Archiv der Kategorie: Technik

Wieder was gelernt: Elektromobilität – Akkutriebwagen


Akkubetriebene Elektroautos für die Strasse sind ja in aller Munde, um so interessanter fand ich die Information, dass das Konzept auf der Schiene eine lange und durchgehende Tradition hat – sogar mit den heutzutage als ach-so-schlecht verschrieenen Blei-Säure-Batterien.

Ab 1907:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wittfeld-Akkumulatortriebwagen
https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_ETA_176
https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_ETA_150

Seltsam nur, dass unsere High-Tech alle so alt ist … wo bleiben eigentlich die neuen Ideen? Das hier sind jetzt 110 Jahre, die Brennstoffzelle ist noch älter, Gasmotoren gibt es auch schon ewig, erste Studien so ab 1790, der erste „richtige“ ab 1860.

Der Bleiakku ist von 1854, Nickel-Cadmium von 1899, Nickel-Eisen (schwermetallfrei und extrem langlebig) von 1901.

Irgendwie gab es zwischen 1800 und 1900 enorm viel Fortschritt, dann um 1950 noch mal die Atomtechnik und dann nichts neues mehr, was die Antriebs- und Energietechnik angeht, nur noch Detailverbesserungen.

Neue Akkumaterialien sind ja schön, auch neue Magnete für die Motoren, aber die Konzepte sind alle über 100 Jahre alt. Wird Zeit für was neues …

Und nein, selbst das Atomauto oder der Atomzug, falls sie denn kämen, würde auch auf mehr als 60 Jahre alter Technik basieren. Wir brauchen mal was richtig neues.

 

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Flugbahnchaos an der Straßenlampe


Eines Tages sind mir Insekten aufgefallen, die um eine Straßenlaterne schwirrten. Ich habe dann ausprobiert, ob man die Flugbahnen der Insekten in einer Langzeitbelichtung sichtbar machen kann – und siehe da, es geht!

Flugbahnchaos an der Straßenlampe
Flugbahnchaos an der Straßenlampe

Interessant auch, dass die LEDs der Laterne gepulst betrieben werden. Das sieht man mit blossem Auge nicht, aber in dem Foto  macht der Effekt aus der Bahn eine Perlenkette im Rhythmus der Pulse.

Die Zukunft piepst uns was


Mir scheint, unsere elektrische Zukunft wird piepsig.

  • Das Netzteil meines elektronischen Bilderrahmens fiepst.
  • Eine meiner neuen LED Lampen fiepst.
  • Das Elektroauto des Nachbarn ein paar Häuser weiter fiepst bei langsamer Fahrt

Ja, ich weiss, das liegt an den getakteten Spannungswandlern und Leistungssteuerungen. Nein, ich glaube nicht, dass es hilft, das Piepsen in den Ultraschallbereich zu verlegen. Dann nervt man nur die Katzen, Hunde und all die andere Tiere, die hohe Frequenzen noch hören können.

Hoffentlich wird das noch besser, denn so mag ich die neue Technik nicht, auch wenn das Licht der LEDs sehr schön wäre, der Bilderrahmen ein Schmuckstück und das Auto umweltfreundlich. Aber zumindest die LED und den Bilderrahmen kann ich so nicht betreiben, das Gefiepe in der Wohnung nervt zu sehr.

Der Stählerne Säbelzahn, oder, wenn Katzen Raumschiffe bauen


Vor einige Zeit hat mich ein Bekannter gefragt, ob ich Interesse hätte an einem sehr freien Rollenspiel, mehr in der Art einer gemeinsam erzählten Geschichte ohne viel Regelwerk. Ich bin nicht mehr ganz sicher wie wir auf das Thema „Bergbau im Weltraum“ gekommen sind, aber es war etwas, das uns beide interessierte, und für mich, trotz meiner psychischen Probleme, die damals wieder mal recht heftig waren, machbar erschien.

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Bildmanipulation wird immer besser


Es fällt Menschen schon beim heutigen Stand der Technik schwer, manipulierte Fotos zu erkennen:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bildbearbeitung-Menschen-fallen-leicht-auf-manipulierte-Fotos-herein-3773950.html

Ich muss sagen, ich habe auch schon manches Bild im Internet betrachtet, und konnte nicht sicher sagen, ob es „echt“ war, editiert oder gar vom Computer generiert. Und das, obwohl ich selbst viel mit Fotos und generierten Grafiken arbeite.

Auch viele Produktgrafiken in der Werbung sind gar keine Fotos mehr, sondern auf 3D Modellen basierende Darstellungen, die ein Computer berechnet hat … ich glaube, wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass etwas, das wie ein Foto aussieht auch ein Abbild der Ralität ist – wobei auch schon Fotos irreführend sein konnten, da sie weder 3D noch Farbecht sind, und das Linsensystem im Objektiv auch schon perspektivische Korrekturen durchführt.

