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There is a saying, that people from my region become wise when reaching the age of fourty. ( http://de.wikipedia.org/wiki/Schwabenalter ) Well, the saying was meant to say we stay a bit dumb before that age, but nevertheless, it seems to be a good age to start a blog and write a bit about my thoughts of past and present times. My interests are fairly wide spread, but mostly revolve about creation - be it photos, graphics, small crafts or rhymes and poetry. Lately social, political and spiritual topics have become of interest for me too. While much of that is related to art, I neither have a artistic education, or any deeper interest in art. Most of my life I've been a technician, with strong bias towards computer related activities. Since a few years I'm trying to change that, but the world is actually turning more and more towards computer technology, so it's kind of strange that I try to find more real life while everything else goes more virtual.

Experimentalküche – Hafer-Grünkern-Nuggets mit Bratapfel


Ähnlich wie vor drei Jahren tragen die Apfelbäume dieses Jahr wieder reichlich, und es stellt sich die Frage, was ich mit all den Äpfeln tun könnte. Apfelsaft mag ich nicht besonders, aber es schien an der zeit, nach fast zwei Jahren Pause mal wieder etwas öfter zu Kochen.

Nach einigen Nachdenken erschien es mir ausprobierenswert, Hafer-Grünkern Bratlinge mit den Äpfeln zu kombinieren. Details zum Rezept gibt es am Ende.

Am Anfang stand das Fallobst.

Fallobst
Fallobst

Auch die Würmer mögen die Äpfel, aber man muss halt Kompromisse schliessen, wenn man auf Spritzmittel verzichtet.

Wurm-Aktivität
Wurm-Aktivität

Es blieben genügend gute Stücke für mich übrig.

Gute Apfelstücke
Gute Apfelstücke

Aber jetzt zum eigentlichen Rezept. Ein Teig, halb aus Haferkleie, halb aus Grünkernschrot, mit Instantbrühe – ich weiss, Sakrileg aus der Chemiefabrik, gibt dem Teig dennoch einen guten Geschmack – rechlich Schnittlauch und etwas Liebstöckel als Gewürz.

Hafer und Grünkern Teig
Hafer und Grünkern Teig

Daraus Nuggets geformt und in der Pfanne ausgebraten. Ich denke, die unregelmässige Form ist interessant, wer mag, kann auch schön runde Küchlein aus dem Teig formen.

Nuggets
Nuggets

Was ich gelernt habe – man muss die Nuggets ziemlich scharf anbraten, damit sie einen guten Geschmack entwickeln, aber nicht zu lange braten, so dass sie innen saftig bleiben. Ich brate mit Olivenöl, das heisst die Hitze muss so hoch sein, dass das Öl anfängt zu rauchen. Tatsächlich etwas mehr als bei diesem Versuch, den ich fotografiert habe.

Nuggets
Nuggets

Dann kommen die Apfelsücke in die Pfanne. Mit Zwiebeln, deutlich mehr als ich hier verwendet habe, und wie ich in einem zweiten Versuch gelernt habe, am besten auch mit reichlich Kümmel.

Apfelstücke mit Zwiebeln
Apfelstücke mit Zwiebeln

Gegen Ende dann noch etwas Käse dazu, so dass über den Apfelstücken schmelzen kann, und mit den Nuggets zusammen serviert.

Nicht ganz perfekte Präsentation
Nicht ganz perfekte Präsentation

War lecker. Der Salat aus einer Tomate aus dem Garten mit etwas Kopfsalat passt ganz gut dazu, und löste auch die Frage, was ich mit den Tomaten machen könnte.

Rezept für zwei Portionen

Für die Nuggets

  • 100g Haferkleie oder Haferflocken
  • 100g Grünkernschrot
  • 300ml Instantbrüche
  • Schnittleauch und Liebstöckel zum würzen.

Bratäpfel

  • 200-300g Apfelstücke
  • 1-2 Zwiebeln
  • 80g Emmentaler
  • Kümmel

PS: Den Liebstöckel mit der Brühe kochen, sonst kommt der Geschmack nicht richtig zur Geltung. Der Schnittlauch kommt jedoch direkt in den Teig.

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Zwetschgenkuchen, zweiter Versuch


Dieses Jahr scheint wieder ein gutes Jahr für Zwetschgen zu sein. Schon der zweite Zwetschgenkuchen. Und das nach fast zwei Jahren Backabstinenz.

