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Nachtrag zum Garten


Im letzten Artikel zum Garten fehlten noch einige Fotos, die ich hier nachreichen will. Zuerst mal die Erdbeeren. Dieses Jahr jetzt von zwei auf drei Kübel aufgestockt, aber vermutlich reicht es immer noch nicht für einen Erdbeerkuchen – für Erdbeermüsli dafür umso mehr.

Erdbeerkolonie
Erdbeerkolonie

Mein Gartenboden ist zu kalkhaltig, und die Erdbeeren wachsen dort nu schlecht, deshalb habe ich sie nach dem ersten Jahr in die großen Kübel mit besserer Erde umgesetzt. Hier wuchern sie prächtig. Dazwischen werden dann im Sommer Tomaten wachsen, die Stangen zeigen schon mal wie die kleinen Tomaten gepflanzt sind, auch wenn man sie zwischen den Erdbeeren noch nicht sehen kann.

Erste Erdbeeren
Erste Erdbeeren

Die Meteorologen haben ermittelt, dass wir den wärmsten April seit Beginn der Aufzeichnungen (~1850) hatten. Das war schön für mich, da ich wärme liebe, aber auch die Erdbeeren freuen sich darüber und haben schon erstaunlich große Früchte angesetzt.

Rettiche waren der Totalausfall die letzten zwei Jahre. Ich bin nicht sicher warum … aber aufgeben wollte ich noch nicht und jetzt sieht es besser aus. Hier keimt eine Reihe junger Ostergruß-Rettiche. Ich hoffe, einige davon werden auch etwas.

Ostergruß
Ostergruß

Meine Nachbarin hatte zu viele Salatsetzlinge, und hat mir einige davon abgegeben. Leider ist das warme und sonnige Wetter gar nicht ideal um so zarte Pflänzchen zu versetzen, aber ich hoffe ich bekomme einige durch. Hinter dem Salat wächst Organo (links) und Schnittlauch (rechts).

Pflücksalat
Pflücksalat

Letztes Jahr sind die Blaubeeren in dem wuchernden Dschungel hier ziemlich untergegangen. Dieses Jahr habe ich die Kübel unterlegt, so dass sie über die Blumen herausragen. Die Zeit im Dschungel hat den Blaubeeren nicht gut getan, ich fürchte, dieses Jahr wird es keine Früchte geben. Wie auch die Erdbeeren, vertragen die Blaubeeren meinen Gartenboden nicht und müssen deshalb in Kübeln mit besserer Erde wachsen.

Blaubeeren
Blaubeeren

Und zuletzt, etwas versteckt und zu dieser Jahreszeit noch recht schattig, die Minze. Ich hoffe die entwickelt sich gut, ich würde ungern auf meinen Minztee im Sommer verzichten – frische Minze hat schon was für sich.

Minze
Minze

Der Kampf gegen das Unkraut hält an. Im Moment sieht es aus, als hätte ich an vielen Fronten gewonnen, aber das ist nur oberflächlich – ganz im Sinne des Wortes. Wurzeln und Samen im Boden warten nur auf eine Gelegenheit zur Gegenoffensive.

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Und den Garten gibt es auch noch …


Die letzten zwei Jahre fühlte ich mich oft überfordert mit dem Garten. Ganz besonders in der Zeit nachdem meine Mutter verstorben war, und all meine psychischen Probleme wieder aufgebrochen waren. Mit Müh und Not habe ich versucht, das Schlimmste zu verhindern, aber es war doch oft einfach zu viel.

Im Moment habe ich jetzt wieder einen ganz guten Zustand erreicht, aber ich muss zugeben, im Frühjahr wenn alles blüht und frisch gemäht ist das kein Kunststück. Viele der Probleme verstecken sich recht gut.

Zuerst mal einen Überblick über den schöneren Teil:

Garten vor dem Haus
Garten vor dem Haus

Äpfel und Birnen sollte es dieses Jahr wieder geben, nachdem das letzte Jahr wegen dem Frosteinbruch ein kompletter Ausfall gewesen war. Fast die ganze Zeit während Birne und Apfel die Blüten offen hatten war es warm und sonnig.

Apfelbaum
Apfelbaum

Als ich die Beerensträucher gepflanzt habe, war ich sehr eifrig und begeistert vom Garten. Im Moment mache ich mir eher Sorgen, wie ich die Ernte verwerten soll, wie viel Zeit das kostet. Essbares wegzuwerfen widerstrebt mir.

Hier der kleine Aronia-Busch. Die Beeren geben eine klasse Marmelade. Leider ist das der Busch, der am wenigsten wachsen will. Dieses Jahr werde ich wohl mit etwas Kunstdünger nachelfen.

