Archiv der Kategorie: Wissenschaft

Die Zwergplaneten werden Zahlreicher


Es wurde ein neuer transneptunischer Zwergplanet in der 500km-Klasse gefunden. „Farout“ – „Weitdraussen“:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Auf-der-Suche-nach-neuntem-Planeten-Fernstes-Objekt-im-Sonnensystem-gefunden-4254173.html

Wenn man diese Liste (https://de.wikipedia.org/wiki/Plutoid) nimmt, dann wäre das der 10. transneptunische Zwergplanet. Da draussen gibt es dann doch einige.

 

Wenn die KI ganz alleine Krieg führt …


Oft wird ja gespottet, dass künstliche Intelligenz eher künstliche Dummheit sei … dieses Video zeigt es sehr schön wie sich das auswirkt wenn man KI Krieg führen lässt.

Obwohl die Piloten tot sind, obwohl das Ziel längst zersört ist und alle Kommandostrukturen schon lange nicht mehr existieren, führen die Maschinen die Zerstörung weiter fort. Es wirkt fast gnädig, wenn das Material endlich zermürbt ist und der Krieg endet … weil es nichts mehr gibt, das Krieg führen könnte.

Hier noch das original auf Russisch:

Und dennoch forschen alle große Armeen dieser Welt daran, genau dies Wirklichkeit werden zu lassen.

Wohlgemerkt, dies ist nicht das übliche Szenario, wo die KI auf eigene Faust den Menschen den Krieg erklärt, hier waren Menschen die Befehlsgeber.

Un-Bildung


Neulich hatte ich es von den Hauptschulen in Bremen, aber scheinbar wird auch bei den Doktorarbeiten … durchgewunken?

http://www.danisch.de/blog/2018/03/24/die-witzdissertation-der-bahnvorstaendin-sabina-jeschke/

Ich hatte das so in Erinnerung, dass eine Diplomarbeit die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten nachweisen soll, und die Doktorarbeit dazu noch ein neuartiges Thema beackern muss, um zu zeigen, dass man die Wissenschaft auch voran bringen kann. Denn sonst wäre man nur ein besserer Archivar, der bestehendes Wissen zusammenträgt.

Hoffen wir mal, dass die von Bahnwesen mehr versteht als … oder, ne, ich glaub’s nicht wirklich. Bekannte von mir haben Verkehrswesen studiert … warum stellt man da nicht jemanden vom Fach ein?

Deutschland, quo vadis?

Klimawandel, wieder mal Fragen


Das Erdinnere ist heiß, teilweise glutflüssig, wie man an der Lava sehen kann, welche die Vulkane ausspucken. Auch Bergleute können berichten, dass die Temperatur steigt, je tiefer man gräbt, und tiefe Bohrungen ergaben das gleiche Ergebnis – zuminbest in dem von uns erfassbaren Bereich wird zum Erdmittelpunkt zu erst mal wärmer.

In der Literatur werden zwei Erklärungen genannt, einmal Restwärme aus der Entstehungszeit der Erde, und die Energie aus dem radioaktiven Zerfall schwerer, instabiler Isotope, z.B. natürlich vorkommendes Uran und Thorium.

Aus meinem Interesse für Science Fiction und Astronomie habe ich die Idee mitgenommen, dass Planeten wie die Erde ohne die Wärme von innen deutlich kälter wären. Ich habe versucht dazu eine Quantitative Aussage zu finden, also wie groß der Einfluss der Erwärem an der Oberflächentemperatur ist, konnte bislang aber nichts finden (vermutlich wieder mal zu Blöd zum googeln, wäre nicht das erste mal).

Eines ist jedoch sicher – die Wärme aus dem Erdinneren hat einen Einfluss.

Was mich jetzt interessiert, ist, wie groß ist der Einfluss, und welchen Schwankungen ist er unterworfen? Könnte die Erwärmung die wir als Klimawandel beschreiben, zum Teil aus dem Erdinneren kommen?

Gelogen behaupten, es gibt im Erdinneren Ströme flüssigen Magmas. Der Theorie nach transportieren diese Ströme Wärme aus dem Erdinneren nach oben. Strömt das immer gleich? Änderst sich das ab und zu? Wie schnell kann sich das ändern?

Strömungen sind oft recht stabil im Großen und Ganzen, aber dennoch immer wieder Schwankungen unterworfen. Das weiß man aus Beobachtungen der Atmosphäre, der Ozeane und der Sonne. Vermutlich gilt das auch für die Strömungen im Erdinneren.

vielleicht „heizt“ es seit 100 Jahren „von unten“ etwas besser als zuvor, und wir merken das jetzt langsam? Warum wird das nicht erforscht und diskutiert?

Grönlands Gletscher schmelzen z.B. auch von unten:

https://www.helmholtz.de/erde_und_umwelt/groenlands-eis-schmilzt-auch-von-unten-2/

D.h. die Erdwärme macht da mit, und zumindest für Grönland hat man das jetzt auch offiziell.

PS: Eine Quelle habe ich jetzt:

https://physics.stackexchange.com/questions/183235/how-much-heating-does-earth-inner-core-provide-to-the-surface

Dort wurde aus einer Publikation zitiert und geschätzt, dass es vermutlich 0,02% der Oberflächentemperatur sind, die von der Erdwärme abhängen.