 

Das gute alte Apfelmännchen


Irgendwie hatte ich die schön bunten Fraktalbilder aus den 1980er und 90er Jahren vermisst, und da ich für den Texturgenerator erst vor kurzen so einen netten Farbgradienteneinsteller programmiert hatte, habe ich auch gleich noch den Generator für die Mandelbrotmenge dazu programmiert. Ist noch nicht ganz perfekt, aber schon sehr hübsch anzuschauen.

Mandelbrotmenge, Ausschnitt
Mandelbrotmenge, Ausschnitt

Irgendwie fühlt es sich jedoch seltsam an – ich erinnere mich noch gut, dass damals auf meinem Atari ST die Berechnungen in BASIC Stunden dauerten, und auch meine spätere Assembler-Implementierung immer noch im Minutenbereich lag. Und jetzt geht es in Java in Sekundenbruchteilen. Nicht dass ich mich beklagen würde, an diesen Dingen merkt man es dann wirklich wie viel schneller die Computer heute eigentlich sind – und wenn sie dennoch langsam wirken, mit wie viel Ballast sie zugemüllt sind.

PS: Und noch eines, mit einem anderen Farbschema:

Mandelbrotmenge, Ausschnitt
Mandelbrotmenge, Ausschnitt

Polymerbeton mit Wüstensand


Im Gegensatz zu viele anderen Sanden, die recht gezackte oder kantige Körner haben, sind die Körner von Wüstensand ziemlich rund. Das hat zur Folge dass sie gut übereinander rollen und schlecht gegeneinander verkeilen oder verzahnen, was sie als Zusatz zu Beton für Bauzwecke wertlos macht – Beton aus Wüstensand wird nicht fest genug.

Wüstensand gibt es zwar überreichlich, er ist beim Bau aber unbrauchbar, der Wind schleift die Körner so rund und glatt, dass sie schlecht haften.

Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/Der-Sand-wird-knapp/story/24574400

Diese Tage fand ich dann den folgenden Artikel – wenn man den richtigen Binder verwendet, kann man auch mit den runden Wüstensandkörnern stabile Bausteine herstellen:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Mit-einem-neuen-Verfahren-wird-aus-Wuestensand-ein-Baumaterial-3745747.html

In meiner Zeit als Modellbauer konnte ich einige Erfahrungen mit Polyester- und Epoxidharzen sammeln. Mein Eindruck ist, dass diese Harze an sich schon so stabil sind, dass sie mit fast jedem Füllmaterial als Baustoff taugen sollten. Sie sind allerdings teuer – das erwähnt auch der Artikel, dass die Bausteine aus Polymerbeton recht teuer sind.

Ein Zitat aus dem Artikel:

Zwar sind die Steine aus Polymerbeton relativ teuer, doch laut Dust werden Häuser damit trotzdem billiger als gewöhnliche. Seine Begründung: Man braucht dafür weder einen Kran noch Bauprofis und zudem weniger Material. Eine schlüsselfertige 37-Quadratmeter-Unterkunft soll sich auf diese Weise für rund 15.000 Euro errichten lassen, der Rohbau sogar für nur 5.000 Euro.

In Ägypten, Tunesien, Algerien und Marokko kann ich mir vorstellen, dass das Verfahren im Vergleich zum Bauen mit importierten Sand und Beton konkurrenzfähig ist. In den südlichen Sahara-Anreinerstaaten eher weniger, dort werden 15.000 Euro für ein kleines Haus vermutlich für viele zu teuer sein.

Viele arabische Staaten sind eher reich, und haben reichlich Wüstensand. Dort dürfte das Verfahren auch interessant sein, ebenso in China mit der Wüste Gobi.

Was mich jetzt noch interessieren würde, sind die Ausdünstungen, welche die kunstharzgebundenen Bausteine an die Raumluft in den Häusern abgeben. Auf meinen Dosen mit Polyester- und Epoxidharz prangten immer schöne Warnzeichen wie „Reizend„, d.h. zumindest im Rohzustand sind diese Harze nicht so gut verträglich.

Leider sagt der Artikel dazu nichts, nicht einmal welche Art von Harzen verwendet wird – verständlich einerseits, das ist vermutlich das Kerngeheimnis des Geschäfts; wenn man die Harze kennt, kann das vermutlich jeder machen. Schade aber, denn auf diese Weise kann man nicht recherchieren, was über die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Harze bekannt ist.

Mein Fazit – Schön, dass die Sandknappheit gelindert werden kann, indem man Bausteine aus Wüstensand mit Polymerbinder herstellt. Schade, dass über die Wirkungen der Harze bzw. der Ausdünstungen auf den Menschen nichts berichtet wird.

PS: Noch ein zweiter Artikel zum Thema, kurz und dennoch informativ:

http://www.trendsderzukunft.de/neues-kunstharz-statt-zement-stabile-haeuser-aus-wuestensand-erstmals-moeglich/2016/11/18/