Und den Garten gibt es auch noch …


Die letzten zwei Jahre fühlte ich mich oft überfordert mit dem Garten. Ganz besonders in der Zeit nachdem meine Mutter verstorben war, und all meine psychischen Probleme wieder aufgebrochen waren. Mit Müh und Not habe ich versucht, das Schlimmste zu verhindern, aber es war doch oft einfach zu viel.

Im Moment habe ich jetzt wieder einen ganz guten Zustand erreicht, aber ich muss zugeben, im Frühjahr wenn alles blüht und frisch gemäht ist das kein Kunststück. Viele der Probleme verstecken sich recht gut.

Zuerst mal einen Überblick über den schöneren Teil:

Garten vor dem Haus
Garten vor dem Haus

Äpfel und Birnen sollte es dieses Jahr wieder geben, nachdem das letzte Jahr wegen dem Frosteinbruch ein kompletter Ausfall gewesen war. Fast die ganze Zeit während Birne und Apfel die Blüten offen hatten war es warm und sonnig.

Apfelbaum
Apfelbaum

Als ich die Beerensträucher gepflanzt habe, war ich sehr eifrig und begeistert vom Garten. Im Moment mache ich mir eher Sorgen, wie ich die Ernte verwerten soll, wie viel Zeit das kostet. Essbares wegzuwerfen widerstrebt mir.

Hier der kleine Aronia-Busch. Die Beeren geben eine klasse Marmelade. Leider ist das der Busch, der am wenigsten wachsen will. Dieses Jahr werde ich wohl mit etwas Kunstdünger nachelfen.

Aronia
Aronia

Dann die Stachelbeeren. Eine mehltauresistente Sorte, aber nur der rechte ist wirklich frei davon, der linke hat jetzt bereits wieder Mehltau auf den jungen Beeren. Mehltau überwintert scheinbar auf befallen Pflanzen, das wird also spannend, ob ich den da jemals wieder ganz wegbekomme.

Stachelbeeren
Stachelbeeren

Außerdem habe ich beim Umgraben im Spätherbst den Liebstöckel erwischt. Der treibt zwar wieder aus der Restwurzel, sieht aber nicht richtig gut aus. Wie blöd kann man eigentlich sein? Grummel … (Im Bild zwischen den Stachelbeeren, mehr links. Rechts davon wuchert etwas Oregano)

Dann die Brombeeren. Das hier ist der ältere, größere Strauch aber der zweite wird da bald aufholen.

Brombeeren an der Rankhilfe
Brombeeren an der Rankhilfe

Die Blaubeeren habe ich glatt vergessen zu fotografieren. Sagen wir es mal so – sie leben noch, könnten aber besser dastehen.

Main Saatgut hat auch einer verhext. Vermutlich zu alt und falsch gelagert. Außer den Tomaten, Paprika und Knollensellerie wollte bislang nichts keimen, und jetzt ist es reichlich spät.

Tomaten
Tomaten
Knollensellerie
Knollensellerie

Das ist vermutlich aber gut so, weil ich mehr Zeit für den Kampf gegen das Unkraut brauche, und um die verwilderten Teile des Gartens zu sortieren. Z.B. diesen Teil:

Dschungel
Dschungel

Irgendwie sieht es immer noch vorzeigbar aus, aber ich komme da einfach nicht durch. Ich fürchte, wenn ich das wirklich was erreichen will muss ich den Teil umgraben und ganz neu anlegen. Das sind zu viele Unkrautwurzeln tief im Boden, und es ist schwer, die zwischen den Pflanzen zu entfernen, die ich erhalten möchte. Einen Teil hatte ich schon mal umgegraben, der war ruck-zuck wieder zugewuchert.

Hinter dem Haus werde ich einen Teil des alten Beetes zur Wiese werden lassen. Gemüse mag da im Schatten sowieso nicht recht wachsen. Im Sommer wenn der große Nussbaum des Nachbarn seine Blätter voll entwickelt hat, ist es dort noch Schattiger als jetzt.

