Teufel, Weihwasser und Star Wars


Bislang hatte ich Star Wars immer gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Allerdings wollte ich gerne mal wieder an einem länger laufenden Rollenspiel teilnehmen und das einzige „Angebot“ war im Star Wars Universum platziert. Also habe ich gedacht, guckst Du mal was es auf Youtube so gibt, um ein bischen was zu wissen wenn ich da mitmache. Unterhaltsam, aber vieles, vieles, was ich da gesehen habe hat den Ingenieur in mir arg gestört, und nicht nur den Ingenieur.

In den „Clone Wars“ Folgen gibt es eine Droidenarmee. Die sind zwar bescheuert doof und als Kampfroboter meiner Meinung nach mehrheitlich komplette Fehlkonstruktionen, aber eine der Konstruktionen hat mich dann doch gereizt. Ich konnte es nicht lassen und habe eine verbesserte Version samt Produktpräsentation gebastelt:

Hailstormer HLST-07 Missile Droid
Hailstormer HLST-07 Missile Droid

Ich denke immer noch, dass solche zweirädrigen Konstruktionen große Probleme beim Beschleunigen und Bremsen haben (-> Fehlkonstruktion), ästhetisch reizvoll ist die Bauform allerdings.

Immerhin hat meine Konstruktion jetzt schwenkbare Raketenwerfer und muss nicht stur auf den Feind zuhalten, was für einen Fernkämpfer blödsinnig ist, sondern kann auch parallel zur Frontline fahren und trotzdem schießen. Durch die Bewegung seitlich im Vergleich zum Feind ist der Droide selbst auch schwerer zu treffen.

Das Periskop war mehr eine Laune meinerseits, das Argument, dass der Droide damit weiter sieht und Ziele in der Ferne besser anvisieren kann, bleibt jedoch. Es gilt vor allem, wenn der Droide sich seitwärts zur Frontline bewegt und der starre Körperbau sonst keinen Blick zur Seite erlaubt.

Und zuletzt etwas, was ich an den originalen Droiden nie verstanden habe – die sind struntzdumm (das ist bei mobiler KI verständlich), aber warum kam keiner auf die Idee, eine leistungsfähigere KI in einem Kommandozentrum hinter der Front per verschlüsselter Funkverbindung die Droiden zu steuern oder wenigstens zu unterstützen? Also habe ich meiner Version mal eine Antenne für diesen Zweck spendiert.

Was mich auch wundert ist, warum solche Konstruktionen in Star Wars „droid“ genannt werden. Meines Wissens nach ist das die Kurzform von Android, das kommt aus dem griechischen und meint grob, geformt wie ein Mensch.

Wikipedia: „Androide […] ist die Bezeichnung für ein Maschinenwesen bzw. einen Roboter, der einem Menschen täuschend ähnlich sieht und sich menschenähnlich verhält.“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Androide

Der „Hailfire Droid„, der hier Vorbild stand ist weder geformt wie ein Mensch noch verhält er sich wie einer.

Star Wars ist unterhaltsam, genauer nachdenken darf man darüber aber nicht …

PS: Wen das Wortspiel im Text von wegen „Techno Union“, und „Rave Society Heavy Technologies“ wundert, der guckt mal hier, https://www.youtube.com/watch?v=s4lyelymLac

Reparaturplattform Final


Als letzten Schritt für die Reparaturplattform wollte ich noch einige Astronauten auf dem Landedeck. Da sie im Originalmaßstab sehr klein sind, dachte ich, ein ganz einfaches Modell sollte reichen, aber dann wurde es doch etwas detaillierter.

Astrounautendummy
Astrounautendummy

Hier dann die endgültige Fassung. Die Astronauten sind volle zwei Pixel groß! Gratulation, wer sie ohne Lupe findet 😉

Reparaturplattform v2.5
Reparaturplattform v2.5

Aber immerhin, es gibt jetzt auch einige Techniker und Ingenieure dort, falls einer der Roboter mit seiner KI nicht weiter kommt.

Im Moment fehlen mir jetzt sowohl Motivation als auch Ideen für weitere Arbeiten an der Plattform, vermutlich versuche ich mich erst einmal an etwas anderem.

