Archiv der Kategorie: Natur und Umwelt

16.000 Elektrobusse


Mehr als 16.000 Elektrobusse sind unterwegs. Täglich, Stündlich, fast rund im die Uhr. Sie befördern tausende von Menschen. Wo? In Shenzhen, China:

https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/e-mobilitaet/weltrekord-shenzhen-hat-16-359-busse-auf-elektroantrieb-umgestellt/

Und nun Klimavorreiter Deutschland. Shenzhen ist eine Stadt, eine große zugegeben, mit 12 Millionene Einwohnern. Aber Deutschland hat eine guten ÖPNV heisst es immer, und 80 Millionene Einwohner. Also, wie viele Elektrobusse haben wir wohl im Einsatz?

608 (Dezember 2018)

Quelle: https://www.springerprofessional.de/omnibusse/elektromobilitaet/immer-mehr-deutsche-staedte-setzen-auf-elektrobusse/16303712

Nun ja … da haben wir noch etwas Luft nach oben. Oder, ist das Dieselruß?

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Feinstaub ganz ohne Autos


In Oldenburg wurden von einer Station an einer für Autos gesperrten Straße überhöhte Feinstaubkonzentrationen gemessen:

https://www.focus.de/auto/news/abgas-skandal/diesel-fahrverbote-stickoxid-messstation-misst-grenzwert-ueberschreitung-obwohl-strasse-fuer-autos-gesperrt-war_id_9796922.html

Üblicherweise würde dieser Messwert den Autos zugerechnet, da die Station an einer Strasse steht. Der Feinstaub stammt aber wohl aus einer anderen Quelle.

„Wer misst misst Misst“ – abgesehen von Messfehlern und so wurde hier nicht mal die richtige Quelle gemessen. Und aus solchen Messungen werden Fahrverbote abgleitet?

 

Umweltfreundliche Solarzellen und Elektroautos?


In Solarzellen steigern seltene Erden den Wirkungsgrad:

https://www.iwr.de/news.php?id=28019

Bislang benötigen Leistungsfähige Akkus ebenfalls seltene Erden:

https://www.electrive.net/2018/03/05/byd-will-anteil-von-seltenen-erden-in-akkus-senken/

Und auch die Magnete für die Motoren von Windkraftanlagen und Elektroautos funktionieren besser mit seltenen Erden:

https://www.next-mobility.news/neuer-magnet-fuer-e-motoren-bedarf-seltener-erden-sinkt-um-bis-zu-50-prozent-a-688462/

Im Moment sieht die Gewinnung seltener Erden in China so aus:

https://edgylabs.com/china-rare-earth-minerals

Als ich das gesehen habe war ich doch etwas geschockt. Alle die umweltfreundlichen Produkte, Solarzellen oder Windkraftanlagen um Strom zu produzieren, Akkus um den Strom bis zum Verbrauch zu speichern, oder die Antriebe von Elektroautos benötigen zu einem gewissen Grad seltene Erden. Und deren Gewinnung sieht zumindest für mein Laienauge nicht gerade umweltfreundlich aus.

In den Akkus ist viel Lithium enthalten. Dieser Artikel zeigt ein schönes Loch, wo Lithium ausgegraben wird:

https://www.snopes.com/fact-check/lithium-mine-oil-sands/

Unsere umweltfreundliche Technik ist also nur bei uns so schön sauber. Anderswo, also dort, wo die Rohstoffe dafür gewonnen werden, geht die Produktion mit erheblichen Zerstörungen der Umwelt einher.

Ich will die Technologien jetzt nicht verteufeln – ich bin immer noch ein Fan von Fotovoltaik und Windkraft, vor allem, weil Öl und Kohle irgendwann einfach verbraucht sind und sie zu schade zum schnöden Verbrennen in Wärmerkraftmaschienen sind. Aber ich denke, man sollte die andere Seite auch einmal gesehen haben. Ich muss sagen, bis heute wusste ich von diesen „hübschen“ Löchern in der Erdkruste auch noch nichts. Sollte man aber, wenn man sich ein komplettes Bild von der Sache machen will.

Hie noch ein Loch, Magnetherstellung diesmal – Magnete werden sowohl in Generatoren (-> Windkraft) als in Motoren (->Elekroantriebe) benötigt:

https://www.bauer-boecker.de/2017/02/20/wo-kommen-die-magnete-her/

Gibt wohl viele neue Badeseen dort? Falls sich aus dem Untergrund nicht zu viele Gifte im Wasser lösen …

PS: Nutzung der Sonnenwärme, was bei uns nur selten ein Thema ist, käme ohne seltene Erden aus. Die Bereitung von Warmwasser mit Strom oder Erdgas in den Haushalten ist eigentlich eine große Verschwendung wertvoller Energieträger, wenn man die Wärme für umsonst von der Sonne bekommen könnte. Zudem ist ein Speicher für Warmwasser im Prinzip nur ein gut isoliertes Fass und wesentlich einfacher und resourcenschonender in der Herstellung als ein Akku.

Wieso ist Sonnnenwärme fast nie ein Thema, aber Solarstrom so oft?

Evolution: Die Natur erschließt Plastikmüll als Nahrungsquelle


Einige Bakterien haben eine Mutation erworben, die es ihnen ermöglicht, Plastik als Nahrung zu nutzen. Bei der Menge Plastik, die wir in den letzten 70 Jahren in die Umwelt verteilt haben, war das vermutlich unvermeidlich. Nahrung ist in der Natur immer eine hart umkämpfte Resource, und der erste, der Plastik nicht nur fressen, sondern auch verdauen kann hat damit einen enormen Vorteil – zumindest solange wir das Plastik praktisch kostenlos und in großer Menge zur Verfügung stellen (aus Sicht der Bakterien).

Die hier finden’s gut:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Verbessertes-Bakterien-Enzym-verdaut-Plastikflaschen-4026204.html

Er hier hat Sorgen:

http://www.danisch.de/blog/2018/04/17/andromeda/

Zitat: […] Sagt euch Agent Orange was? […]Wie wäre das, wenn man stattdessen Plastikbakterien versprüht, die sich dann vermehren und sämtliche Plastikteile lahmlegen, damit auch jede elektrische Isolierung? Damit könnte man ein Land wohl ebenso effektiv oder noch viel stärker lahmlegen als mit dem Cyberwar. Was, wenn ein Kernkraftwerk damit infiziert würde?

Es wird spannend. Nicht nur wegen der abgefressenen Isolierung der elektrischen Leitungen.

Update:

Hatte ich vergessen zu erwähnen: Die große Plastikmüllinsel im Pazifik.

https://en.wikipedia.org/wiki/Great_Pacific_garbage_patch

Frohes fressen, liebe Bakterien 🙂