Archiv der Kategorie: Soziales und Politik

Geschichte …


Langsam weiss ich auch nicht mehr, was ich glaiben soll …

https://www.heise.de/tp/features/70-Jahre-BRD-alles-andere-als-friedliche-Anfaenge-4432017.html

Bislang dachte ich, dieses „D ist nur eine Kolonie der USA“ sei ein zwar kritischer, aber nicht unbedingt wahrheitgetreuer Kommentar.

Selbstfahrende Autos könnten dem Halter auch weglaufen


Hadmut Danisch hat hier einen sehr interessanten Gedanken geäußert:

Was heißt überhaupt „gestohlen”? Was ist, wenn das Auto per Malware einfach selbst mal auf die Idee kommt, zusammen mit anderen Autos eine Spritztour nach Polen zu machen? Und gleich dort zu bleiben, weil’s dort so schön ist?

Quelle: http://www.danisch.de/blog/2019/01/26/wie-naive-juristen-die-digitalisierung-erwuergen/

Der Artikel geht hauptsächlich um juristische Probleme, aber ich muss sagen, so autonome Autos haben hier ein ganz eigenes Problem. Die juristische Frage, was man tun soll wenn ein Auto ohne Fahrer beim „illegalen“ Grenzübertritt „verhaftet“ wird ist jedoch auch interessant.

Lesetipp – Wenn der Feind den Zugverkehr stoppt


Die Verkehrsbetriebe in den USA kaufen wohl vermehrt chinesische Züge:

https://www.heise.de/tp/features/USA-Angst-vor-chinesischen-Schienenfahrzeugen-4285986.html

Und jetzt haben sie Angst, dass die Züge verwanzt sein könnten, oder gar ferngesteuert angehalten werden könnten. Z.B. als Druckmittel in Verhandlungen oder wenn China meint sich gegen US Aggressionen wehren zu müssen.

Schöne neue Welt. Der Cyberwar und die Paranoia die mit ihm kommen.

Zudem – die USA mit ihren vielen Geheimdiensten müssten doch solche Züge prüfen und ggf. entwanzen können?

Nachtrag: Der Artikel ist wohl nur die halbe Wahrheit. In den Leserkommentaren dazu finden sich etliche Anmerkungen, dass es immer noch Zughersteller in den USA gibt (wenn auch oft in der Hand ausländischer Firmen) , und auch die chinesischen Züge in Werken in den USA produziert werden, weil der Transport über den Ozean plus die Importzölle zu teuer wären.

Propaganda? Ich bleibe bei Paranoia.

Lesetipp – Spione zu Hause und Unterwegs


Ein recht sachlicher und anschaulicher Artikel über Dinge, die man früher als Abhörgeräte und Wanzen bezeichnet hätte:

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bildungsforscher-gerd-gigerenzer-deutschland-wird-eine-ueberwachungsgesellschaft/23855396.html

Dass man mit den gehackten Kühlschrank ein Atomkraftwerk angreifen kann, hoffe ich jetzt mal nicht. Da müsste dann schon einiges arg schlecht entworfen worden sein – auf Seite des Atomkraftwerks. Sicherheitsrelevante Steuerungen sollten keine Verbindung zum Internet haben. Vor nicht allzu langer Zeit wurde mir sogar gesagt, dass solche Steuerungen gar nicht per Software implementiert sind, sondern als Hardware (= der gute alte elektromechanische Automat, ganz ohne CPU und Firmware), weil Software zu schlecht prüfbar ist, und als Risiko galt.

Aber es gab ja auch schon Berichte, dass sich moderne Autos gegen den Willen des Fahrers fernsteuern lassen. Oder dass ein als Scherzkeks getarnter Hacker die Pumpen eines amerikanischen Wasserwerks so oft aus- und wieder eingeschaltet hat, bis sie kaputt waren. Diese großen Pumpen sind für Dauerbetrieb ausgelegt und nehmen solche Aktionen übel. Das gehört alles nicht ans Internet.

Feinstaub ganz ohne Autos


In Oldenburg wurden von einer Station an einer für Autos gesperrten Straße überhöhte Feinstaubkonzentrationen gemessen:

https://www.focus.de/auto/news/abgas-skandal/diesel-fahrverbote-stickoxid-messstation-misst-grenzwert-ueberschreitung-obwohl-strasse-fuer-autos-gesperrt-war_id_9796922.html

Üblicherweise würde dieser Messwert den Autos zugerechnet, da die Station an einer Strasse steht. Der Feinstaub stammt aber wohl aus einer anderen Quelle.

„Wer misst misst Misst“ – abgesehen von Messfehlern und so wurde hier nicht mal die richtige Quelle gemessen. Und aus solchen Messungen werden Fahrverbote abgleitet?

 

Skripal, Beweise, Laienregierung


Hadmut Danisch spricht gerne von „Laienregierung“, wenn er unsere Regierung meint. Dieser Artikel über die Beweislage zum Fall Skripal/Nowitschok sagt im Prinzip das selbe:

https://www.heise.de/tp/features/Bundesregierung-hat-keinerlei-Beweise-fuer-Skripal-Fall-4072810.html

Man wusste nichts, machte aber einfach mal alles nach, was die anderen vormachten. Und jetzt muss man mit der Blamage irgendwie umgehen. Vertuschen wird die Antwort sein.