Un-Bildung


Neulich hatte ich es von den Hauptschulen in Bremen, aber scheinbar wird auch bei den Doktorarbeiten … durchgewunken?

http://www.danisch.de/blog/2018/03/24/die-witzdissertation-der-bahnvorstaendin-sabina-jeschke/

Ich hatte das so in Erinnerung, dass eine Diplomarbeit die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten nachweisen soll, und die Doktorarbeit dazu noch ein neuartiges Thema beackern muss, um zu zeigen, dass man die Wissenschaft auch voran bringen kann. Denn sonst wäre man nur ein besserer Archivar, der bestehendes Wissen zusammenträgt.

Hoffen wir mal, dass die von Bahnwesen mehr versteht als … oder, ne, ich glaub’s nicht wirklich. Bekannte von mir haben Verkehrswesen studiert … warum stellt man da nicht jemanden vom Fach ein?

Deutschland, quo vadis?

Fortschritte an der Reparaturplattform


Ein Trupp Reparaturroboter hat das Landedeck erreicht und Position vor den Stapeln mit neuen Panzerplatten für die Schiffshülle eingenommen.

Reparaturplattform für Raumschiffe
Reparaturplattform für Raumschiffe

Es fehlt aber immer noch an „Lebendigkeit“. Das wirkt alles viel zu statisch.

Nachtrag: Reparaturroboter in Großaufnahme. Die Greifer habe ich mir bislang gespart, da man sie in der Originalgröße nicht erkennen kann.

Reparaturroboter
Reparaturroboter

Deutschlands Rohstoff ist Erfindergeist und Schaffenskraft


Irgendwann in der Schule wurde mir erklärt, dass Deutschland keine nennenswerten Bodenschätze oder andere Rohstoffe hat, die man gewinnbringend verkaufen könnte, und dass es unsere einzige Chance ist, gute Produkte herzustellen, die wir teurer verkaufen können, als die Rohstoffe, die zur Produktion notwendig sind (und die wir Mangels eigener Rohstoffe oft importieren müssen).

Da es beim Verkauf von Produkten einen inzwischen weltweiten Wettbewerb gibt, hat man zwei Möglichkeiten: man kann billiger anbieten als die Mitbewerber, oder so gute Produkte anbieten, dass es praktische keine Mitbewerber mehr gibt.

Billig zu produzieren funktioniert in Deutschland zwar seit Harz IV erstaunlich gut, aber mein Lehrer war damals eher der Meinung, unsere Entscheidung sollte auf höchstklassige Produkte lauten, der Ramschmarkt gibt einfach nicht genug her. Ich stimme ihm hier voll zu, und damit komme ich jetzt zum eigentlichen Thema.

Um hochwertige Produkte zu fertigen, höherwertige als die Mitbewerber, braucht man gut ausgebildete Leute. Egal, ob Designer, Techniker oder Entwickler, ohne gute Ausbildung, ohne das Hirn, hat Deutschland eben nichts, was andere Länder nicht auch hätten. „Billig“ können die anderen auch.

Und nun lese ich das hier:

https://sciencefiles.org/2018/03/21/systematische-zerstorung-fluchtlinge-bekommen-in-bremen-den-hauptschulabschluss-geschenkt/

Scheinbar hat man die Schulbildung zumindest in Bremen jetzt aufgegeben. Es geht nicht mehr darum, Ziele zu erreichen, sondern nur noch darum, das, was da ist, einzuteilen. Das ist aber nicht der Sinn der Schule. Die soll Schüler fit machen für das Leben, und dazu gehört eben auch das Arbeitsleben. Auch ein einfacher Handwerker braucht Mathe und Deutsch, der muss auch mal ausrechnen wie viel Material er für eine Aufgabe braucht, muss mal einen Brief schreiben oder etwas Lesen.

Meine Prognose: So wird das nichts mit der Zukunft von Deutschland. Wir brauchen richtig gute Leute, einige ganz in der Spitze, als Erfinder und Treiber neuer Entwicklungen, aber auch in der Breite, denn die Qualität der Produkte hängt an jedem einzelnen Arbeiter. Wie oben gesagt, billig können viele.  Da gehen wir über kurz oder lang unter.

PS: Gilt analog auch für Dienstleistungen.

