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Nochmal Raumhafen


Lange hatte ich an dieser Szene gebastelt, aber irgendwie erschien sie mir immer langweilig und öde.

Raumhafen
Raumhafen

Das Interesse daran auf DeviantArt hielt sich ebenfalls in Grenzen, und so beschloss ich, mal über meinen Schatten zu springen und im Forum um Hilfe zu bitten. Eine Person hatte tatsächlich eine Reihe Tipps parat, die alle gut und richtig klangen.

Und so ging ich dann zurück an den Computer und begann mit dem Umbau. Die Kamera an eine andere Position, das Sonnenlicht in einer anderen Farbe, zusätzliches Streulicht vom Himmel in einem Rotton. Wegen der neuen Kameraposition musste ich einige der Berge umsetzen, einen der Canyons und auch einige der Raumschiffe auf dem Landefeld, um wieder einen ausgewogenen Bildeindruck zu erreichen. Nun habe ich dieses:

Raumhafen
Raumhafen

Und Frust. Das hat Stunden gedauert mit all den Änderungen, und irgendwie finde ich es kaum besser als die vorige Version. Die alte Version sieht für mich sogar irgendwie natürlicher aus, wenn auch nicht unbedingt interessanter.

Ich denke, ich lege jetzt erst mal eine Pause ein, und schaue dann, wie es weitergeht mit meinen Science-Fiction Bildern. Science-Fiction bleibt im Moment jedenfalls mein Hauptinteresse.

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Ein Marsianisches Fort


Als Jugendlicher bekam ich von meinem Bruder einen Band aus der ZBV Serie von K.H. Scheer geschenkt, „Privileg Venusgeist“. Begeistert gelesen und dann die Frage, „Gibt es mehr davon?“ In einer Zeit ohne Internet und für mich als Jugendlichen schwer zu beantworten. Als junger Erwachsener fand ich durch Zufall in einer Werbung eines Versandbuchhandels eine Neuauflage, und habe nach und nach alle 50 Bände bestellt.

Ich würde hier gerne weit ausholen und über die Marsianer aus der Serie erzählen, ihrem Krieg gegen die Deneber, und was die Menschen dann als Überreste davon auf dem Mond und Mars entdeckten.

Seit dieser zeit ging es mir immer wieder durch den Kopf, eine der marsianischen Verteidigungsstellungen zu zeichnen, aber immer wieder schreckte ich davor zurück, fühlte mich nicht in der Lage, das so zu Papier zu bringen, dass es den Schilderungen aus den Romanen gerecht werden würde.

Letzte Woche wollte ich es dann doch einmal versuchen, zumindest einen Anfang zu machen. Einige Stunden K(r)ampf mit diverser Software und ihren Eigentümlichkeiten später hatte ich dann eine einigermaßen akzeptable Marslandschaft und die Basis für das Fort.

Marsianische Festungsanlage
Marsianische Festungsanlage

Dort sollte eines der großen marsianischen Fusionsgeschütze hin, gedacht zur Raumschiffsabwehr. Die Schilderungen aus den Romanen waren beeindruckend, aber nicht sehr bildhaft. Außer der Idee, dass die Geschütze im Normalfall von einer Kuppel geschützt unter dem Sand verborgen lagen, und nur im Verteidigungsfall ausgefahren wurden, ist mir wenig im Gedächtnis geblieben.  Groß, mächtig, laut und irrsinnig zerstörerisch – das ist alles beeindruckend zu lesen, aber wie entwirft man ein Bild von einem Geschütz, das all diese Attribute transportiert?

Ein solches Fusionsgeschütz hatte ich ja schon einmal versucht zu entwerfen, mit beschränktem Erfolg. Siehe https://gedankenweber.wordpress.com/2017/02/10/fusionsgeschutz/

Aber es war das beste was ich hatte, und so baute ich dann die Kuppel und noch etwas Dekoration um das Geschütz herum, um wenigstens annähernd so etwas wie ein marsianisches Raumabwehrgeschütz zu bekommen. Sieht aber eigentlich immer noch viel zu brav aus …

Marsianische Festungsanlage
Marsianische Festungsanlage

Etwas weniger brav dann in Aktion.

