Schneenacht


Ich bin sowieso ein Nachtmensch, aber Schnee hat nachts, insbesondere mit Kunstlicht, eine ganz besondere Qualität.

Schneenacht
Schneenacht

 

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Ein Marsianisches Fort


Als Jugendlicher bekam ich von meinem Bruder einen Band aus der ZBV Serie von K.H. Scheer geschenkt, „Privileg Venusgeist“. Begeistert gelesen und dann die Frage, „Gibt es mehr davon?“ In einer Zeit ohne Internet und für mich als Jugendlichen schwer zu beantworten. Als junger Erwachsener fand ich durch Zufall in einer Werbung eines Versandbuchhandels eine Neuauflage, und habe nach und nach alle 50 Bände bestellt.

Ich würde hier gerne weit ausholen und über die Marsianer aus der Serie erzählen, ihrem Krieg gegen die Deneber, und was die Menschen dann als Überreste davon auf dem Mond und Mars entdeckten.

Seit dieser zeit ging es mir immer wieder durch den Kopf, eine der marsianischen Verteidigungsstellungen zu zeichnen, aber immer wieder schreckte ich davor zurück, fühlte mich nicht in der Lage, das so zu Papier zu bringen, dass es den Schilderungen aus den Romanen gerecht werden würde.

Letzte Woche wollte ich es dann doch einmal versuchen, zumindest einen Anfang zu machen. Einige Stunden K(r)ampf mit diverser Software und ihren Eigentümlichkeiten später hatte ich dann eine einigermaßen akzeptable Marslandschaft und die Basis für das Fort.

Marsianische Festungsanlage
Marsianische Festungsanlage

Dort sollte eines der großen marsianischen Fusionsgeschütze hin, gedacht zur Raumschiffsabwehr. Die Schilderungen aus den Romanen waren beeindruckend, aber nicht sehr bildhaft. Außer der Idee, dass die Geschütze im Normalfall von einer Kuppel geschützt unter dem Sand verborgen lagen, und nur im Verteidigungsfall ausgefahren wurden, ist mir wenig im Gedächtnis geblieben.  Groß, mächtig, laut und irrsinnig zerstörerisch – das ist alles beeindruckend zu lesen, aber wie entwirft man ein Bild von einem Geschütz, das all diese Attribute transportiert?

Ein solches Fusionsgeschütz hatte ich ja schon einmal versucht zu entwerfen, mit beschränktem Erfolg. Siehe https://gedankenweber.wordpress.com/2017/02/10/fusionsgeschutz/

Aber es war das beste was ich hatte, und so baute ich dann die Kuppel und noch etwas Dekoration um das Geschütz herum, um wenigstens annähernd so etwas wie ein marsianisches Raumabwehrgeschütz zu bekommen. Sieht aber eigentlich immer noch viel zu brav aus …

Marsianische Festungsanlage
Marsianische Festungsanlage

Etwas weniger brav dann in Aktion.

Marsianische Festungsanlage
Marsianische Festungsanlage

Wer hier noch Einflüsse aus dem Film „Space Battleship Yamato“ vermutet, liegt damit gar nicht so falsch. Meiner Meinung nach einer der besseren science-fiction Filme aus neuerer Zeit, und einmal wohltuend anders als die amerikanische sci-fi, die sonst so über die Leinwand flimmert.

Mein Dank an Herrn Scheer, für die spannenden Romane, und die Mitwirkenden an „Space Battleship Yamato“ für die Inspiration!

 

Lesetipp: Vernetzte Sinne


Ich bin gerade über einen recht interessanten Artikel gestolpert, welcher der Frage nachgeht wie Sinnesreize im Hirn verknüpft und verarbeitet werden. Angefangen von der Frage wie das Hirn eines früh erblindeten oder taub gewordenen Menschen es schafft, die jetzt brachliegenden Hirnareale wieder nutzbringend einzusetzen bis hin zu der erstaunlichen Erkenntnis dass Mäusehirne z.B. sehr schnell die Sehschärfe verbessern können, wenn die Maus nichts mehr hört.