 

Raumschiffs-Reparaturplattform


Diese Szene hat das Potential mich vor Frust in die Tischplatte beißen zu lassen. Das Feintuning der Beleuchtung ist extrem zeitaufwendig, und die schnelle Vorschau lügt und führt in die irre.

Reparaturplattform
Reparaturplattform

Generell bin ich jedoch mit dem Fortschritt zufrieden. Das hat das Potenzial, meine bislang beste Raumschiffsszene zu werden.

Auch wenn es hier so aussehen mag, die Roboter machen nicht die Löcher. Die versuchen, den Rand der Löcher mit Lasern gerade zu schneiden, damit neue Platten eingesetzt und angeschweißt werden können. Einige Plattenstapel liegen bereits auf dem Oberdeck der Plattform bereit und weitere sind in der offenen Ladebucht zu sehen.

Halbzeit


Jetzt sind es fast 20 Jahre, dass ich im Erwerbsleben stehe.

Bis zu Rente sind es noch mal 20 Jahre.

… und in immer mehr Foren im Internet zähle ich inzwischen zu den „Alten“. Aber nicht was die Dauer der Mitgliedschaft angeht, sondern die Anzahl der Lebensjahre. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich von der Rente nicht mehr viel haben werde. Also nicht nur was die Höhe der Rentenzahlung angeht, sondern auch die Anzahl Lebensjahre in denen ich noch fit genug bin, um tatsächlich etwas mit dem Geld anzufangen.

 

Narfs Flug


Eigentlich würde ich gerne öfter an ein paar Geschichten schreiben, aber entweder sind es Tage an denen ich einfach einen kreativen Durchhänger habe oder ich arbeite an Grafiken. Letzte Woche bin ich dann aber tatsächlich dazugekommen, eine ältere Idee für eine Geschichte zu Papier (oder muss ich sagen, zu Elektronen?) zu bringen.

Narfs Flug

 

Narf
Narf

 

Die Morgensonne sendet ihre Strahlen über das Land, und Narf liegt an seinem Lieblingplatz, dem alten Baumstamm hinter der Taverne. Die Flügel gespreizt, um möglichst viel der wohltuenden Sonnenwärme nach der kalten Nacht einzufangen, kommt ihm der alte Wunsch wieder in den Sinn.

„Fliegen … wenn die Flügel doch nur zum Fliegen taugen würden“, er seufzt, sein Kopf ruht auf dem Holz während er das ungerechte Schicksal beklagt, dass seine Flügel einfach zu klein waren, um ihn vom Boden zu heben.

Er schlägt testweise ein paar mal mit den Flügeln, spreizt sie aber bald wieder, der Wärme wegen, seufzt erneut und schält mit einer scharfen Kralle etwas lose Rinde vom Stamm, in der vagen Hoffnung drunter ein paar schmackhafte Insekten zu finden, als ihm eine Idee kommt, „Das Katapult!“

Nur ein paar Tage zuvor hatten die Stadtwachen ihre neueste Errungenschaft präsentiert, eine Maschine, die Steine hunderte Meter weit schleudern konnte, aber bislang war Narfs Interesse daran nicht besonders groß gewesen, es gab eigentlich niemanden, gegen den die Stadt hätte verteidigt werden müssen. Das Ding schien mehr Angeberei der Stadtwachen zu sein. Aber! Es liess selbst Steine fliegen!

Eilig faltet er seine Flügel rennt zur Hintertür der Taverne und durch den Gastraum, winkt kurz zu Kira hinter dem Tresen, „Guten Morgen, Mama! Ich bin bald wieder da!“, und zur Vordertür hinaus, bevor sie etwas erwidern kann.

Flotte schritte tragen ihn bis zur Wache, auf dem Vorplatz das Kapapult und eine Gruppe Wachleute, die sich unterhalten. Er hält inne, betrachtet das Katapult, nicht ganz sicher wie er sein Anliegen erklären soll, als einer aus der Gruppe der Wachleute auf ihn aufmerksam wird und ruft, „He, du da! Was hängst du da rum?“

Narf läuft auf die Gruppe der Wachleute zu und deutet auf das Katapult, „Könnt ihr mich damit fliegen lassen?“

Gelächter ist die Antwort, aber der Hauptmann nickt, mit einem gut gespielten ernsthaften Gesichtsausdruck, nur das Zucken der Mundwinkel verrät, dass er ebenfalls am liebsten laut loslachen würde.

