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Apfelgebäck im Pizza Stil


Seit längerem hatte ich den Gedanken im Kopf, „Einmal im Leben solltest Du versuchen, eine Pizza selbst zu backen“. Also nicht nur eine Tiefkühlpizza aufwärmen, sondern möglichst viel davon selbst zu machen.

Der andere Gedanke war der Wunsch, die Äpfel, die es dieses Jahr wieder reichlich gibt, möglichst kreativ zu verwerten. Apfelbrei, Apfelkompott und Apfelkuchen werde ich nämlich vermutlich in ein paar Wochen nicht mehr sehen können.

Tomaten und Äpfel harmonieren gut. Zwiebel und Äpfel auch. So formte sich dann die Idee, eine Art Apfel-Pizza zu machen. Da ich ein Fan von Haferflocken bin, ist es allerdings kein richtiger Pizzaboden, sondern eine kräftigere Hefeteigvariante mit 20% Hafeflocken statt Weizenmehl. Das hält immer noch gut genug.

Ach, fast hätte ich es vergessen – das Debrecziner Würstchen steuerte auch noch einen guten Teil zum Geschmack bei.

Arbeitschritte
Arbeitschritte

Das Würstchen ist gekauft, der Käse, Mehl und Haferflocken ebenso. Der Rest ist aus dem Garten, die Tomatensauce selbst gekocht.

Apfel-Pizza
Apfel-Pizza

Die Mengenangaben sind für zwei Portionen:

Der Teig

  • 200g Mehl Typ 550
  • 50g Haferflocken
  • 150ml Wasser
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1/2 Hefewürfel

Der Belag

  • Stark gewürzte Tomatensauce mit Salz, Oregano und Pfeffer.
  • 500g Apfelstücke
  • 100g Schmelzender Käse, z.B. Emmentaler
  • 1 Debrecziner Würstchen
  • 2 Zwiebeln
  • Ein großes Bündel Schnittlauch.

Für den Teig die trockenen Zutaten mischen. Die Hefe in 150 ml lauwarmen Wasser auflösen, und mit dem Teig mischen. Der Teig sollte fest bleiben und nicht an der Schüssel kleben, das Wasser also in kleine Mengen dazu geben, bis die Konsistenz des Teigs passt. Den Teig gehen lassen bis er sich verdoppelt hat, dann noch mal gut durchkneten, und wieder gehen lassen bis zur doppelten Größe. Den fertigen Teig zur Kugel formen und dann dünn ausrollen, 4mm Dicke oder weniger.

Den Teig mit der Tomatensauce bestreichen, die Zwiebeln würfeln und einstreuen, dann die Apfelstücke auflegen, je nach Geschmack noch mal mit Oregano bestreuen, dann fein geschnittene Scheiben des Debrecziner Würtchens auflegen und schliesslich mit fein geschnittenem Schnittlauch bedecken. Und zu guter Letzt, den Käse darüber.

Der Ofen sollte gut vorgewärmt sein. Ein echter Pizzaofen bringt 450° eine durchschnittlicher Backofen so etwa 250° D.h. den Ofen auf maximale Hitze stellen, und wirklich gut vorwärmen. Ein Pizzastein hilft, dass der Ofen beim Einschießen der Pizza nicht so stark abkühlt. Etwa 10 Minuten bei größter Hitze backen lassen – muss man ein bischen beobachten, jeder Ofen ist anders und die 10 Minuten sind eben, was bei mir funktioniert hat.

Bestes Apfelrezept bislang 🙂

Experimentalküche – Hafer-Grünkern-Nuggets mit Bratapfel


Ähnlich wie vor drei Jahren tragen die Apfelbäume dieses Jahr wieder reichlich, und es stellt sich die Frage, was ich mit all den Äpfeln tun könnte. Apfelsaft mag ich nicht besonders, aber es schien an der Zeit, nach fast zwei Jahren Pause mal wieder etwas öfter zu kochen.

Nach einigen Nachdenken erschien es mir ausprobierenswert, Hafer-Grünkern Bratlinge mit den Äpfeln zu kombinieren. Details zum Rezept gibt es am Ende.

