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Nochmal Trägerschiff


Bislang krankte die Präsentation des Trägerschiffs immer daran, dass ich zwei Bilder veröffentlichen musste, eines mit den angedockten Tochterschiffen, und eines mit der Flotte im Flug.

Jetzt habe ich endlich beide in einem Bild:

Trägerschiff Duo
Trägerschiff Duo

Ausser dem neuen Arrangement gibt es nicht viel Neues. Der Planet im Hintergrund hat ein paar Updates bekommen, ist aber auch ein älteres 3D Modell.

Ein Stillleben in 3D


Eigentlich hatte ich etwas ganz anderes vor – schon auch 3D, aber ein ganz andere Szenerie. Allerdings kam ich dort schon bald nicht mehr weiter, einen Robot-Esel zu modellieren übesteigt im Moment meine Fertigkeiten. Und so begann ich eine andere Idee umzusetzen, ein kleines Stillleben mit einem Wasserspiel und einem Bonsai-Bäumchen.

Wasserspiel mit Bonsai
Wasserspiel mit Bonsai

In dieser Szene habe ich zum ersten Mal Tiefenschärfe eingesetzt. Auch eine Berechnung, die das Raytracing enorm verlangsamt, bislang der Hauptgrund, warum ich das Feature nicht benutzt hatte.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass es hierfür eine einigermaßen effiziente Implementierung gibt – aber auch wenn es sie geben sollte, PovRay braucht dafür eine ganze Menge Extrazeit. Das Ergebnis ist jedoch ganz schön geworden.

 

Aktualisierung: Neue Zaubertränke


Auch nach bald 20 Jahren lerne ich immer noch neues über Povray und immer wieder verbessere ich alte Grafiken mit den neuen Erkenntnissen. Diesmal waren es die Fläschchen für Zaubertränke die vom gestiegenen Wissen über Glas und Flüsigkeiten mit Povray profitiert haben.

Zaubertrank
Zaubertrank

Da diese ursprünglich für ein Spiel mit isometrischer Grafik gedacht waren, gibt es diese jetzt als Creative Commons auf opengameart.org:

https://opengameart.org/content/12-new-potion-flacons

Ein Baum im Glaswürfel v2


Man sagt, die Rechenleistung aktueller Computer verdoppelt sich alle zwei Jahre. Leider nicht die der bereits verkauften Geräte, aber wenn man die jeweils aktuellen Angebote vergleicht, dann kommt man zu der Regel.

Grob 4 Jahre ist es her, dass ich die Grafik eines Baumes im Glaswürfel beiseite gelegt habe, weil mein Computer damals einfach nicht in der Lage war, ein höher aufgelöstes Bild davon zu berechnen.

Seitdem hat sich nicht nur die Hardware weiter entwickelt, auch der Raytracer hat Updates bekommen und ich habe dazugelernt, wie man solche Szenen effizient kodiert- also so, dass der Computer die Szene effizient berechnen kann. Und so gibt es den Baum jetzt in der 2018er Version:

Baum im Glaswürfel 18-2
Baum im Glaswürfel 18-2

Technisch besser, aber die alte Version hatte auch ihren Charme. Nostalgie?

Sprungstation


Eigentlich wollte ich der Station noch mehr Details geben, aber im Moment sieht es so aus, als würde diese Fassung auf absehbare Zeit die letzte bleiben.

Sprungstation
Sprungstation

Im Weltraum gibt es eigentlich keine Medium, das Licht streuen kann, somit ist die Darstellung nicht reslistisch. Seltsamerweise findet man in sci-fi Gallerien jedoch sehr viele Grafiken, die mit Nebel und Streulicht arbeiten, so wie  ich es hier auch gemacht habe, also habe ich dem visuellen Effekt Vorrang über eine realistische Darstellung gegeben.

Ein Bekannter meinte, es wäre nett eine Hintergrundgeschichte zu der Station zu haben, und hier ist sie. (Auf Englisch, im Moment fehlt mir die Zeit für eine deutsche Fassung).

In the year 2351 a human expedition to the Andromeda Fog discovered the remains of a jump station. At the time it was unknown what it was good for, even less who build it, and when. It was apparently was old, very old, and damaged by asteroids and space debris to a point where little could be found out about the remains, but the original shape with an unique trumpet shaped construction in the center.

In the following years more and more of such stations were discovered among the Andromeda Fog, and some in good condition. Maps which were found in some seemed to indicate, they all were part of a network, and eventually scientists managed to repair and rebuild one to the point where the machinery could be tried and tested. They discovered that these station can send objects afar in little time but the objects arrived in severely damaged state, some deformed, some just as a cloud of debris, whatever the crew tried.