„Aber sicher können wir das! Wo soll’s den hingehen?“, seine Worte begleitet vom Lachen seiner Männer, die eine Chance wittern, diesmal Narf etwas zurückzugeben für seine vielen Streiche und Ideen, mit denen er sonst die Nachbarschaft unsicher machte.

Narf zögert kurz, entscheidet sich dann für die sichere Variante, ungute Erinnerungen an gescheiterte Flugversuche und schmerzhafte Landungen noch recht frisch im Gedächtnis, „Reicht das Katapult bis zum See am Stadtrand?“

Der Hauptmann nickt, „Das reicht sogar noch weiter.“

Er schaut kurz zu seinen Leuten, „Ok, macht das Katapult klar, wir machen eine Übung!“, bückt sich und hebt Narf am Schwanz hoch, sein Gewicht abschätzend, und ruft nach hinten, „Gute 30 Pfund!“, setzt Narf wieder ab, als die Antwort kommt, „Jawohl, 30 Pfund Schussgewicht!“, und eine der Wachen justiert die Feder des Katapults neu.

Narf richtet sich zu seiner ganzen Größe auf, 3 Fuß, mit noch mal 2 Fuß empört schwingendem Drachenschwanz. Den Zeigefinger anklagend nach oben gerichtet lässt er den Hauptmann wissen, „Mein Schwanz ist kein Handgriff zum Hochheben!“, aber der Hauptmann schaut ihn nur kurz abschätzend an, „Drache oder Memme?“

Narf holt kurz Luft und erklärt dann entschieden, „Drache!“, fügt hinzu, etwas leiser, „Zwergdrache … aber dennoch!“, sein Zeigefinger rotiert unter der Nase des Hauptmanns, um seinen Protest zu unterstreichen.

Die Wachen haben das Katapult inzwischen vorbereitet, und einer ruft Narf zu, „He Burschi! Setz dich, wir sind bereit zum Schuss!“

Narf hüpft begeistert auf der Stelle, die rauhe Behandlung durch den Hauptmann schon vergessen, „Juhuu, ich werde fliegen!“, und klettert eilig in den Korb am Ende des Katapultarms, zögert noch mal kurz, „Das klappt, mit dem See, ja?“

Eine der Wachen nickt bestätigend, „Kein Problem. Das wird der Pflatscher des Jahrzehnts!“

Narf beschließt, den letzen Kommentar zu ignorieren und bringt sich in Position, die Nase zum Himmel, die kleinen Flügel gepfeilt, „Fertig zum Flug!“

Der Hauptmann nickt seinen Leuten zu, „Achtung!“, und beginnt zu zählen, „Drei! Zwo! Eins! … uuuund … Schuss!“

Der Schuss lässt das Katapult erbeben, und die Wachleute schauen Narf hinterher wie seine Silhouette im Himmel kleiner wird, einer fragt, „Kann Narf eigentlich schwimmen?“, ein anderen zuckt mit den Schultern, „Wäre nicht schlecht für ihn. Aber der See war seine Idee.“

Der Fahrtwind bläst um Narfs Nase und zerrt an seinen Flügeln, während es ihn in den Himmel hebt, er jubelt, „Ich fliege! Ich flieeeeeege!“

Die Stadt schrumpft unter ihm und der See kommt in Sicht, eine strohgedeckte Scheune das letzte Gebäude vor dem See.

Narf versucht mit den Armen und Flügeln zu lenken, um den See auch nicht zu verpassen, während sich seine Flugbahn langsam wieder senkt und die Scheune mit ihrem Strohdach immer weiter vor ihm aufwächst. Seine Augen werden größer als er feststellt, dass alles Strampeln und Wedeln nicht hilft, die Scheune ist zu hoch! Und unaufhaltsam kommt das Dach näher und beginnt sein Sichtfeld zu füllen, ein Schrei der Verzweiflung entfährt ihm, „Neeeeiiiiiinnn!“