Zwetschgenkuchenq
Zwetschgenkuchen

Stevia funktioniert im Teig gut als Zuckerersatz, aber an der Bräunung muss ich noch arbetien.

Zwetschgenkuchen
Zwetschgenkuchen

Der Geschmack ist gut, besser als der erste Versuch. Und mit etwas Glück bekomme ich auch noch Zwetschen für einen dritten Kuchen 🙂

Brombeeren mit Proteinbeilage


Als Kind waren mir Himbeeren immer etwas suspekt, weil es immer mal wieder wurmige dabei hatte, und ich Maden in etwa so gern habe wie manche Leute Spinnen – also die Phobiker, meine ich. Deshalb aß ich lieber Brombeeren, wenn ich die Wahl hatte.

Dass die Sauerkirschen gerne wurmig sind, wurmt mich auch, aber ich habe beschlossen, eventuelle Maden aus Rache gleich mit zu verkochen, als ich die Sauerkirschmarmelade kochte (*). Seltsamerweise hilft der Gedanke an Rache, die Abneigung gegen die Maden beim Essen solcher Produkte erträglich zu halten. Klappt nicht immer, aber oft.

Aber jetzt! Würmer auch in den Brombeeren. Das hatte ich noch nie. Hilfe, mein Müsli winkt mir zu!

(*) Dürfen wir mit dem Brexit jetzt wieder Marmelade sagen? Das waren ja die Briten, die uns das verboten haben …

Probleme mit dem Vollkornbrot


Bislang ist es mir noch nicht gelungen, ein zufriedenstellendes Vollkornbrot zu backen. Das hier war der letzte Versuch so weit, gebacken nach einem recht vielversprechenden Rezept.

Vollkornbrot
Vollkornbrot

Leider fehlt es dem Brot an vielem. Nicht nur an Höhe, sondern auch an Kruste und Geschmack. Aber zum wegwerfen war es mir zu schade. Zum Glück kam mir eine Idee, da gerade auch Tomaten im Garten reifen. Eine Tomaten-Zwiebel-Käsesuppe – zuerst dachte ich, ich mache Brotsuppe mit Tomaten, aber mit den Brotstücken zum eintunken klappte das auch recht schön.

Tomatensuppe mit Brot
Tomatensuppe mit Brot

War überraschend gut. Mit dem nächsten Brot warte ich allerdings noch etwas, bis ich sicher bin was ich da falsch gemacht habe. Es gibt Zwetschgen, und ein Zwetschgenkuchen bietet sich als nächstes Backprojekt an.

Das Sauerkirsch-Massaker


Genau auf der Grenze zum Nachbarsgrundstück wächst ein wild aufgegangener Kirschbaum. Inzwischen ist er schon ein ganz nettes Bäumchen und trägt auch fleissig. Vielleicht nicht die größten Kirschen, aber schmackhafte.

Die Kirschen sind jetzt voll reif, vielleicht eher überreif und es sind mehr, als ich demnächst essen kann. Ich erinnere mich noch gut an die leckere Sauerkirschmarmelade, die meine Mutter gemacht hat, als im Garten meiner Eltern noch Sauerkirschbäume wuchsen … ewig ist es her. Wäre schön, mal wieder welche zu haben …

Heute habe ich dann die meisten Kirschen von meiner Hälfte des Kirschbaumes geerntet.

Fast überreife Sauerkirschen
Fast überreife Sauerkirschen

Der Hagel vor einigen Wochen hat fast alle Kirschen beschädigt, der Geschmack ist jedoch ausgezeichnet. Die Wärme und die Sonne hat ihnen sichtlich gut getan.

Nun, Kirschen entsteinen ist mühsam und langwierig. Und ich bin Ingenieur nicht? Da muss es doch eine technische Lösung geben die das beschleunigt …

Expresskirschkernentfernung
Expresskirschkernentfernung

Nun, schnell war es … die Küche danach zu putzen, war nicht so schnell. Ob ich Zeit gespart habe? Ich glaube es eher nicht …

Aber hier kocht meine Sauerkirschmarmelade!

Sauerkirschmarmelade kocht
Sauerkirschmarmelade kocht

Fast 3 Pfund Kirschen, abzüglich der Verluste bei meiner Express-Entkernung, plus Gelierzucker = 6 Gläschen Sauerkirschmarmelade.

6 Gläschen Sauerkirschmarmelade
6 Gläschen Sauerkirschmarmelade

Jetzt muss ich noch Üben, ein leckeres Brot dafür zu backen, und das Frühstück für die nächste Zeit ist gesichert 🙂