Ein Raumhafen auf dem Mars


Das ist eine Szene mit der ich trotz aller Fortschritte immer noch hadere – ein Raumhafen auf dem Mars, mit einer Stadt unter einer Kuppel im Hintergrund. Das hier war der erste präsentierbare Entwurf:

Raumhafen auf dem Mars
Raumhafen auf dem Mars

Die Röhren sind für Bahnen oder eher einzelne Waggons, welche die Passagiere vom Landefeld zur Stadt und von der Stadt zum Landefeld bringen. Drei der schon gezeigten marsianischen Forts schützen den Raumhafen und die Stadt.

Nun brauchte ich noch einige Raumschiffe – und wie es bei Massenware so ist, viel Zeit für die Details der einzelnen Schiffe blieb nicht, aber die Romane, die ich zum Vorbild hatte, beschrieben sowieso weitgehend geometrische Schiffe, mit der Kugelform als Favorit – das größte umschlossene Volumen mit der kleinsten Hülle. Das hat technische Vorteile und bietet auch passive Sicherheit, denn je weniger Hülle pro Volumen vorhanden ist, desto geringer die Gefahr, dass Lecks entstehen. Im Weltraum ist die Form ansonsten egal, so etwas wie Aerodynamik spielt nur beim Start und der Landung eine Rolle, und die Kugelform ist da nicht einmal so schlecht.

Raumhafen auf dem Mars
Raumhafen auf dem Mars

Als letzten Schritt habe ich dann versucht, atmosphärischen Dunst zu simulieren was allerdings als Nebeneffekt die Landschaft aufgehellt hat. Das mag auf einigen Bildschirmen gut aussehen, auf anderen zu hell. Von der Theorie her ist die Belichtung jedoch gut, fast der gesamte Dynamikumfang von Schwarz bis Weiß wird genutzt.

Raumhafen auf dem Mars
Raumhafen auf dem Mars

Insgesamt bin ich jedoch nicht recht glücklich mit dem Werk. Ich habe lange darüber nachgedacht was fehlt, was falsch ist oder was besser sein könnte. es ist mir nicht viel in den Sinn gekommen bis auf einen Punkt – kindisch. Irgendwie ist das eine Szene, die ich als kleiner Junge mit Legosteinen und ein paar Plastikfiguren genau so gebaut hätte. Und zumindest in meiner Fantasie wäre es dann so ein Raumhafen mit Kuppelstadt gewesen. Leider hilft mir das nicht viel bei der Frage wie ich es besser machen könnte, aber es war eine interessante Erkenntnis, dass ich hier im Prinzip nur mit besserer Technik und vielleicht mehr Erfahrung das reproduziert habe, was ich mir als Kind schon so vorgestellt hatte.

Nachtrag 28.02.2018:

Eine Änderung der Kameraposition brachte endlich eine Besserung in der Bildwirkung. Vielleicht auch das damit einhergehende Seitenverältnis von 2:1.

Raumhafen auf dem Mars
Raumhafen auf dem Mars

Nachtrag 01.03.2018:

Jetzt auch mit mehr Berg!

Raumhafen auf dem Mars
Raumhafen auf dem Mars
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Ein Marsianisches Fort


Als Jugendlicher bekam ich von meinem Bruder einen Band aus der ZBV Serie von K.H. Scheer geschenkt, „Privileg Venusgeist“. Begeistert gelesen und dann die Frage, „Gibt es mehr davon?“ In einer Zeit ohne Internet und für mich als Jugendlichen schwer zu beantworten. Als junger Erwachsener fand ich durch Zufall in einer Werbung eines Versandbuchhandels eine Neuauflage, und habe nach und nach alle 50 Bände bestellt.

Ich würde hier gerne weit ausholen und über die Marsianer aus der Serie erzählen, ihrem Krieg gegen die Deneber, und was die Menschen dann als Überreste davon auf dem Mond und Mars entdeckten.

Seit dieser zeit ging es mir immer wieder durch den Kopf, eine der marsianischen Verteidigungsstellungen zu zeichnen, aber immer wieder schreckte ich davor zurück, fühlte mich nicht in der Lage, das so zu Papier zu bringen, dass es den Schilderungen aus den Romanen gerecht werden würde.

Letzte Woche wollte ich es dann doch einmal versuchen, zumindest einen Anfang zu machen. Einige Stunden K(r)ampf mit diverser Software und ihren Eigentümlichkeiten später hatte ich dann eine einigermaßen akzeptable Marslandschaft und die Basis für das Fort.

Marsianische Festungsanlage
Marsianische Festungsanlage

Dort sollte eines der großen marsianischen Fusionsgeschütze hin, gedacht zur Raumschiffsabwehr. Die Schilderungen aus den Romanen waren beeindruckend, aber nicht sehr bildhaft. Außer der Idee, dass die Geschütze im Normalfall von einer Kuppel geschützt unter dem Sand verborgen lagen, und nur im Verteidigungsfall ausgefahren wurden, ist mir wenig im Gedächtnis geblieben.  Groß, mächtig, laut und irrsinnig zerstörerisch – das ist alles beeindruckend zu lesen, aber wie entwirft man ein Bild von einem Geschütz, das all diese Attribute transportiert?