Am Anfang stand das Fallobst.

Fallobst
Fallobst

Auch die Würmer mögen die Äpfel, aber man muss halt Kompromisse schliessen, wenn man auf Spritzmittel verzichtet.

Wurm-Aktivität
Wurm-Aktivität

Es blieben genügend gute Stücke für mich übrig.

Gute Apfelstücke
Gute Apfelstücke

Aber jetzt zum eigentlichen Rezept. Ein Teig, halb aus Haferkleie, halb aus Grünkernschrot, mit Instantbrühe – ich weiss, Sakrileg aus der Chemiefabrik, gibt dem Teig dennoch einen guten Geschmack – rechlich Schnittlauch und etwas Liebstöckel als Gewürz.

Hafer und Grünkern Teig
Hafer und Grünkern Teig

Daraus Nuggets geformt und in der Pfanne ausgebraten. Ich denke, die unregelmässige Form ist interessant, wer mag, kann auch schön runde Küchlein aus dem Teig formen.

Nuggets
Nuggets

Was ich gelernt habe – man muss die Nuggets ziemlich scharf anbraten, damit sie einen guten Geschmack entwickeln, aber nicht zu lange braten, so dass sie innen saftig bleiben. Ich brate mit Olivenöl, das heisst die Hitze muss so hoch sein, dass das Öl anfängt zu rauchen. Tatsächlich etwas mehr als bei diesem Versuch, den ich fotografiert habe.

Nuggets
Nuggets

Dann kommen die Apfelsücke in die Pfanne. Mit Zwiebeln, deutlich mehr als ich hier verwendet habe, und wie ich in einem zweiten Versuch gelernt habe, am besten auch mit reichlich Kümmel.

Apfelstücke mit Zwiebeln
Apfelstücke mit Zwiebeln

Gegen Ende dann noch etwas Käse dazu, so dass er über den Apfelstücken schmelzen kann, und mit den Nuggets zusammen serviert.

Nicht ganz perfekte Präsentation
Nicht ganz perfekte Präsentation

War lecker. Der Salat aus einer Tomate aus dem Garten mit etwas Kopfsalat passt ganz gut dazu, und löste auch die Frage, was ich mit den Tomaten machen könnte.

Rezept für zwei Portionen

Für die Nuggets

  • 100g Haferkleie oder Haferflocken
  • 100g Grünkernschrot
  • 300ml Instantbrüche
  • Schnittlauch und Liebstöckel zum würzen

Bratäpfel

  • 200-300g Apfelstücke
  • 1-2 Zwiebeln
  • 80g Emmentaler
  • Kümmel

PS: Den Liebstöckel mit der Brühe kochen, sonst kommt der Geschmack nicht richtig zur Geltung. Der Schnittlauch kommt jedoch direkt in den Teig.

Tomaten-Apfel-Chili Soße „Fauler Hund“


Im Moment beschert mir der Garten reichlich Äpfel und Tomaten, leider sind auch viele wurmige und beschädigte Äpfel darunter, die sich nicht lange Lagern lassen.

Als Schwabe tue ich mir schwer, Lebensmittel wegzuwerfen, und so suchte ich nach einer Lösung, was ich mit den Äpfeln kurzfristig machen könnte, bevor sie faulig werden. Tomaten-Apfel-Chili Soße „Fauler Hund“ weiterlesen

Malus, der böse Apfel?


Der Apfel ist nicht mein Lieblingsobst, aber ganz unzweifelhaft eine gute und nützliche Frucht. Ich glaube, in Deutschland ist er sogar das Obst Nummer Eins im Anbau.

Vor einiger zeit habe ich gelernt, dass der Apfel auf Lateinisch „Malus“ heißt. Als Adjektiv bedeutet „malus“ böse oder schlecht, als Hauptwort eben Apfel oder allgemeiner, Obstbaum.

Ich frage mich, wie der Apfel zu seinem schlechten Namen gekommen ist. Malus, der böse Apfel? weiterlesen