Spektrum einer LED Lampe


Mehr oder weniger durch Zufall hat eines meine Glasobjekte das Licht meiner LED Deckenlampe in ein Spektrum zerlegt und an die Wand projiziert.

LED Spektrum
LED Spektrum

Ich finde das hochinteressant. Ich hatte nämlich ein Linienspektrum erwartet. Entweder ich hatte es in der Schule gelernt, oder aus Elektronik-Büchern, aber mein Wissensstand war, dass die Frequenz der ausgesandten Photonen, und damit die Farbe, von der „Sprunghöhe“ am PN-Übergang abhängt, und diese wiederum vom Kristall, also den Materialien. D.h. ich dachte, alle Photonen haben die gleiche Wellenlänge, weil alle aus dem selben PN-Übergang stammen.

Auch Wikipedia scheint diese Idee zu unterstützen

Die Farbe einer Leuchtdiode hängt wesentlich vom Bandabstand des eingesetzten Halbleitermaterials ab.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtdiode#Farben_und_Technologie

Allerdings sind die „Linien“ wohl wesentlich breiter, die Frequenz der Photonen nicht so einheitlich wie ich dachte, und auch die Abbildungen auf Wikipedia zeigen für einfarbige LEDs relativ breite Bänder im Spektrum.

Diese kombinieren sich in den LED Lampen wohl zu einem sehr schönen, kontinuierlichen Spektrum. Ich muss sagen, das LED Licht gefällt mir wesentlich besser als das aus den Energiesparlampen, aber Halogen scheint mir immer noch einen Tick vorne zu liegen, was die Licht- bzw. Farbqualität angeht.

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Projekt Weltraumdecke, Korrekturen und Verbesserungen


Es ließ mir keine Ruhe, dass ich den Stern nicht so beeindruckend machen konnte, wie ich wollte, und habe gestern Abend noch mal versucht, den Stern zu verbessern, und den Strahlenkranz verstärkt.

Der erste helle Stern
Der erste helle Stern
Ich denke, das war noch mal ein Fortschritt. Zwar immer noch nicht ganz, wie ich es gerne hätte, aber ich vermute, viel besser geht es nicht mehr, zumindest nicht mit meinen aktuellen Fähigkeiten als Maler.
Hier habe ich die Entwicklung zusammengefasst, vom ersten Versuch bis zum aktuellen Stand:
Die Entwicklung des Sterns
Die Entwicklung des Sterns
Vielleicht wird es noch mal etwas besser, wenn der Stern einige Kollegen bekommt und nicht mehr ganz so alleine leuchten muss.
Eine zweite Baustelle hatte ich auch noch. Der kleine rosafarbene Nebel war zu hell geworden, als ich mit der Spritztechnik weiße Sterne hinzugefügt hatte. Ich habe gestern versucht das ein bisschen zu korrigieren.
Korrektur des kleinen Nebels
Korrektur des kleinen Nebels
Mit dem Nebel bin ich jetzt ganz zufrieden, aber auch der umgebende Weltraumhintergrund ist etwas dunkler geworden. Das sieht man allerdings nur, wenn man extrem genau hinschaut. So im großen und ganzen wirkt der Nebel jetzt recht gut, denke ich.

Lichtkammer 2017


Es ist schon eine Zeitlang her, dass ich von der Lichtkammer berichtet habe. Es gab reichlich Experimente, welche Arten von Pflanzen Kunstlicht mögen und welche nicht, die Zimmerluft ohne Wind und eher trocken, verhältnismässig lange „Tage“ mit dennoch eher wenig Lichtstärke …

Im Moment habe ich ein Ensemble gefunden, das sich ganz gut macht. Bei einigen Pflanzen bin ich sehr überrascht, denn ich hätte sie als viel sonnenhungriger eingestuft als sie offenbar sind, und sie leben auch unter Kunstlicht recht gut.

Lichtkammer 2017
Lichtkammer 2017

Die Usambara-Veilchen als natürliche Waldbewohner kommen mit der Situation sehr gut zurecht und blühen regelmässig. Zwei Versuche mit Alpenveilchen scheiterten, ich bin nicht sicher, ob es am Gießen lag oder am Licht. Auch am Fenster hatte ich bislang kein Glück mit den Alpenveilchen.