Hinter dem Haus
Hinter dem Haus

Das wäre der Teil rechts von der Rasenmäherspur. Den Polsterphlox lasse ich jedoch erst mal abblühen. Ein Teil wird dann an eine andere Stelle verpflanzt. Der ist noch vom Vorbesitzer, und gehört eigentlich in die Sonne. Danach wird das dann Wiese.

Was gibt es sonst noch zu erzählen? Hier der Versuch, einen Busch Winterbohnenkraut vor dem übermächtigen Salbei zu retten.

Winterbohnenkraut und Salbei
Winterbohnenkraut und Salbei

Weiter vorne in dem Beet wächst auch noch Schnittlauch, der aber kurioserweise gegen eine Akelei am verlieren ist, die sich dort mitten in den Schnittlauch eingesät hat. Abrupfen hilft nicht viel, und die Wurzeln einer Akelei sind echte Erdanker. Sonst kenne ich Schnittlauch eher als den Gewinner gegen andere Pflanzen.

In dem Beet hat sich auch ein Silberblatt eingesät. Das passt da zwar nicht, aber ich lasse es jetzt mal. Das ist zweijährig, regelt sich also von alleine mit etwas Geduld.

Silberblatt
Silberblatt

Rechts sieht man auch etwas vom Schnittlauch …

Die Zitronenmelisse ist im anderen Beet am sprießen.

Zitronenmelisse
Zitronenmelisse

Eine Glockenblumehat beschlossen, direkt neben der Melisse zu keimen. Das wird auch wieder ein interessante Wettstreit. Ich mag die Glockenblumen sehr, aber sie wachsen praktisch nie da, wo ich sie gerne hätte. Ich muss also nehmen, was kommt.

Zuletzt noch der Blick vom Wohnzimmer auf den Flieder.

Flieder
Flieder

Der Flieder hatte schon eine schöne Form als ich eingezogen bin, und ich glaube es ist mir gelungen da – von der Aststruktur her – einen sehr schönen Fliederbusch zu entwickeln.

Pfefferminz gibt es noch, und Erdbeeren, aber von beiden habe ich gerade keine Fotos.

Mal sehen wie ich mit den Dschungel zurecht komme, mit meinen Kopfproblemen und wie ich Zeit für den Garten zwischen all den anderen Aktivitäten frei machen kann.

Advertisements

Ausgrabungen im Grafikarchiv: Zauberstäbe


Vor einigen Jahren hatte ich für ein Projekt Zauberstäbe entworfen, eigentlich Verstärker für Elementarzauber. Kürzlich sind mir die Zauberstäbe wieder in den Sinn gekommen, und da ich dabei bin, mein Grafikportfolio zu aktualisieren, dachte ich, ich lasse den Zauberstäben auch mal eine Modernisierung zukommen. Und aus Jux und Dollerei habe ich dann eine Art Produktpräsentation daraus gemacht.

Feuer, Eis und Blitz
Feuer, Eis und Blitz

Jetzt bräuchten wir nur noch eine Wel, in der so etwas tatsächlich funktioniert. Aber das ist wohl wie mit den Nachbauten der Lichtschwerter aus Star Wars, irgendwie funktionieren die alle nicht so ganz.

Nachtrag: Noch mal mit anderem Text und Hintergrund. Ich kann mich nicht entscheiden, welche Variante besser ist (abgesehen von dem dämlichen Tippfehler in der grünen Variante):

Feuer, Eis und Blitz
Feuer, Eis und Blitz

Evolution: Die Natur erschließt Plastikmüll als Nahrungsquelle


Einige Bakterien haben eine Mutation erworben, die es ihnen ermöglicht, Plastik als Nahrung zu nutzen. Bei der Menge Plastik, die wir in den letzten 70 Jahren in die Umwelt verteilt haben, war das vermutlich unvermeidlich. Nahrung ist in der Natur immer eine hart umkämpfte Resource, und der erste, der Plastik nicht nur fressen, sondern auch verdauen kann hat damit einen enormen Vorteil – zumindest solange wir das Plastik praktisch kostenlos und in großer Menge zur Verfügung stellen (aus Sicht der Bakterien).

