, aber die Menge die beim Abbau zu erwarten ist, ist viel geringer als die Mengen die in meiner Quelle als gesundheistschädlich genannt werden – um einen Faktor 10 bis 100 geringer.

Um die Frage nach der verbleibenden Gefahr zu beantworten, suchte ich als Vergleich andere Lebensmittel, die auch Methanol enthalten. Methanol entsteht als Nebenprodukt bei vielen Gärprozessen, also suchte ich zunächst nach alkoholischen Getränken und fand diese Quelle:

http://ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=1&Thema_ID=2&ID=1244&Pdf=No

Interessant – sogar Fruchtsaft, der kaum Alkohol enthält (< 0.5%), und im allgemeinen als sehr gesund gilt, enthält im Mittel 40mg Methanol pro Liter, in der Stichprobe sogar bis zu 0,2g Methanol pro Liter.

Meine Schlussfolgerung war, dass Aspartam in normaler Dosis, was das Methanol angeht, in etwa so gefährlich ist wie ein, im allgemeinen als “gesund” eingeschätzter, Fruchtsaft. Also eigentlich gar nicht.

Das hat dem Blog-Besitzer wohl missfallen.

Was mich besonders stört, ist, dass mein Kommentar verstümmelt wurde, und praktisch alle Fakten und die Quellen entfernt wurden.

Ich bin es gewohnt, dass kritische Kommentare nicht veröffentlich werden.  Aber einen Teil, vor allem den belanglosesten Teil zu veröffentlich und den Rest mit Kommentaren zu füllen, Kommentaren zu Punkten, die der Leser nie gesehen hat, weil sie eben gelöscht wurden, das ist schon herb.

Naja, so ist es eben. Also veröffentliche ich meine gesammelte Info hier noch mal, wohl wissend, dass mein Blog bei weitem nicht die Reichweite hat, um das irgendwie richtig stellen zu können was in dem anderen Blog verbockt wurde, aber es ist das einzige was ich tun kann.

Die anderen Abbauprodukte von Aspartam, die in der Warnung aufgeführt wurden, wollte ich eigentlich auch noch mal durchleuchten.  Ich vermute, dass es ist wie beim Methanol – die Substanzen sind bedenklich, vermutlich ist die Menge aber so gering, dass sie im Rahmen dessen liegen, was man auch sonst so mit der Nahrung zu sich nimmt.

Im Moment scheint mir das aber reichlich nutzlos. In meinem Blog ist es fehl am Platz, und in dem anderen Blog werden die Kommentare garantiert wieder verstümmelt und zensiert.

3D Druck killt das Handwerk im Kunsthandwerk


Kunsthandwerk hatte viel mit handwerklichen Fertigkeiten zu tun, sei es Holz- oder Metallbearbeitung, Töpfern oder anderes.

Der 3D Druck verändert auch hier die Welt – statt zu wissen wie man ein Material tatsächlich in Form bringt, braucht man für die Nutzung des 3D Drucks nur noch die Idee der Gestaltung, aber keine handwerklichen Fertigkeiten mehr. Zumindest nicht in dem Maße wie früher.

Irgendwie fühle ich mich dadurch leicht verarscht. All die Stunden die ich damit zugebracht habe, Übung zu erlangen in der Bearbeitung von Gegenständen, auch das Geld für den Erwerb der Werkzeuge oder Lehrbücher – fühlt sich an als sei alles für die Katz gewesen. Was ich jetzt brauche ist ein 3D Modellierungsprogramm und das Know How dieses zu bedienen. Die Fertigung des Teils übernimmt dann ein Dienstleister.

Schön ist es, ich kann jetzt auch Dinge angehen, die ich vorher Mangels Fertigkeiten, Material und Werkzeug nicht konnte. Schmuckstücke aus Metall? Einfach – modellieren am Computer, ab zum Dienstleister, auf das Päckchen warten, toll.

Aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt, dass die junge Generation gleich damit anfangen kann, während ich so viel Stunden und auch Geld auf Fertigkeiten und Gerätschaften verbracht habe, die durch den 3D Druck nutzlos geworden sind.

Dazu kommt noch das alte Lamento: Alles verändert sich von der Handarbeit zur Kopfarbeit hin. Die Möglichkeiten für handwerklich geschickte Menschen, die aber im Kopf nicht so stark sind, nehmen immer weiter ab. In dem Fall habe ich jetzt das bessere Ende, aber dennoch will es mir nicht so recht gefallen.

 

 

 

Die Märtyrer und die Jungfrauen


Immer wieder wird kolportiert, dass im Islam dem Märtyrer ein Platz im Himmel versprochen wird, und dazu 72 Jungfrauen.

Die Frage die sich mir hier stellt ist folgende: Waren diese 72 Jungfrauen gute Gläubige, und ist es jetzt ein göttliches Geschenk für sie, dem Märtyrer zu Willen zu sein, oder waren sie schlechte Gläubige, und es ist für sie eine Strafe Gottes?

Als Jungfrau fühlte ich mich in beiden Fällen verarscht. War ich eine gute Gläubige, dann werde ich Sexsklavin zur Belohnung. Toll. War ich eine schlechte Gläubige, dann werde ich ebenfalls Sexsklavin. Wunderprächtig.

Da hilft nur: Jungfrauen, sucht euch einen anderen Gott bevor es zu spät ist!

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