Marsianische Festungsanlage
Marsianische Festungsanlage

Wer hier noch Einflüsse aus dem Film „Space Battleship Yamato“ vermutet, liegt damit gar nicht so falsch. Meiner Meinung nach einer der besseren science-fiction Filme aus neuerer Zeit, und einmal wohltuend anders als die amerikanische sci-fi, die sonst so über die Leinwand flimmert.

Mein Dank an Herrn Scheer, für die spannenden Romane, und die Mitwirkenden an „Space Battleship Yamato“ für die Inspiration!

 

Spiel’s noch einmal, Sam


Seit etwa sechs Jahren habe ich eine Gallerie bei DeviantArt und in letzter Zeit kam mir immer wieder der Gedanke, „Das kannst Du inzwischen besser“, wenn ich mir die alten Bilder ansah. Der erste Renovationsversuch verlief auch recht erfolgreich, mit einer neuen Version des Raytracers und ein paar neuen Tricks bei der Nachbearbeitung, die ich mir im Lauf der Jahre angeeignet hatte, wurde die neue Fassung der „Purple Lounge“ gleich um einiges ansehnlicher.

Das nächste Projekt sollte dann eine Neufassung der „New Earth Station“ werden, hier das alte Bild von 2012:

New Earth Station, 2012
New Earth Station, 2012

Dummerweise hatte ich hier die Idee, die Station und den Planeten neu zu modellieren, und es zeigte sich, dass es gar nicht so leicht war, das Niveau des alten Planeten wieder zu erreichen, geschweige denn zu übertreffen. Vor allem die Wolken machten mir schwer zu schaffen, auch wenn ich ein neues Feature des Raytracers gelernt habe, das solche Strukturen einfacher macht. Eine Woche und etliche frustrierende Momente später bin ich nun hier:

New Earth Station, 2018
New Earth Station, 2018

Das ist die erste Fassung der neuen Station, die in einigen Aspekten tatsächlich besser aussieht als die alte – ich muss jedoch sagen, das alte Bild hat für mich immer noch seinen Charme, das neue wirkt vor allem sauberer und moderner, aber nicht unbedingt „besser“.

Fazit: Fünf Jahre mehr Erfahrung mit den Werkzeugen bedeutet nicht automatisch, dass man so eine Szene in einem Tag oder gar in einigen Stunden verbessern könnte.

 

Trägerschiff, vorläufig endgültige Version


Seit dem ich sie entdeckt habe, liebe ich die Formierung, „die vorläufig endgültige Fassung“. Eigentlich sollte ich jedoch sagen, ich habe im Moment keine Lust und auch keine Ideen mehr, mein Trägerschiff noch weiter zu verbessern. Daher hier die vorläufig engültige Version, bis die Lust am Basteln wiederkommt.

Einmal ohne aktivierten Schutzschild:

Tetrahedron Explorer
Tetrahedron Explorer

Und einmal mit:

Tetrahedron Explorer
Tetrahedron Explorer

Was ich jetzt noch gerne machen würde, wäre ein kurzes Video eines Vorbeiflugs – das Schiff näherst sich aus der Tiefe des Alls der Kamera, zieht vorbei und mit dem Schwenk der Kamera kommt ein Planet ins Bild, das Ziel des Schiffs.

Leider sind die Zeiten für die Berechnung eines Bildes unrealistisch füer ein Video. Das einfache Schiff ohne Schild liegt in der gezeigten Größe bei 15 Minuten, die Fassung mit den Tochterschiffen und aktivierten Energieschilden bei über 5 Stunden. Und für eine Sekunde Video braucht es mindestens 24 Bilder, d.h. für den Vorbeiflug müsste mein Computer tage- oder gar wochenlang rechnen. Vielleicht versuche ich es dennoch, in einer geringeren Auflösungund ohne Interpolation. Im bewegten Video merkt man das vermutlich nicht so sehr.