Die hier finden’s gut:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Verbessertes-Bakterien-Enzym-verdaut-Plastikflaschen-4026204.html

Er hier hat Sorgen:

http://www.danisch.de/blog/2018/04/17/andromeda/

Zitat: […] Sagt euch Agent Orange was? […]Wie wäre das, wenn man stattdessen Plastikbakterien versprüht, die sich dann vermehren und sämtliche Plastikteile lahmlegen, damit auch jede elektrische Isolierung? Damit könnte man ein Land wohl ebenso effektiv oder noch viel stärker lahmlegen als mit dem Cyberwar. Was, wenn ein Kernkraftwerk damit infiziert würde?

Es wird spannend. Nicht nur wegen der abgefressenen Isolierung der elektrischen Leitungen.

Update:

Hatte ich vergessen zu erwähnen: Die große Plastikmüllinsel im Pazifik.

https://en.wikipedia.org/wiki/Great_Pacific_garbage_patch

Frohes fressen, liebe Bakterien 🙂

Haupstädte sind Lokomotiven … für die meisten Länder


Heute gefunden:

Berlin ist die einzige Hauptstadt in Europa, die das Umland Geld kostet. Gäbe es Berlin von heute auf morgen nicht mehr, Deutschland hätte 0.2% des gesamten Bruttosozialproduktes eines Jahres mehr zu verteilen. Andere Länder könnten sich das plötzlich Verschwinden ihrer Hauptstadt nicht leisten. Das britische Bruttosozialprodukt würde ohne London um 11,2% sinken, das französische ohne Paris um 15%, dass Tschechische ohne Prag um 14,2% und das griechische ohne Athen um 19.9%. Europäische Hauptstädte generieren in der Regel einen Mehrwert für ihr Land, nur Berlin nicht. Berlin kostet Geld, es bringt keines.

Quelle: https://sciencefiles.org/2018/04/15/berlin-mietenwahnsinn-in-rudis-resterampe/

Deutschland war schon immer etwas anders im Herzen Europas bzw. da gibt es wohl mehr Probleme als nur einen fehlgeplanten Flughafen.

 

Lesetipp: Es fehlt am Positiven


Scheinbar bekommt einer meiner Lieblingsblogger vermehrt Zuschriften, dass er nur noch schlechtes über die Welt berichtet. Er antwortet darauf, dass sich ihm im Moment nur noch wenig positives zeigt, und alles was wichtig scheint, negativ ist:

http://www.danisch.de/blog/2018/04/08/nichts-positives/

Was mich jetzt aber fast umgehauen hat ist dieses:

http://www.danisch.de/blog/2018/04/08/und-wo-bleibt-das-positive-herr-kaestner/

Das Problem hatte schon mal jemand, und kein ganz unbekannter. Damals begannen kurz danach ganz schlechte Zeiten. Hoffen wir mal, dass es uns nicht auch so ergeht … ist Hoffnung das einzig Positive das uns noch bleibt?

Ich bin ja von Natur aus Pessimist und meist dazu noch depressiv. Aber abseits von Kunst, Kultur und auf der ganz anderen Seite, Fortschritte in der Forschung, hat auch für mich die Welt im Moment nicht viel positives zu bieten, und ich flüchte mal wieder in Fantasiewelten, sei es Grafik oder Rollenspiel.

Immerhin, es ist Frühling. Die vermutlich beste Jahreszeit für positive Gedanken.

Primeln
Primeln
Tulpen
Tulpen

Also, freuen wir uns an den kleinen Dingen, so lange der Ernst der Lage es uns noch erlaubt.

 

Narf und das Seemonster


So, es gibt eine kleine Fortsetzung über Narfs Abenteuer. Die Geschichte spielt kurz nach Narf’s Flug und wer wissen will, was es mit dem Katapult und dem See auf sich hat, kann dort nachlesen.

Narf und die Hechtsuppe
Narf und die Hechtsuppe

Die Tür zur Taverne öffnet sich mit einem leichten Quietschen und Narf kommt herein, triefend nass und mit einem relativ großen Hecht über der Schulter.

