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Übungen in Metallurgie, Teil 2


Dreit Jahre ist es her, seit dem ich plante, einen besseren Schmelzofen zu bauen, und jetzt endlich ist es wahr geworden. Immer noch etwas behelfsmässig, aber diesmal aus den Gasbetonsteinen, die mir ein Kollege damals empfohlen hatte:

Der neue Schmelzofen
Der neue Schmelzofen

Mit Hilfe des alten Föns kam die Kohle dann recht schnell zum brennen.

Schmelzofen gezündet
Schmelzofen gezündet

Und hat dann noch etwas zugelegt.

Es brennt!
Es brennt!

Aber bald entwickelte sich eine schöne Glut ohne viel Flammen, und die Mischung aus Kupfer und Aluminium im Tiegel begann zu schmelzen.

Bronze schmilzt im Tiegel
Bronze schmilzt im Tiegel

Den Tiegel aus dem Ofen zu fischen stellte sich als Herausforderung dar. Ohne Schutz kam ich nicht näher als bis auf einen halben Meter an den Ofen, und die Rohrzange, die ich bereit gelegt hatte, war zu kurz. Für den nächsten Versuch muss eine längere Tiegelzange basteln. Bandstahl dafür habe ich schon mal gekauft.

Hier dann der Tiegel, die Bronze am Boden glüht noch etwas nach.

Bronze glüht nach
Bronze glüht nach

Leider ist etwas Kohle in den Tiegel gefallen und hat die Bronze verunreinigt. Das erschmolzene Nugget hat aber einen ganz eigenen Reiz. Vielleicht mache ich einen Anhänger daraus, sozusagen als Trophäe für den ersten erfolgreichen Schmelzversuch mit dem neuen Ofen.

Bronze
Bronze

Als nächstes werde ich versuchen, eine größere Menge an Bronze zu schmelzen, damit ich einen Guss versuchen kann. Die Frage, wie ich zu einem größeren Tiegel komme ist noch offen.

Die Gasbetonsteine sind allerdings nicht ganz feuerfest. An den Stellen, die wirklich heiß geworden sind, ist das Material geschrumpft und spröde und rissig geworden

Doch nicht ganz so feuerfest
Doch nicht ganz so feuerfest

Das heisst, ich werde Teile des Ofens immer wieder neu aufbauen müssen, da sie nach und nach den Geist aufgeben. Aber im Moment freue ich mich, das war das erste Mal, dass es mir gelungen ist, goldene Aluminiumbronze zu erschmelzen, d.h. mit einem höheren Kupferanteil und einem Schmelzpunkt von etwas über 1000°.

 

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