Trägerschiff II, Softwareprobleme


Mit dem Entwurf meines Trägerschiffs ging es nicht mehr so recht voran. das Hauptproblem war die Zeit, die der Raytracer brauchte, um zumindest eine Vorschau zu erstellen. Ein halbwegs intuitives Arbeiten war mit den ganzen Zwangspausen nicht mehr möglich.

Als Schuldiger war recht schnell die Gestaltung der Oberfläche ausgemacht. Lange zögerte ich, das rückgängig zu machen, aber schließlich gab es keinen anderen Weg und ich habe zuerst den alten Aufbau entfernt und dann versucht, die neuen Details so zu entwerfen, dass die Zeiten für die Erstellung einer Vorschau unter einer Minute bleiben.

Das hat so weit geklappt, aber die nächste Falle schnappte prompt zu als ich versuchte, dem Schiff einen Schutzschild zu geben.

Tetrahedron Explorer mit aktiviertem Schutzschild
Tetrahedron Explorer mit aktiviertem Schutzschild

Eigentlich einfach – ein halbtransparentes Ellipsoid darum, fertig. Haste gedacht – mit Schild, kein Antriebseffekt, aber keine Erklärung wo der abgeblieben ist.

Ich hatte dem Ellipsoid das Schlüsselwort „hollow“ verpasst, wie es die Anleitung des Raytracers beschreibt, wenn man darin sogenannte „media“ Effekte haben möchte, und der Gasstrahl des Antriebs ist so einer. Stunden und zahllose Experimente später habe ich dann entdeckt, dass es funktioniert wenn ich von dem Ellipsoid des Schildes ein leicht kleineres Ellipsoid abziehe, was wohl den Freiraum schafft, den der Gasstrahl braucht – aber eigentlich sollte das „hollow“ Schlüsselwort für einen Körper ja genau das tun. Naja, nächtes Mal weiß ich das dann, aber es ist ärgerlich, so viel Zeit mit Softwareproblemen zu verlieren, die ich eigentlich am Modell arbeiten wollte.

Tetrahedron Explorer
Tetrahedron Explorer

Schließlich habe ich auch noch versucht, den Sternenhintergrund etwas bunter und abwechslungsreicher zu gestalten. Nicht zu aufdringlich, der Hintergrund soll ja nicht mit dem Schiff in Konkurrenz treten, aber genug damit es interessanter wirkt.

Tetrahedron Explorer
Tetrahedron Explorer

Insgesamt denke ich, ist mir ein Schritt voran gelungen, aber es gibt noch viel zu tun. Mal sehen, wann ich wieder Zeit und auch Motivation für die Arbeit am Schiffsmodell habe – und wie viel davon wieder für irgendwelche Seltsamkeiten der Software draufgeht.

 

Ein Trägerschiff


Schon zu schülerzeiten hatte ich gerne dreieckige Raumschiffe gemalt. Auf Karopapier war das sehr schön einfach, und die mit dem Raster gab es dann auch gleich einige feste „Klassen“ der Schiffe. Ab und an wurde daraus dann auch ein kleiner Flottenverband.

Vor einiger Zeit kamen mir die Pfeilschiffe wieder in den Sinn, und ich begann, ein 3D Modell zu entwerfen. Ein Trägerschiff sollte es werden, das eine Anzahl kleinerer Schiffe mit sich trägt.

Tetrahedron Carrier
Tetrahedron Carrier

Eine gute und interessant gestaltete Hülle für Raumschiffe zu entwerfen war deutlich schwieriger als erwartet, und trotz allen Fortschritten bin ich damit immer noch nicht ganz zufrieden.

Und obwohl ich eher zum Pazifismus neige, waren die einzigen „Dekorationen“, die ich bereits fertig zur Verfügung hatte Laser- und Fusionsgeschütze, also pflasterte ich die Hülle damit – auch einige Radarschüsseln konnte ich aus älteren Projekten wiederverwenden.