Further research revealed, this type of transport not only needs a sender, but also a receiver, to transport objects safely. A first test with two repaired stations succeeded in 2497, almost 50 years after the discovery of the first station.

While the technology of the stations is still not fully understood, a good number of jump stations were restored meanwhile and parts of the old network are in use for transport again. In the early years it was only used for unmanned freight ships, but as the crews developed more skill in controlling the machinery, the net was finally cleared for manned ships as well and has become a backbone of long range travel in the Andromeda Fog.

Still, little is known about the aliens who build the stations. From the construction and controls it seems to be safe to say, they were about as tall as humans and used limbs similar to hands for the controls, but they had an exceptional sense of color. Instead of scales or numeric display, their machinery shows values as colors, and often shows two values at once, in brightness and hue of the color, at times three, using saturation as well.

This still poses a huge challenge for the operators, who need many years of training to read those displays and still often only can do a rough guess of the values that the color actually shows.

And, it seems to be safe to say, the constructors must have been mostly deaf, if they had an acoustic sense at all. For human ears, the noise of the machinery is unbearable, and crews must wear noise cancelling equipment all the time.

No seats or furniture that could be identified as seats was found, so it is assumed the aliens preferred to stand, on whatever limbs they used as legs. No traces of feet or such were found on the floors though, so this remains unknown. The cleaning robots seem to have been operating till the point when the stations shut down due to damage or power failures.

Zurück zu den Sternen


Endlich habe ich wieder Zeit für 3D Grafik. Die Hintergrundgeschichte für diese erzähle ich, sobald das Bild weiter gediehen ist.

Sprungstation
Sprungstation

Die Station kann Raumschiffe in kurzer Zeit durch den Transportstrahl zu einem entfernten Ziel befördern. Ein Mix aus Sternentor und Teleporter, oder auch, „Beam me up Scotty“, nur für Raumschiffe statt Personen. Die Idee hier ist, dass Fähren und Frachtschiffe auf solchen Routen wenig Treibstoff verbreauchen und eventuall ganz ohne eigenen Überlichtantrieb auskommen. Damit hat man mehr Raum an Bord für Fracht und Passagiere, ist aber auf Routen mit Sprungstationen beschränkt.

Radiosity


Vor einiger Zeit bekam ich den Tipp, dass die Beleuchtung in meinen 3-D Szenen schlecht sei, und sie mit anderer Beleuchtung besser wirken könnten. Der Raytracer, den ich benutze, bietet zu den traditionellen Lichtquellen noch ein Verfahren namens Radiosity, eine Simulation von Streulicht, das von den Objekten in der Szene ausgeht. Ein erster Test war ernüchternd. Ich brauche für Radiosity andere Materialdefinitionen, da die Werte für „ambient“ und „diffuse“ anders interpretiert werden als für traditionelle Lichtquellen.

Wie so oft, war der Einstieg frustrierend. Zum einen ist das Verfahren alles andere als schnell, aber Raytracing mit vielen Lichtquellen ist ähnlich langsam, wie meine Vergleichstest ergaben. Das andere ist, dass es sehr, sehr knifflig ist, ein Parameterset zu finden, das gut aussieht – und scheinbar muss man das für jede Szene erneut anpassen. Aber mit etwas Erfahrung sollte das dann leichter und schneller gehen.

Hier das erste präsentierbare Ergebnis meiner Tests. Ich bin noch nicht ganz glücklich damit, aber es zeigt schon einige Details, die mit reinem Raytracing nicht möglich wären. Allerdings muss ich noch an der Materialdefinition für die Traktorstrahler arbeiten. Deren Spitzen sollten eigentlich ein violettes Glühen aussenden. Mehr als im Bild zu sehen.

Radiosity Beispiel, Reparaturplattform
Radiosity Beispiel, Reparaturplattform

Nachdem das so weit geklappt hatte, versuchte ich dann, die Raumhafenszene auf dem Mars umzustellen. Das brauchte auch wieder dutzende Tests, bis es einigermaßen stimmig aussah. Hier das bisher beste Ergebnis.

Radiosity Beispiel, Raumhafen auf dem Mars
Radiosity Beispiel, Raumhafen auf dem Mars

Es ist schwer, an dieser Stelle ein Fazit zu ziehen. Zum einen bietet das Verfahren zumindest in der Theorie Vorteile. Vor allem wenn eine Szene viele Lichtquellen hat, oder große Flächen, die Licht reflektieren. Das Problem ist jedoch, dass das Verfahren langsam ist, bei ungünstigen Parametern jede Menge Fehler im Bild erzeugt, und es zumindest für mich als Neuling oft nicht einsichtig ist, was jetzt genau die Ursache der Fehler ist, und wo eine Korrektur ansetzen müsste.