„Mama, da sind Monster im See!“ Anklagend zeigt er zuerst auf den Fisch und dann seinen Schwanz, „Als ich versucht habe, das Ufer zu erreichen hat dieser Monsterfisch ständig nach meinem Schwanz geschnappt!“

„Mein Schwanz ist kein Wurm zum Fressen“, erklärt er, wieder dem Hecht zugewandt, „Hörst du mich, du doofer Fisch?“

Er gibt dem Hecht einen leichten Schlag mit der Faust, seufzt, „Nee, der hört nix, Fische sind alle taub“, und kommt ein paar Schritte näher zum Tresen wo er den Fisch auf den Boden gleiten lässt, „Hast du ein besonders schmerzhaftes Rezept, um den Fisch zuzubereiten, Mama?“

Kira hinter dem Tresen ist zunächst sprachlos angesichts der Szene, und braucht einige Moment um sich zu fassen, „Ein besonders schmerzhaftes Rezept?“, zuerst schüttelt sie den Kopf bis es Ihr aufgeht, „Oh, du meinst für den Fisch, nicht für den Koch!“ Sie muss lachen angesichts von Narfs Ideenwelt.

 

Aber nach einem weiteren Moment wird Ihr Blick wieder streng, „Sag nicht, du hast die Nummer mit dem Katapult noch mal probiert!

Narf richtet sich auf und versucht so groß und heldenhaft zu wirken, wie es einem Zwergdrachen möglich ist, „Und diesmal hat es funktioniert! Ich habe es bis zum See geschafft!“, er schrumpft jedoch wieder bevor er fortfährt, „Ich hab‘ nur nie Glück mit den Landungen.“

Kira nickt, immer noch streng blickend, „Ich hoffe Du lernst das eines Tages, dass Deine Spezies nicht für’s Fliegen gemacht ist, auch wenn Du Flügel hast“, spricht und kommt um den Tresen herum, um den Hecht näher in Augenschein zu nehmen.

„Narfijunge, ich glaub mit den ganzen Schnitten von deinen Klauen ist der Fisch nicht mehr für viel zu gebrauchen“, sie pausiert für einen Moment und geht in Gedanken die Möglichkeiten durch, aus dem Fisch  doch noch etwas zu machen, „Vielleicht ein Ragout oder Hechtsuppe …“

Narf streckt dem Fisch die Zunge ‚raus, „Hörst Du? Du bist zu gar nix gut!“, bis es ihm aufgeht, „Ragout … dazu wird der Fisch in kleine Stücke geschnitten, nicht?“

Er versucht wieder größer zu wirken, „Das ist die richtige Strafe, dafür dass er in meinen Schwanz gebissen hat!“

Kira muss wieder lachen über seine Reaktion, „Narf, der Fisch ist tot, und was auch immer wir mit ihm kochen, es wird ihm jetzt reichlich egal sein.“

Sie betrachtet ihn mit einem leichten Grinsen, die Wasserpflanzen über seinem Rücken und den Flügelansätzen, die Beine schlammig hoch bis zu den Hüften, der Schwanz immer noch vom schmutzigen Seewasser tropfend, „Ich schätze Du wäschst Dich jetzt erst mal, und dann kommst Du mit einem Eimer mit sauberem Wasser und einem Putzlumpen und machst die Sauerei hier weg“, sie zeigt auf die Pfütze unter Narf und die Dreckspur vom Eingang her.

„Waschen?“ Protest klingt in Narfs Stimme mit, aber er gibt klein bei und seufzt, „Na gut“, und ist auf dem Weg zu der Treppe hoch zu den Wohnräumen als ihre Stimme ihn stoppt, „Und der Fisch kommt in die Küche. Es können jeden Moment Gäste kommen, es ist fast Mittag!“

Er zuckt mit den Schultern, „Auch gut“, kommt zurück, packt den Hecht an der Schwanzflosse und schleift ihn um den Tresen herum zur Küche, einen neue feuchte und leicht schleimige Spur hinterlassend.

Kira schaut ihm zu und ruft ihm nach als er in der Küche verschwunden ist, „Du weisst schon, das Du auch das wieder sauber machen wirst?“

Ein leicht klatschendes Geräusch ertönt von der Küche, „Doofer Fisch“, und Narf bestätigt etwas lauter , „Ja Mama, ich mach‘ das auch wieder sauber.“