—-

Kira spült einige Gläser und wundert sich noch immer etwas, was Narf so eilig zu erledigen hatte, als sich die Tür zur Taverne öffnet und ein kräftig gebauter Mann hindurchtritt, mit Narf über der Schulter, sicher von seinem Arm gehalten. Der Bauer nickt kurz in Narfs Richtung, „Das ist euerer, glaube ich?“

Nicht ganz sicher was sie von der Situation halten soll, nickt Kira langsam, „Ja, wir kümmern uns um ihn, er hat keine Familie mehr.“

Der Farmer schreitet näher, „Der Kleine kam gerade durch mein Scheunendach gekracht und hat auf dem Dachboden ein ganz schönes Chaos hinterlassen.“

Narf versucht zu protestieren, „Ich wollte zum See! Zum See! Und deine doofe Scheune war da voll im Weg! Aua!“

Ein Klaps des Farmers auf seinen Hintern unterbricht seinen Wortschwall, „Du bist jetzt erst mal ruhig!“ Er setzt Narf auf die Theke vor Kira, „Überaschend lebendig der Kleine, nach dem Crash, das muss ich sagen“, aber Narf beginnt umgehend zu jammern, „Aua! Vorsicht! Ich habe mir die Knie angehauen! Und die Ellenbogen. Und ….“, anklagend zeigt er auf einige Schuppen, „Da! Total zerkratze Schuppen.“

Kira schaut ihn kurz an, mit einem säuerlichen Gesichtsausdruck, „Schwer verwundet, ich seh’s. Aber wie ich dich kenne, bist Du morgen wieder fit.“

Mit einem Seufzen wendet sie sich an den Bauern, „Viel Geld haben wir nicht um den Schaden am Dach zu bezahlen“.

Der Bauer pocht ein paar mal mit einem Finger auf die Theke, „Das Dach und den Hausrat …“, nur um von Narf unterbrochen zu werden, „Hausrat nennst Du das? Der ganze Müll der da rumstand und wo man unmöglich dazwischen Landen kann?“, er schaut zu Kira, „Müll in Mengen, ich sag’s dir! Der ganze Dachboden voller …“, er verstummt als der Zeigefinger des Bauern seine Nase trifft, „Hausrat und Familienerbstücke, Du Möchtegerndrachenburschi!“

Narf lässt sich flach auf die Theke fallen, die Flügel zu den Seiten herunterhängend, „Ich wollte doch nur fliegen …“

Kira füllt einen Maßkrug mit Bier während sie nachdenkt, schiebt einen Bierdeckel zurecht und setzt den Krug auf den Bierdeckel als eine kleine Wiedergutmachung für den Bauern, „Auf’s Haus.“

Sie schaut den Bauern an, „Kann Narf die Schulden bei dir abarbeiten? Das sollte ihn auf bessere Gedanken bringen“, lacht aber ein bischen hilflos, als ihr in den Sinn kommt was Narf alles schon angestellt hatte, „Naja, man kann ja noch hoffen.“

Der Bauer nickt, „Er kann das Dach flicken und den Dachboden aufräumen“, wird aber von fast sofortigem Protest von Narf unterbrochen, „Was? Den ganzen Müll da soll ich jetzt auch noch auf…“, diesmal ist es ein Klaps von Kira der ihn still sein lässt, „Ja, Du räumst da auf“, und der Bauer fährt fort, „Und ich brauche jemanden, der die Gänse hütet. Mein Sohn wurde zu oft gebissen und will jetzt nicht mehr.“

Narf setzt sich umgehend wieder auf, „Was? Bissige Kampfgänse hüten? Die sind ja fast so groß wie ich!“

Kira lacht über seine Reaktion und tätschelt seine Schultern, „Du hast den Crash mit der Scheune überstanden, da können ein paar Gänse so schlimm nicht sein, oder?“, sie denkt kurz nach, „Wie hast Du es überhaupt geschafft so hoch zu fliegen? Bislang bist du doch kaum vom Boden hochgekommen? Nein, sag nichts, ich denke, ich will das gar nicht wissen …“

Sie nickt dem Farmer zu, „Ich schicke Narf dann morgen früh zu dir, damit er mit dem Aufräumen anfangen kann“.

