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Die Bonsai-Faustsicherung


In einem Bonsai-Forum bin ich über das Problem Diebstahl gestolpert. Es scheint weiter verbreitet als man zuerst denkt, und die Bonsai-Gemeinde versucht es mit einer Art Fahndunsregister mit Bildern gestohlener Bäume, so dass es gemeldet werden kann, wenn diese zum Verkauf angeboten werden. Die Bonsai-Faustsicherung weiterlesen

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Bonsaiträume


Ein Auslöser für die Arbeit an der Lichtkammer waren Bilder von Landschaften mit Bonsais, die ich im Internet gefunden hatte. Und während ich immer noch denke, dass es viel zu Zeitaufwendig ist, alle Plätze in der Kammer mit Bonsai zu besetzen, möchte ich dennoch auch etwas mit Bonsai experimentieren.

Die erste Lektion, die ich lernen musste – schnell geht bei Bonsai gar nichts, ausser das kaputtmachen. Locker lassen will ich dennoch nicht, und ich habe begonnen Kandidaten zu sammeln, für Zimmer und Freiland-Bonsai.

Der erste Kandidat ist ein Steckling eines Ficus Benjamina.

Ficus Benjamina
Ficus Benjamina

Der Benjamini soll tatsächlich Teil der Lichtkammer werden, hinten rechts in der Ecke, wo im Moment das Alpenveilchen steht. Die Neigung des Stamms ist beabsichtigt, der Plan ist, etwa 20 cm Stamm geneigt zu haben, danach eine etwas einseitige Krone, die gerade entgegengesetzt wächst, so dass der ganze Baum in Balance sein wird.

Von allen Kandidaten, die ich im Moment habe, ist der Banjamini der einzige zimmertaugliche, und auch der am schnellsten wachsende, so dass ich denke, hier werde ich am schnellsten mit der Gestaltung beginnen können. Im Prinzip hat sie mit der Wahl der Stammneigung schon begonnen. Die geplante Gesamtgröße ist etwa 40 cm für den Benjamini.

Der zweite Kandidat ist eine Stieleiche, die in einem Pflanzkübel gekeimt hat. Ein Eichhörnchen hatte letzen Herbst dort eine Eichel vergraben.

Stileiche
Stileiche

Die Stileiche hatte keinen guten Start ins Leben, und ist immer noch kränklich, aber ich will es dennoch mit ihr versuchen. Im Moment wächst sie in einem Topf zwischen meinen Paprika, Eichen mögen Sonne wie die Paprika auch.

Die Stileiche wird der Kandidat, der am meisten Geduld benötigt. Vermutlich drei Jahre werden es sein, bis sie weit genug ist für einen ersten gestalterischen Schnitt. Bis dahin wird meine Aufgabe sein, die Eiche gesund zu pflegen, und sie über den Winter zu bekommen. Wann sie vom Topf in eine Bonsai-Schale kommt, steht in den Sternen, mir wurde gesagt, 6 bis 8 Jahre muss ich rechnen. Das heißt, die Eiche läuft neben den anderen Gartenthemen neben her, bis sie alt und stark genug ist, für eine Erziehung als Bonsai.

Der letzte Kandidat bislang ist eine Hainbuche. Ich habe sie erst heute ausgegraben und getopft, weil sie sich neben dem Mäuerchen unter dem Gartenzaun einen sehr ungünstigen Standort ausgesucht hatte, und dort nicht weiter wachsen konnte. Viele Wurzeln hat sie nicht. Wie ich beim Ausgraben feststellte hat die Mauer ein recht breites Fundament, über dem nur 5cm Erde sind.

Hainbuche
Hainbuche

Im Moment kann ich noch nicht einmal beurteilen ob das Versetzen in den Topf erfolgreich war, aber vom Habitus her gefällt mir die Hainbuche sehr gut, und im Prinzip sind das sehr robuste Pflanzen, die einen Gestaltungsschnitt gut vertragen. Hainbuchen werden aus diesem Grund auch häufig für Hecken genutzt. Mir persönlich gefällt sowohl die Blattform, als auch die Farbe der Blätter, vor allem in Frühjahr.

Die Hainbuche wächst etwas schneller als die Eiche, wird aber ebenso noch viel Geduld benötigen. D.h. in der nächsten Zeit wird es vor allem der Benjamini sein, an dem ich das Gestalten eines kleinen Baumes üben kann.