Nachdem ich mit den Entwurf eingermaßen zufrieden war, bastelte ich dann einen Ersatz für die Geschütze, Kommunikations- und Sensortürme.

Tetrahedron Explorer
Tetrahedron Explorer

Leider sieht man die Kommunikationstürme kaum, bestenfalls wenn man in der vollen Auflösung ganz genau hinschaut (Bilder anklicken). Die drei Laser habe ich belassen, da ich denke, Raumschiffe brauchen eine Bewaffnung zur Selbstverteidigung, vor allem wenn das Schiff als Erkunder in unbekannten Regionen unterwegs ist, wo man sich nicht auf die Anwesenheit einer Schutzmacht verlassen kann.

Durch den Preis und die Größe bedingt, hat nur das Mutterschiff einen Sprungangtrieb für Hypersprünge von einem Sonnensystem zum nächsten. Die Tochterschiffe haben dafür stärkere konventionelle Antriebe und können innerhalb eines Systems recht schnell navigieren, müssen aber immer wieder zum Auftanken zum Mutterschiff zurückkehren.

Die Schutzschirme der Schiffe sind so geschaltet, dass sich die Schirme der Tochterschiffe im gedockten Zustand mit dem Schirm des Mutterschiffs überlappen und so einen deutlichen stärkeren Schutz bilden, als jedes Schiff für sich alleine hätte.

 

 

Übungen mit Wasserfarbe II


Eine Szene aus der „Bergbau im Weltraum“ Geschichte – ein Hotelaufenthalt auf einem von Echsenwesen bevölkerten Planeten. Die Echsen liebten steinige Umgebungen, und so waren auch die Räume gestaltet – die Wände mit Natursteinplatten verkleidet, der Boden mit Schotter oder Kies bedeckt, die Schlafstätten steinere Einfassungen, die mit feinem Sand gefüllt waren.

Vor einige Zeit versuchte ich, ein Hotelzimmer in diesem Design zu skizzieren, passend zu der Szene aus der Geschichte.

Hotelzimmer der Drehkar
Hotelzimmer der Drehkar

Eigentlich wollte ich die Szene anschließend mit Wasserfarben ausgestalten, aber mir wurde bei der Skizze klar, dass meine Fähigkeiten dazu bei weiten nicht ausreichen. Allein schon die Steinplatten an den Wänden schienen eine Herausforderung zu sein, von der Lampe links oder dem Springbrunnen rechts hinten ganz zu schweigen.

Ich beschloss dann, zuerst einmal einzelne Elemente der Szene zu üben. Hier nun das erste Resultat – eine Studie des Springbrunnens in der Ecke, mit den Steinplatten für die Wände und einem Test, wie man einen solchen, mit Kies bestreuten Boden, mit Wasserfarben darstellen könnte.

Übung, Drehkar Zimmerspringbrunnen
Übung, Drehkar Zimmerspringbrunnen

Leider habe ich die Perspektive falsch angelegt, und der Brunnen wirkt schief. Zudem dachte ich am Anfang, das wird eine schnelle Übung und habe viele Linien für das Mauerwerk mit den graublauen Steinen zu schlampig gezogen … aber mit allen Fehlern war es rückblickend doch eine gute Übung. Etwa 10 Stunden habe ich investiert.

Im Moment fühle ich mich sehr unsicher ob ich mich jemals an das komplette Zimmer wagen werde, aber die Szene mit der Lampe links und der Kristallkaraffe auf dem steinernen Tisch reizt mich. Vor allem, wenn ich es schaffe den Raum abgedunkelt zu gestalten, der Schein der Lampe erhellt die Wand und den Tisch, und die Kristallkaraffe funkelt im Licht der Lampe. Angesichts meiner Fähigkeiten muss ich wohl sagen: Nun, man wird ja noch träumen dürfen! Aber mal sehen, wie weit hier Wunsch und Wirklichkeit zusammenkommen können.