Ein solches Fusionsgeschütz hatte ich ja schon einmal versucht zu entwerfen, mit beschränktem Erfolg. Siehe https://gedankenweber.wordpress.com/2017/02/10/fusionsgeschutz/

Aber es war das beste was ich hatte, und so baute ich dann die Kuppel und noch etwas Dekoration um das Geschütz herum, um wenigstens annähernd so etwas wie ein marsianisches Raumabwehrgeschütz zu bekommen. Sieht aber eigentlich immer noch viel zu brav aus …

Marsianische Festungsanlage
Marsianische Festungsanlage

Etwas weniger brav dann in Aktion.

Marsianische Festungsanlage
Marsianische Festungsanlage

Wer hier noch Einflüsse aus dem Film „Space Battleship Yamato“ vermutet, liegt damit gar nicht so falsch. Meiner Meinung nach einer der besseren science-fiction Filme aus neuerer Zeit, und einmal wohltuend anders als die amerikanische sci-fi, die sonst so über die Leinwand flimmert.

Mein Dank an Herrn Scheer, für die spannenden Romane, und die Mitwirkenden an „Space Battleship Yamato“ für die Inspiration!

 

Lesetipp: Vernetzte Sinne


Ich bin gerade über einen recht interessanten Artikel gestolpert, welcher der Frage nachgeht wie Sinnesreize im Hirn verknüpft und verarbeitet werden. Angefangen von der Frage wie das Hirn eines früh erblindeten oder taub gewordenen Menschen es schafft, die jetzt brachliegenden Hirnareale wieder nutzbringend einzusetzen bis hin zu der erstaunlichen Erkenntnis dass Mäusehirne z.B. sehr schnell die Sehschärfe verbessern können, wenn die Maus nichts mehr hört.

Die Nervenbahn von der Hör- in die Sehrinde endet bevorzugt auf hemmenden Neuronen. Wenn nun die Hörrinde nicht mehr angeregt wird, hemmt sie auch die Sehrinde weniger stark. So fährt diese in Minutenschnelle ihre Aktivität hoch und verbessert die Verarbeitung.

https://www.heise.de/tp/features/Ruhe-Ich-seh-nichts-3963515.html

Zeigt auch wieder – Großraumbüro ist schlecht, weil der Lärmpegel nicht nur direkt ablenkt, sondern auch alle anderen Sinne hemmt.

Den Titel des Artikels sollte man sich merken, denk ich, „Ruhe! Ich seh‘ nichts!

Japanische Forscher setzten ihre Probanden kürzlich vor eine Art Sehtest und ermittelten die Anzahl korrekter Antworten bei Stille im Vergleich zu weißem Rauschen unterschiedlicher (aber stets milder) Lautstärke (45 bis 65dB). Schon das leise Rauschen genügte, um die Leistung messbar um etwa zehn Prozent zu verschlechtern.

Spiel’s noch einmal, Sam


Seit etwa sechs Jahren habe ich eine Gallerie bei DeviantArt und in letzter Zeit kam mir immer wieder der Gedanke, „Das kannst Du inzwischen besser“, wenn ich mir die alten Bilder ansah. Der erste Renovationsversuch verlief auch recht erfolgreich, mit einer neuen Version des Raytracers und ein paar neuen Tricks bei der Nachbearbeitung, die ich mir im Lauf der Jahre angeeignet hatte, wurde die neue Fassung der „Purple Lounge“ gleich um einiges ansehnlicher.

Das nächste Projekt sollte dann eine Neufassung der „New Earth Station“ werden, hier das alte Bild von 2012:

New Earth Station, 2012
New Earth Station, 2012

Dummerweise hatte ich hier die Idee, die Station und den Planeten neu zu modellieren, und es zeigte sich, dass es gar nicht so leicht war, das Niveau des alten Planeten wieder zu erreichen, geschweige denn zu übertreffen. Vor allem die Wolken machten mir schwer zu schaffen, auch wenn ich ein neues Feature des Raytracers gelernt habe, das solche Strukturen einfacher macht. Eine Woche und etliche frustrierende Momente später bin ich nun hier:

New Earth Station, 2018
New Earth Station, 2018

Das ist die erste Fassung der neuen Station, die in einigen Aspekten tatsächlich besser aussieht als die alte – ich muss jedoch sagen, das alte Bild hat für mich immer noch seinen Charme, das neue wirkt vor allem sauberer und moderner, aber nicht unbedingt „besser“.

Fazit: Fünf Jahre mehr Erfahrung mit den Werkzeugen bedeutet nicht automatisch, dass man so eine Szene in einem Tag oder gar in einigen Stunden verbessern könnte.