Das passt zu der einen Beobachtung, dass die Erde seit Jahrmilliarden ihre innere Wärme behalten hat, aber es wundert mich schon, warum die Erdkruste besser isolieren soll als meine Thermoskanne …

 

Lesetipp: Über die Motivation von Wissenschaftlern, Irrtümer abzustreiten


Die ScienceFiles Redaktion hat sehr interessante Gedanken publiziert, warum Wissenschaftler immer wieder an Theorien festhalten, obwohl sich über die Zeit viele Hinweise angesammelt haben, dass die Theorie einer Korrektur bedarf:

https://sciencefiles.org/2018/03/14/heftige-kritik-an-klimaalarmisten-kritik-ernst-nehmen-nicht-unterdrucken/#comment-91940

Machterhalt. Bewahrung der Reputation.

Das sind so starke Motivatoren, das glaube ich sofort. Vielleicht müsste man noch Stolz und Kränkung mit dazu nehmen. Das kann für bestimmte Persönlichkeitstypen noch schwerer wiegen, als Macht und Reputation allein.

 

Lesetipp: Vernetzte Sinne


Ich bin gerade über einen recht interessanten Artikel gestolpert, welcher der Frage nachgeht wie Sinnesreize im Hirn verknüpft und verarbeitet werden. Angefangen von der Frage wie das Hirn eines früh erblindeten oder taub gewordenen Menschen es schafft, die jetzt brachliegenden Hirnareale wieder nutzbringend einzusetzen bis hin zu der erstaunlichen Erkenntnis dass Mäusehirne z.B. sehr schnell die Sehschärfe verbessern können, wenn die Maus nichts mehr hört.

Die Nervenbahn von der Hör- in die Sehrinde endet bevorzugt auf hemmenden Neuronen. Wenn nun die Hörrinde nicht mehr angeregt wird, hemmt sie auch die Sehrinde weniger stark. So fährt diese in Minutenschnelle ihre Aktivität hoch und verbessert die Verarbeitung.

https://www.heise.de/tp/features/Ruhe-Ich-seh-nichts-3963515.html

Zeigt auch wieder – Großraumbüro ist schlecht, weil der Lärmpegel nicht nur direkt ablenkt, sondern auch alle anderen Sinne hemmt.

Den Titel des Artikels sollte man sich merken, denk ich, „Ruhe! Ich seh‘ nichts!

Japanische Forscher setzten ihre Probanden kürzlich vor eine Art Sehtest und ermittelten die Anzahl korrekter Antworten bei Stille im Vergleich zu weißem Rauschen unterschiedlicher (aber stets milder) Lautstärke (45 bis 65dB). Schon das leise Rauschen genügte, um die Leistung messbar um etwa zehn Prozent zu verschlechtern.

Fastfood ist schlecht, aber zu wenig Info im Bericht


Fastfood – genauer, fett und kalorienreiche Ernhährung –  schaltet das Immunsystem scheinbar dauerhaft in einen aggressiveren Modus, der Entzündungen und in der Folge die Entwicklung von Ablagerungen in den Blutgefäßen sowie Diabetes begünstigt:

https://www.uni-bonn.de/neues/010-2018

Das in der Studie identifizierte Inflammasom wird durch bestimmte Nahrungsmittel-Inhaltsstoffe aktiviert.

Aha. Schön. Leider konnte ich bislang keine Quelle finden, welche Nahrungsmittel-Inhaltsstoffe das konkret sind, ausser der etwas allgemeinen Aussage „Fett, Salz und Kohlenhydrate“, die im Prinzip in allen Nahrungsmitteln enthalten sind, und in dieser Allgemeinheit nicht vermieden werden können, wenn man sich nicht nur von Proteinpulver, Vitamin- und Mineralstofftabletten ernähren will.

Schön wäre auch gewesen, etwas dazu zu erfahren, inwiefern entzündungshemmende Nahrunsmittel wie z.B. Kamillentee hier gegensteuern können.

Was die Blutgefäße angeht, wird auch nur die Arteriosklerose erwähnt, mit dem Risiko für das Herz. Aber die neue Volksseuche Alzheimer geht auch mit Ablagerungen in den Blutgefäßen einher. Besteht da ein Zusammenhang? Haben wir jetzt so viele Alzeheimer-Fälle, weil sich die Leute ungünstig ernährt haben? Dazu findet man auch wieder nichts.

Irgenwie finde ich das jetzt fast als Null-Information. Es gibt einen Effekt, der ist anscheinend gefährlich und unumkehrbar. Schön. Schon bei den Auslösern des Effekts wird die Informationslage aber sehr dünn, „bestimmte Nahrungsmittel-Inhaltsstoffe“, das reicht einfach nicht um daraus irgendwelche Handlungen oder Maßnahmen abzuleiten. Auch nichts zu möglichen Gegenmaßnahmen oder Nahrungsmitteln die den Effekt dämpfen können wenn er erst mal eingetreten ist – gerade bei Pflanzen finden sich einige, die Entzündungshemmend wirken können. Sport in Maßen hat ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung, wenn ich mich richtig erinnere.

So wird Panik gemacht – man findet einen schlimmen Effekt, erzählt das den Leuten, gibt aber weder Hinweise wie man es vermeiden kann, noch was man tun kann wenn es passiert ist. Angst wird geschürt, aber keine Lösungen werden gezeigt. Dabei wäre das jetzt die eigentlich wichtige Information, denn falsch ernährt haben wir uns vermutlich zumindest zeitweise alle schon mal, und damit leiden wir vermutlich auch alle bereits an dem Effekt. Somit kommt die Warnung zu spät, und zu wenig präzise ist sie auch, um den wenigen, die das Problem noch nicht haben, als Handlungsanleitung zu dienen. Auch vegetarische und vegane Ernährung kann durchaus ebenfalls fett- und kalorienreich sein. Bratkartoffeln in Olivenöl gebacken sind voll vegan, aber eben auch fett und kalorienreich.