Narf schaut hoch, „Echt jetzt, Mamma?“, und sie nickt, „Echt jetzt. Ich glaube das tut dir ganz gut.“

Narf seufzt und lässt sich wieder auf die Theke sinken, der Farmer hebt den Bierkrug und nimmt eine großen Schluck, „Zwei Wochen Gänsehüten sollten in Ordnung sein, denke ich, als Ausgleich für den Schaden.“

Klimawandel, wieder mal Fragen


Das Erdinnere ist heiß, teilweise glutflüssig, wie man an der Lava sehen kann, welche die Vulkane ausspucken. Auch Bergleute können berichten, dass die Temperatur steigt, je tiefer man gräbt, und tiefe Bohrungen ergaben das gleiche Ergebnis – zuminbest in dem von uns erfassbaren Bereich wird zum Erdmittelpunkt zu erst mal wärmer.

In der Literatur werden zwei Erklärungen genannt, einmal Restwärme aus der Entstehungszeit der Erde, und die Energie aus dem radioaktiven Zerfall schwerer, instabiler Isotope, z.B. natürlich vorkommendes Uran und Thorium.

Aus meinem Interesse für Science Fiction und Astronomie habe ich die Idee mitgenommen, dass Planeten wie die Erde ohne die Wärme von innen deutlich kälter wären. Ich habe versucht dazu eine Quantitative Aussage zu finden, also wie groß der Einfluss der Erwärem an der Oberflächentemperatur ist, konnte bislang aber nichts finden (vermutlich wieder mal zu Blöd zum googeln, wäre nicht das erste mal).

Eines ist jedoch sicher – die Wärme aus dem Erdinneren hat einen Einfluss.

Was mich jetzt interessiert, ist, wie groß ist der Einfluss, und welchen Schwankungen ist er unterworfen? Könnte die Erwärmung die wir als Klimawandel beschreiben, zum Teil aus dem Erdinneren kommen?

Gelogen behaupten, es gibt im Erdinneren Ströme flüssigen Magmas. Der Theorie nach transportieren diese Ströme Wärme aus dem Erdinneren nach oben. Strömt das immer gleich? Änderst sich das ab und zu? Wie schnell kann sich das ändern?

Strömungen sind oft recht stabil im Großen und Ganzen, aber dennoch immer wieder Schwankungen unterworfen. Das weiß man aus Beobachtungen der Atmosphäre, der Ozeane und der Sonne. Vermutlich gilt das auch für die Strömungen im Erdinneren.

vielleicht „heizt“ es seit 100 Jahren „von unten“ etwas besser als zuvor, und wir merken das jetzt langsam? Warum wird das nicht erforscht und diskutiert?

Grönlands Gletscher schmelzen z.B. auch von unten:

https://www.helmholtz.de/erde_und_umwelt/groenlands-eis-schmilzt-auch-von-unten-2/

D.h. die Erdwärme macht da mit, und zumindest für Grönland hat man das jetzt auch offiziell.

PS: Eine Quelle habe ich jetzt:

https://physics.stackexchange.com/questions/183235/how-much-heating-does-earth-inner-core-provide-to-the-surface

Dort wurde aus einer Publikation zitiert und geschätzt, dass es vermutlich 0,02% der Oberflächentemperatur sind, die von der Erdwärme abhängen.

Das passt zu der einen Beobachtung, dass die Erde seit Jahrmilliarden ihre innere Wärme behalten hat, aber es wundert mich schon, warum die Erdkruste besser isolieren soll als meine Thermoskanne …

 

Lesetipp: Über die Motivation von Wissenschaftlern, Irrtümer abzustreiten


Die ScienceFiles Redaktion hat sehr interessante Gedanken publiziert, warum Wissenschaftler immer wieder an Theorien festhalten, obwohl sich über die Zeit viele Hinweise angesammelt haben, dass die Theorie einer Korrektur bedarf:

https://sciencefiles.org/2018/03/14/heftige-kritik-an-klimaalarmisten-kritik-ernst-nehmen-nicht-unterdrucken/#comment-91940

Machterhalt. Bewahrung der Reputation.

Das sind so starke Motivatoren, das glaube ich sofort. Vielleicht müsste man noch Stolz und Kränkung mit dazu nehmen. Das kann für bestimmte Persönlichkeitstypen noch schwerer wiegen, als Macht und Reputation allein.