PS: Dieser Forumskommentar bringt es auf den Punkt, was anständigerweise jetzt zu wäre:

https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Bundesregierung-hat-keinerlei-Beweise-fuer-Skripal-Fall/Na-dann-offizielle-Entschuldigung-der-Bundesregierung-un-Ersuchen-an-die-Russen/posting-32490662/show/

Bin gespant, ob unsere Politiker das Herz und das Rückgrat dafür haben. Wäre aber schön.

 

Gute Ideen aufnehmen – selbst entscheiden, was wichtig ist


Dushan Wegener schrieb unlängst,

Gerade deshalb ist wichtig: Freiheit beginnt mit dem Wort »Nein«. Beispielsatz: »Nein, Frau Kanzlerin, liebe Grüne, liebe Nachrichtensprecher und Vordenker, ich lasse mir von euch nicht vorschreiben, was mir wichtig ist.«

Quelle: https://dushanwegner.com/die-freiheit-nehm-ich-mir/

Das „Nein“ steht nicht generell für Freiheit, es ist auch das Wort der Verbote. Aber die Idee, selber zu denken, seine eigenen Prioritäten zu setzen, und der Raum das auch tun zu dürfen und können, das ist die Freiheit, die dieses Nein hier zu erringen sucht.

Wer selber denkt, macht auch Fehler. Aber er hat zumindest die Chance, nicht jeder Dummheit nachzulaufen und es beim nächsten Versuch besser zu machen. Dumm ist nicht wer Fehler macht. Dumm ist wer nichts aus Fehlern lernt. Am lehrreichsten sind Fehler die man selber macht.

Ansonsten kann ich nur empfehlen, ältere und alte Bücher zu studieren, und zu sehen welche Ideen sich bewährt haben und welche „auf dem Müllhaufen der Geschichte“ gelandet sind. Man muss nicht alles selber ausprobieren, es ist durchaus eine gute Idee von dem zu lernen, was schon gedacht und ausprobiert wurde. Und seit der Erfindung der Schrift vor rund 5000 wurde vieles gedacht, ausprobiert und niedergeschrieben.

König Hammurabi ist z.B. noch heute nach fast 3800 Jahren ein Begriff, weil er die Idee hatte, landesweit einheitliche Gesetze zu erlassen und sie niederzuschreiben und öffentlich auszulegen, damit jeder sie nachlesen und sich darauf berufen kann.

Oder Ramses II der trotz allen Propagandanebels um seinen Sieg, der vermutlich eher eine Niederlage war, den weltweit ersten schriftlichen Friedensvertrag vorweisen kann, der dann tatsächlich Jahrzehnte Frieden und damit Handel brachte, von dem beide Seiten profitierten. Das war vor rund 3200 Jahren.

Auch die Römer hatten gute Ideen, „Beide Seiten müssen gehört werden„, als Regel des Rechts, die sich Jahrhunderte bewährt hat, bis man dann auf die Idee kam Leute per Drohne zu exekutieren, bevor sie eine Chance haben, ihre Sicht der Dinge in einem Gerichtsverfahren darzulegen.

Es lohnt sich das alte Zeugs zu lesen, und sich dann seine eigene Meinung zu bilden. Die Leute damals hatten vielleicht nicht unsere Technik, doof waren sie deswegen noch lange nicht. Ich habe absichtlich einige der ältesten Begebenheiten aufgelistet, die mir in den Sinn kamen und heute noch für relevant betrachtet werden, um gerade das zu zeigen – auch eine knapp 4000 Jahre alte Idee kann für uns heute lehrreich sein. Zugegeben, es wurde auch viel Müll erdacht und niedergeschrieben, aber das zeigt uns wenigstens, was nichts getaugt hat und was wir besser nicht nachmachen sollten.

Wir standen auf den Schultern von Giganten

Ich bin nicht sicher über die Quelle dieses Zitats, aber die Botschaft ist klar – wer von den großen profitiert, kann weiter sehen. Seien es „große“ Wissenschaftler oder Philosophen, Juristen oder Handelstreibende – so viele gute Ideen wurden schon gedacht und niedergeschrieben. Nutzen wir es. Auch der Zwerg wird auf der Schulter des Riesen weit blicken können.

 

Haupstädte sind Lokomotiven … für die meisten Länder


Heute gefunden:

Berlin ist die einzige Hauptstadt in Europa, die das Umland Geld kostet. Gäbe es Berlin von heute auf morgen nicht mehr, Deutschland hätte 0.2% des gesamten Bruttosozialproduktes eines Jahres mehr zu verteilen. Andere Länder könnten sich das plötzlich Verschwinden ihrer Hauptstadt nicht leisten. Das britische Bruttosozialprodukt würde ohne London um 11,2% sinken, das französische ohne Paris um 15%, dass Tschechische ohne Prag um 14,2% und das griechische ohne Athen um 19.9%. Europäische Hauptstädte generieren in der Regel einen Mehrwert für ihr Land, nur Berlin nicht. Berlin kostet Geld, es bringt keines.

Quelle: https://sciencefiles.org/2018/04/15/berlin-mietenwahnsinn-in-rudis-resterampe/

Deutschland war schon immer etwas anders im Herzen Europas bzw. da gibt es wohl mehr Probleme als nur einen fehlgeplanten Flughafen.