Im Moment bin ich am überlegen, mir ein Terrarium mit Schnecken als „Haustieren“ zuzulegen. Gartenbänderschnecken gibt es in vielen Farben und Designs, die würden mir gefallen. Da sie nur verrottende Pflanzenteile fressen, könnte ich so etwas wie die Lichtkammer mit den Schnecken kombinieren. Ich bin nur nicht sicher, wie viel Schleimspuren die Schnecken hinterlassen und wie viel Arbeit das wird, das Terrarium, vor allem die Scheiben, sauber zu halten. Schliesslich will ich die Pflanzen und Schnecken ja auch sehen.

Nachdenkliches zur globalen Erwärmung, 2 oder 4 Grad mehr


Ein Punkt aus dem Video, das ich bereits hier verlinkt hatte, bringt mich immer wieder zum Nachdenken.

Der Redner erwähnt einen Unterschied von 80 Grad zwischen Sommer und Winter in seiner Region. Ich vermute, er meint Grad Fahrenheit, die sind etwas „kleiner“ als Grad Celsius, aber in Sibirien gibt es das durchaus, dass zwischen Sommer und Winter 80 Grad Celsius liegen.

In meiner Region ist es ein bischen moderater, so etwa 50 Grad, können auch mal 60 sein in extremen Jahren (meist so -10 bis -15 im Winter und auch mal über 35 Grad im Sommer). Ich hatte mich oft schon gefragt, wie man sich da über das ganze Jahr hinweg wohl fühlen soll aka, „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“. Ich kann den Spruch nicht leiden, denn sowohl das Ausziehen im Sommer als auch das Einpacken im Winter stößt auf gewisse Grenzen … aber ich schweife ab.

Zurück zur globalen Erwärmung. Auf 2 Grad wollen die Politiker das begrenzen, mit 4 Grad wird gedroht, wenn man nichts unternimmt.

Nun, bei den 50 Grad unterschied zwischen Sommer und Winter, die ich hier habe sind 4 Grad weniger als 10%, 2 Grad weniger als 5% des Unterschieds zwischen Sommer und Winter.

2 Grad wären im Extremfall -13 statt -15 im Winter, und 37 statt 35 Grad im Sommer. Ich habe stark den Verdacht, ohne gut geeichtes Thermometer würde man das gar nicht merken. -13 und -15 Grad sind einfach kalt, 35 oder 37 Grad saumäßig heiss, ohne dass man da noch groß den Unterschied spürt.

Bei den schlimmen 4 Grad Unterschied wären es dann -11 statt -15 und 39 statt 35 Grad im Sommer. Den Unterschied könnte man fast schon spüren, aber ohne Thermometer sicherlich nur schwer als Größe benennen.

Aus dieser Sicht will mir die Dramatik der 2 oder 4 Grad wärmer nicht recht einleuchten. Scheint einfach zu wenig zu sein, um ohne Messung überhaupt bemerkbar zu sein.

Interessant wäre es, die mittlere Abweichung zu kennen, vielleicht wird es in einigen Regionen ja 6 Grad kälter und in anderen 10 Grad wärmer? Das wären im Mittel, bei gleicher Gewichtung, dann auch 4 Grad mehr, selbst wenn die Einen in der 6 Grad kälteren Region das ganz sicher als schlechten Witz bezeichnen würden.  (Meiner Region wird tatsächlich mit 4 Grad weniger gedroht, während es sonst überall wärmer werden soll, weil der Golfstrom dann nicht mehr so strömt wie gewohnt. Scheint so als hättte ich als Wärmefan da mal wieder die Arschkarte gezogen).

Vor allem, wie werden die Meßwerte überhaupt gewichtet? In der Antarktis gibt es wohl nur 8 Meßstationen, in Deutschland viele Dutzend. Nimmt man da als Gewichtung die abgedeckte Fläche einer Meßstation?