Die Nervenbahn von der Hör- in die Sehrinde endet bevorzugt auf hemmenden Neuronen. Wenn nun die Hörrinde nicht mehr angeregt wird, hemmt sie auch die Sehrinde weniger stark. So fährt diese in Minutenschnelle ihre Aktivität hoch und verbessert die Verarbeitung.

https://www.heise.de/tp/features/Ruhe-Ich-seh-nichts-3963515.html

Zeigt auch wieder – Großraumbüro ist schlecht, weil der Lärmpegel nicht nur direkt ablenkt, sondern auch alle anderen Sinne hemmt.

Den Titel des Artikels sollte man sich merken, denk ich, „Ruhe! Ich seh‘ nichts!

Japanische Forscher setzten ihre Probanden kürzlich vor eine Art Sehtest und ermittelten die Anzahl korrekter Antworten bei Stille im Vergleich zu weißem Rauschen unterschiedlicher (aber stets milder) Lautstärke (45 bis 65dB). Schon das leise Rauschen genügte, um die Leistung messbar um etwa zehn Prozent zu verschlechtern.

Spiel’s noch einmal, Sam


Seit etwa sechs Jahren habe ich eine Gallerie bei DeviantArt und in letzter Zeit kam mir immer wieder der Gedanke, „Das kannst Du inzwischen besser“, wenn ich mir die alten Bilder ansah. Der erste Renovationsversuch verlief auch recht erfolgreich, mit einer neuen Version des Raytracers und ein paar neuen Tricks bei der Nachbearbeitung, die ich mir im Lauf der Jahre angeeignet hatte, wurde die neue Fassung der „Purple Lounge“ gleich um einiges ansehnlicher.

Das nächste Projekt sollte dann eine Neufassung der „New Earth Station“ werden, hier das alte Bild von 2012:

New Earth Station, 2012
New Earth Station, 2012

Dummerweise hatte ich hier die Idee, die Station und den Planeten neu zu modellieren, und es zeigte sich, dass es gar nicht so leicht war, das Niveau des alten Planeten wieder zu erreichen, geschweige denn zu übertreffen. Vor allem die Wolken machten mir schwer zu schaffen, auch wenn ich ein neues Feature des Raytracers gelernt habe, das solche Strukturen einfacher macht. Eine Woche und etliche frustrierende Momente später bin ich nun hier:

New Earth Station, 2018
New Earth Station, 2018

Das ist die erste Fassung der neuen Station, die in einigen Aspekten tatsächlich besser aussieht als die alte – ich muss jedoch sagen, das alte Bild hat für mich immer noch seinen Charme, das neue wirkt vor allem sauberer und moderner, aber nicht unbedingt „besser“.

Fazit: Fünf Jahre mehr Erfahrung mit den Werkzeugen bedeutet nicht automatisch, dass man so eine Szene in einem Tag oder gar in einigen Stunden verbessern könnte.

 

Trägerschiff, vorläufig endgültige Version


Seit dem ich sie entdeckt habe, liebe ich die Formierung, „die vorläufig endgültige Fassung“. Eigentlich sollte ich jedoch sagen, ich habe im Moment keine Lust und auch keine Ideen mehr, mein Trägerschiff noch weiter zu verbessern. Daher hier die vorläufig engültige Version, bis die Lust am Basteln wiederkommt.

Einmal ohne aktivierten Schutzschild:

Tetrahedron Explorer
Tetrahedron Explorer

Und einmal mit:

Tetrahedron Explorer
Tetrahedron Explorer

Was ich jetzt noch gerne machen würde, wäre ein kurzes Video eines Vorbeiflugs – das Schiff näherst sich aus der Tiefe des Alls der Kamera, zieht vorbei und mit dem Schwenk der Kamera kommt ein Planet ins Bild, das Ziel des Schiffs.

