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Infraschall oder Städter sind gestresster als Landbewohner


Vielleicht war es sogar dieser Artikel https://www.berlinonline.de/themen/gesundheit-und-beauty/gesundheit/psychologie/3177249-2260970-stress-in-der-grossstadt-wenn-das-stadtl.html den ich unlängst gelesen hatte, oder ein ähnlicher. Zumindest der Tenor blieb mir in Erinnerung, dass das Leben in der Stadt das Risiko für psychische Erkrankungen erhöht. Ein Thema, das mich interessiert, weil ich selbst immer wieder mit psychischen Problemen zu kämpfen habe.

Jetzt ein kleiner Sprung zu der anderen Information …

Vor einiger Zeit hatte ich Artikel gelesen, dass Infraschall Ängste auslösen kann. Infraschall ist Schall unterhalb der Hörschwelle, also grob gesagt, Schwingungen der Luft, die zu langsam sind, um im Gehirn als Schall interpretiert zu werden. Ich bin nicht sicher, ob das Ohr und der Hörnerv in der Lage sind diese Schwingungen zu verarbeiten, deshalb möchte ich mich um die Diskussion der Hörschwelle drücken, aber wir scheinen darauf zu reagieren. Die offiziell genannte Hörschwelle liegt je nach Quelle bei 16 bis 20 Herz.  Manche der Quellen beziehen sich auf Schall bei 19 Herz, das liegt in dem Bereich, in dem unser Ohr zu versagen beginnt.

Ich hatte begonnen, einen Artikel zum Thema „Infraschall und Ängste“ zu schreiben, bin aber nicht dazu gekommen, das sauber auszuformulieren. Aber ein paar Quellen und Beispiele aus dem Artikel kann ich nennen:

Angst – schon ab 8 Dezibel:
https://www.welt.de/print-welt/article261460/Im-Spukhaus-droehnt-der-Infraschall.html

Bereits 1998 hatte Vic Tandy von der Universität von Coventry hinter der düsteren Ausstrahlung von bestimmten Räumen und „Spukhäusern“ Infraschall vermutet, der von bestimmten mehr oder weniger weit entfernten Maschinen und Heizungen verursacht wird. Die wenig gruselige Probe aufs Exempel machte Tandy in einem Laborgebäude: Nachdem man dort eine Zentrifuge mit ihrem 19-Hertz-Schall abgeschaltet hatte, verschwand auch die unerklärliche Horror-Stimmung.

Die Angstfrequenz:
https://www.theguardian.com/science/2003/oct/16/science.farout

The key here is frequency: 19hz is in the range known as infrasound, below the range of human hearing, which begins at 20hz. Tandy learned that low frequencies in this region can affect humans and animals in several ways, causing discomfort, dizziness, blurred vision (by vibrating your eyeballs), hyperventilation and fear, possibly leading to panic attacks.

Und wie so üblich ist mein Hirn mal wieder arg langsam gewesen, die Informationen zusammenzuführen. In der Stadt gibt es eine Menge Infraschall. Der Wind bringt Gebäude zum Schwingen, der Verkehr rumpelt über die Strassen, Straßenbahnen, Eisenbahnen, Baustellen und schwere Maschinen verursachen ebenfalls Schwingungen unterhalb der Hörschwelle.

Kombiniert man diese Informationen, dass Infraschall Ängste auslösen kann, dass es in der Stadt mehr Quellen von Infraschall gibt als auf dem Land, dann erscheint das Ergebnis der Studie, dass Städter häufiger psychische Probleme haben, nicht mehr ganz so verwunderlich.

Dazu kommt, dass zumindest Ratten (oder waren es Mäuse?) die in Schachteln über und nebeneinander gehalten wurden – ein Aufbau analog zu Wohnungen in Wohnblocks – nach einiger Zeit psychische Auffäligkeiten zeigten. Leider ist es schon einige Jahre her, dass ich den Artikel gelesen habe, und ich kann im Moment keine Quelle dazu finden. Aber es gibt neben dem Infraschall wohl auch noch andere Einflüsse in der Stadt, die sich negativ auf die Psyche auswirken können.

Eine kurze Recherche, ob und wie man eine Wohnung gegen Infraschall isolieren könnte lässt kurz in „schwierig bis gar nicht“ zusammenfassen – das Problem ist, dass Infraschall durch den Boden und die Gebäudestruktur geleitet wird, und es sehr schwierig ist, das zu unterbinden.

PS: Windräder erzeugen auch Infraschall – eigentlich bin ich ein großer Windkraft-Fan, aber seit dem ich weiss das Infraschall Menschen negativ beeinflussen kann, fühle ich mich hier in der Zwickmühle. Windkraft ja, aber bitte so, dass sie uns nicht krank macht. Windparks im Meer scheinen ähnlich zu wirken, nur sind es dort mehr die Wale und Delphine die betroffen sind. D.h. das ist auch nicht wirklich viel besser.

 

 

 

 

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Mein persönliches „uncanny valley“ mit 3D Spielen


„Als Uncanny Valley (engl. „unheimliches Tal“) bezeichnet man allgemein einen empirisch messbaren, paradox erscheinenden Effekt in der Akzeptanz von dargebotenen künstlichen Figuren auf die Zuschauer.“

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Uncanny_Valley

Seit Mitte der 1990er Jahre wurde 3D Technik für Computerspiele immer populärer, und es wurde immer realistischere Grafik entwickelt.

Ich habe mich immer wieder gefragt, warum diese Spiele meine psychischen Probleme zu verstärken scheinen, und bin im Moment zu folgender Analyse gelangt: Mein persönliches „uncanny valley“ mit 3D Spielen weiterlesen

Eine Packung Sorgenfrei und eine Dose Instantglück


Unlängst in der Apotheke, an einem Tag als mir meine Verwandschaft mal wieder zuerst eine leichte Panikattacke und dann einen Sack voll Sorgen gegeben hatte, kam mit spontan die Idee, und ich verlangte „Eine Packung Sorgenfrei und eine Dose Instantglück“.

Leider war beides nicht vorrätig und auch nicht lieferbar.

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Die Angst des Bloggers


Lange Zeit habe ich mit mir gerungen, ob ich ein Blog eröffnen möchte oder nicht. Ich war mir unsicher, ob ich mit problematischen Kommentaren und eventuellen Anfeindungen zurechtkommen würde. Letztlich habe ich mich doch dazu entschlossen, weil es mir wichtig schien, meine Ansicht zu bestimmten Sachverhalten zu äußern, auch wenn ich beschlossen habe, die schwierigen Themen später anzugehen, und erst mal etwas Vertrautheit mit dem – für mich – neuen Medium zu gewinnen.
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