Die Antarktis hat mit Eisschild eine Fläche von mehr als 13 Mio. Quadratkilometern. D.h. so ein Thermometer ist für etwa 1.700.000 Quadratkilometer zuständig, grob eine Fläche von 1.300 x 1.300 Kilometern, größer als Deutschland. Ein einziges Thermometer! Und das gilt dann als der Wert für die ganze Fläche? Ich hoffe schwer, dass man heute per Satellit mehr Meßdaten sammeln kann, aber für die Zeit vor 1970, mit der man ja auch vergleichen will, wird es vermutlich arg dünn mit Meßdaten aus den entfernteren Erdteilen … Wie viele Meßstationen hat man eigenlich auf den Ozeanen? Eigentlich muss man ja Luft in zwei Meter Höhe messen und nicht den Boden – Satelliten können aber nur die Bodentemperatur messen, soweit ich weiss.

Wärmepumpen sind unsozial


Damit es einer wärmer hat, müssen alle drum herum etwas stärker frieren!

Zumindest gilt das für die Wärmepumpen, die Umgebungsluft oder Erdwärme nutzen. Da ich Kälte hasse, kann ich mich mit dem Gedanken, dass einige Hausbesitzer vor allem im Winter die Umgebung noch weiter kühlen, damit sie es drinnen warm haben können, nicht so recht anfreunden.

 

Projekt Weltraumdecke, der erste große Stern


Diese Farbspritztechnik ist der beste Weg eine Riesensauerei zu produzieren. Die Farbtropfen fliegen weit und treffen alles mögliche, nicht nur die Decke. Aber ich hab’s geschafft, und alle Galaxien mit der Spritztechnik überarbeitet.

Weltraumdecke, v1
Weltraumdecke, v1

Ganz zufrieden bin ich nicht, ab und zu hat die Farbe Fäden gezogen statt als einzelne Tropfen aufzutreffen, manche Tropfen haben die Decke sehr flach getroffen und längliche statt runde Flecken ergeben. Aber besonders die kleinere, blaugraue Spiralgalaxie gefällt mir jetzt sehr gut.

Als nächstes sollen jetzt einige größere Sterne dazukommen, hier ein erster Test:

Der erste große Stern
Der erste große Stern

Und im Detail:

Der erste große Stern im Detail
Der erste große Stern im Detail

Der Stern ist nicht schlecht, aber ich habe das Gefühl, das geht noch besser. Ich muss da wohl noch etwas forschen und Üben, wie man richtig gute Sterne malt.

Nachtrag 2017/12/19:

Ich habe noch mal an dem Stern gearbeitet. Ich denke, ich konnte eine Verbesserung erreichen. Links der neue, rechts der alte:

Besserer Stern
Besserer Stern

Aber ich glaube die Luft ist raus, mir fehlt die Lust noch viel an der Decke zu machen. Ich glaube ich mache erst mal eine Pause.

Wieder was gelernt: Elektromobilität – Akkutriebwagen


Akkubetriebene Elektroautos für die Strasse sind ja in aller Munde, um so interessanter fand ich die Information, dass das Konzept auf der Schiene eine lange und durchgehende Tradition hat – sogar mit den heutzutage als ach-so-schlecht verschrieenen Blei-Säure-Batterien.

Ab 1907:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wittfeld-Akkumulatortriebwagen
https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_ETA_176
https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_ETA_150

Seltsam nur, dass unsere High-Tech alle so alt ist … wo bleiben eigentlich die neuen Ideen? Das hier sind jetzt 110 Jahre, die Brennstoffzelle ist noch älter, Gasmotoren gibt es auch schon ewig, erste Studien so ab 1790, der erste „richtige“ ab 1860.

Der Bleiakku ist von 1854, Nickel-Cadmium von 1899, Nickel-Eisen (schwermetallfrei und extrem langlebig) von 1901.

Irgendwie gab es zwischen 1800 und 1900 enorm viel Fortschritt, dann um 1950 noch mal die Atomtechnik und dann nichts neues mehr, was die Antriebs- und Energietechnik angeht, nur noch Detailverbesserungen.

Neue Akkumaterialien sind ja schön, auch neue Magnete für die Motoren, aber die Konzepte sind alle über 100 Jahre alt. Wird Zeit für was neues …

Und nein, selbst das Atomauto oder der Atomzug, falls sie denn kämen, würde auch auf mehr als 60 Jahre alter Technik basieren. Wir brauchen mal was richtig neues.