Aronia
Aronia

Dann die Stachelbeeren. Eine mehltauresistente Sorte, aber nur der rechte ist wirklich frei davon, der linke hat jetzt bereits wieder Mehltau auf den jungen Beeren. Mehltau überwintert scheinbar auf befallen Pflanzen, das wird also spannend, ob ich den da jemals wieder ganz wegbekomme.

Stachelbeeren
Stachelbeeren

Außerdem habe ich beim Umgraben im Spätherbst den Liebstöckel erwischt. Der treibt zwar wieder aus der Restwurzel, sieht aber nicht richtig gut aus. Wie blöd kann man eigentlich sein? Grummel … (Im Bild zwischen den Stachelbeeren, mehr links. Rechts davon wuchert etwas Oregano)

Dann die Brombeeren. Das hier ist der ältere, größere Strauch aber der zweite wird da bald aufholen.

Brombeeren an der Rankhilfe
Brombeeren an der Rankhilfe

Die Blaubeeren habe ich glatt vergessen zu fotografieren. Sagen wir es mal so – sie leben noch, könnten aber besser dastehen.

Main Saatgut hat auch einer verhext. Vermutlich zu alt und falsch gelagert. Außer den Tomaten, Paprika und Knollensellerie wollte bislang nichts keimen, und jetzt ist es reichlich spät.

Tomaten
Tomaten
Knollensellerie
Knollensellerie

Das ist vermutlich aber gut so, weil ich mehr Zeit für den Kampf gegen das Unkraut brauche, und um die verwilderten Teile des Gartens zu sortieren. Z.B. diesen Teil:

Dschungel
Dschungel

Irgendwie sieht es immer noch vorzeigbar aus, aber ich komme da einfach nicht durch. Ich fürchte, wenn ich das wirklich was erreichen will muss ich den Teil umgraben und ganz neu anlegen. Das sind zu viele Unkrautwurzeln tief im Boden, und es ist schwer, die zwischen den Pflanzen zu entfernen, die ich erhalten möchte. Einen Teil hatte ich schon mal umgegraben, der war ruck-zuck wieder zugewuchert.

Hinter dem Haus werde ich einen Teil des alten Beetes zur Wiese werden lassen. Gemüse mag da im Schatten sowieso nicht recht wachsen. Im Sommer wenn der große Nussbaum des Nachbarn seine Blätter voll entwickelt hat, ist es dort noch Schattiger als jetzt.

Hinter dem Haus
Hinter dem Haus

Das wäre der Teil rechts von der Rasenmäherspur. Den Polsterphlox lasse ich jedoch erst mal abblühen. Ein Teil wird dann an eine andere Stelle verpflanzt. Der ist noch vom Vorbesitzer, und gehört eigentlich in die Sonne. Danach wird das dann Wiese.

Was gibt es sonst noch zu erzählen? Hier der Versuch, einen Busch Winterbohnenkraut vor dem übermächtigen Salbei zu retten.

Winterbohnenkraut und Salbei
Winterbohnenkraut und Salbei

Weiter vorne in dem Beet wächst auch noch Schnittlauch, der aber kurioserweise gegen eine Akelei am verlieren ist, die sich dort mitten in den Schnittlauch eingesät hat. Abrupfen hilft nicht viel, und die Wurzeln einer Akelei sind echte Erdanker. Sonst kenne ich Schnittlauch eher als den Gewinner gegen andere Pflanzen.

In dem Beet hat sich auch ein Silberblatt eingesät. Das passt da zwar nicht, aber ich lasse es jetzt mal. Das ist zweijährig, regelt sich also von alleine mit etwas Geduld.

Silberblatt
Silberblatt

Rechts sieht man auch etwas vom Schnittlauch …

Die Zitronenmelisse ist im anderen Beet am sprießen.

Zitronenmelisse
Zitronenmelisse

Eine Glockenblumehat beschlossen, direkt neben der Melisse zu keimen. Das wird auch wieder ein interessante Wettstreit. Ich mag die Glockenblumen sehr, aber sie wachsen praktisch nie da, wo ich sie gerne hätte. Ich muss also nehmen, was kommt.

Zuletzt noch der Blick vom Wohnzimmer auf den Flieder.

Flieder
Flieder

Der Flieder hatte schon eine schöne Form als ich eingezogen bin, und ich glaube es ist mir gelungen da – von der Aststruktur her – einen sehr schönen Fliederbusch zu entwickeln.

Pfefferminz gibt es noch, und Erdbeeren, aber von beiden habe ich gerade keine Fotos.

Mal sehen wie ich mit den Dschungel zurecht komme, mit meinen Kopfproblemen und wie ich Zeit für den Garten zwischen all den anderen Aktivitäten frei machen kann.