Leider sind die Zeiten für die Berechnung eines Bildes unrealistisch füer ein Video. Das einfache Schiff ohne Schild liegt in der gezeigten Größe bei 15 Minuten, die Fassung mit den Tochterschiffen und aktivierten Energieschilden bei über 5 Stunden. Und für eine Sekunde Video braucht es mindestens 24 Bilder, d.h. für den Vorbeiflug müsste mein Computer tage- oder gar wochenlang rechnen. Vielleicht versuche ich es dennoch, in einer geringeren Auflösungund ohne Interpolation. Im bewegten Video merkt man das vermutlich nicht so sehr.

Trägerschiff II, Softwareprobleme


Mit dem Entwurf meines Trägerschiffs ging es nicht mehr so recht voran. das Hauptproblem war die Zeit, die der Raytracer brauchte, um zumindest eine Vorschau zu erstellen. Ein halbwegs intuitives Arbeiten war mit den ganzen Zwangspausen nicht mehr möglich.

Als Schuldiger war recht schnell die Gestaltung der Oberfläche ausgemacht. Lange zögerte ich, das rückgängig zu machen, aber schließlich gab es keinen anderen Weg und ich habe zuerst den alten Aufbau entfernt und dann versucht, die neuen Details so zu entwerfen, dass die Zeiten für die Erstellung einer Vorschau unter einer Minute bleiben.

Das hat so weit geklappt, aber die nächste Falle schnappte prompt zu als ich versuchte, dem Schiff einen Schutzschild zu geben.

Tetrahedron Explorer mit aktiviertem Schutzschild
Tetrahedron Explorer mit aktiviertem Schutzschild

Eigentlich einfach – ein halbtransparentes Ellipsoid darum, fertig. Haste gedacht – mit Schild, kein Antriebseffekt, aber keine Erklärung wo der abgeblieben ist.

Ich hatte dem Ellipsoid das Schlüsselwort „hollow“ verpasst, wie es die Anleitung des Raytracers beschreibt, wenn man darin sogenannte „media“ Effekte haben möchte, und der Gasstrahl des Antriebs ist so einer. Stunden und zahllose Experimente später habe ich dann entdeckt, dass es funktioniert wenn ich von dem Ellipsoid des Schildes ein leicht kleineres Ellipsoid abziehe, was wohl den Freiraum schafft, den der Gasstrahl braucht – aber eigentlich sollte das „hollow“ Schlüsselwort für einen Körper ja genau das tun. Naja, nächtes Mal weiß ich das dann, aber es ist ärgerlich, so viel Zeit mit Softwareproblemen zu verlieren, die ich eigentlich am Modell arbeiten wollte.

Tetrahedron Explorer
Tetrahedron Explorer

Schließlich habe ich auch noch versucht, den Sternenhintergrund etwas bunter und abwechslungsreicher zu gestalten. Nicht zu aufdringlich, der Hintergrund soll ja nicht mit dem Schiff in Konkurrenz treten, aber genug damit es interessanter wirkt.

Tetrahedron Explorer
Tetrahedron Explorer

Insgesamt denke ich, ist mir ein Schritt voran gelungen, aber es gibt noch viel zu tun. Mal sehen, wann ich wieder Zeit und auch Motivation für die Arbeit am Schiffsmodell habe – und wie viel davon wieder für irgendwelche Seltsamkeiten der Software draufgeht.

 

Radfahren ist zu schwer für Kinder … ?


Bin gerade über diesen Bericht gestolpert:

http://www.danisch.de/blog/2018/01/23/mit-radfahren-ueberfordert/

Mir geht es wie dem Autor, zu meiner Zeit war Radfahren etwas, das eigentlich alle konnten, und durchgefallen ist bei der Prüfung auch keiner. In der 3. und 4. Klasse habe ich recht große Radtouren mit einem Freund unternommen. Wir kannten praktisch jeden Weg und Stein der innerhalb eines Nachmittags mit dem Rad erreichbar war – und ich war sicher keine Sportskanone zu der Zeit, sogar eher schlecht im Sport.

Das ist auch eine Entwicklung, die mir nicht gefällt. Da wachsen immer mehr Leute heran, die beim geringsten Problem nicht mehr lebensfähig sind.

 

Neues, Altes und Gedanken darüber