Wenn ich mir so die 3-D Bilder andere Künstler anschaue, dann habe ich den Eindruck, dass das noch deutlich besser geht. Aber vielleicht nicht mit der Software, die ich benutze. Die Frage ist, welche Programme die anderen nutzen, und welche davon ich mir tatsächlich leisten kann. Viele der professionellen 3-D Pakete kosten tausende von Euro, und Studentenrabatt bekomme ich auch nicht mehr.

Nochmal Raumhafen


Lange hatte ich an dieser Szene gebastelt, aber irgendwie erschien sie mir immer langweilig und öde.

Raumhafen
Raumhafen

Das Interesse daran auf DeviantArt hielt sich ebenfalls in Grenzen, und so beschloss ich, mal über meinen Schatten zu springen und im Forum um Hilfe zu bitten. Eine Person hatte tatsächlich eine Reihe Tipps parat, die alle gut und richtig klangen.

Und so ging ich dann zurück an den Computer und begann mit dem Umbau. Die Kamera an eine andere Position, das Sonnenlicht in einer anderen Farbe, zusätzliches Streulicht vom Himmel in einem Rotton. Wegen der neuen Kameraposition musste ich einige der Berge umsetzen, einen der Canyons und auch einige der Raumschiffe auf dem Landefeld, um wieder einen ausgewogenen Bildeindruck zu erreichen. Nun habe ich dieses:

Raumhafen
Raumhafen

Und Frust. Das hat Stunden gedauert mit all den Änderungen, und irgendwie finde ich es kaum besser als die vorige Version. Die alte Version sieht für mich sogar irgendwie natürlicher aus, wenn auch nicht unbedingt interessanter.

Ich denke, ich lege jetzt erst mal eine Pause ein, und schaue dann, wie es weitergeht mit meinen Science-Fiction Bildern. Science-Fiction bleibt im Moment jedenfalls mein Hauptinteresse.

Ein Marsianisches Fort


Als Jugendlicher bekam ich von meinem Bruder einen Band aus der ZBV Serie von K.H. Scheer geschenkt, „Privileg Venusgeist“. Begeistert gelesen und dann die Frage, „Gibt es mehr davon?“ In einer Zeit ohne Internet und für mich als Jugendlichen schwer zu beantworten. Als junger Erwachsener fand ich durch Zufall in einer Werbung eines Versandbuchhandels eine Neuauflage, und habe nach und nach alle 50 Bände bestellt.

Ich würde hier gerne weit ausholen und über die Marsianer aus der Serie erzählen, ihrem Krieg gegen die Deneber, und was die Menschen dann als Überreste davon auf dem Mond und Mars entdeckten.

Seit dieser zeit ging es mir immer wieder durch den Kopf, eine der marsianischen Verteidigungsstellungen zu zeichnen, aber immer wieder schreckte ich davor zurück, fühlte mich nicht in der Lage, das so zu Papier zu bringen, dass es den Schilderungen aus den Romanen gerecht werden würde.

Letzte Woche wollte ich es dann doch einmal versuchen, zumindest einen Anfang zu machen. Einige Stunden K(r)ampf mit diverser Software und ihren Eigentümlichkeiten später hatte ich dann eine einigermaßen akzeptable Marslandschaft und die Basis für das Fort.

Marsianische Festungsanlage
Marsianische Festungsanlage

Dort sollte eines der großen marsianischen Fusionsgeschütze hin, gedacht zur Raumschiffsabwehr. Die Schilderungen aus den Romanen waren beeindruckend, aber nicht sehr bildhaft. Außer der Idee, dass die Geschütze im Normalfall von einer Kuppel geschützt unter dem Sand verborgen lagen, und nur im Verteidigungsfall ausgefahren wurden, ist mir wenig im Gedächtnis geblieben.  Groß, mächtig, laut und irrsinnig zerstörerisch – das ist alles beeindruckend zu lesen, aber wie entwirft man ein Bild von einem Geschütz, das all diese Attribute transportiert?

Ein solches Fusionsgeschütz hatte ich ja schon einmal versucht zu entwerfen, mit beschränktem Erfolg. Siehe https://gedankenweber.wordpress.com/2017/02/10/fusionsgeschutz/

Aber es war das beste was ich hatte, und so baute ich dann die Kuppel und noch etwas Dekoration um das Geschütz herum, um wenigstens annähernd so etwas wie ein marsianisches Raumabwehrgeschütz zu bekommen. Sieht aber eigentlich immer noch viel zu brav aus …

Marsianische Festungsanlage
Marsianische Festungsanlage

Etwas weniger brav dann in Aktion.

Marsianische Festungsanlage
Marsianische Festungsanlage

Wer hier noch Einflüsse aus dem Film „Space Battleship Yamato“ vermutet, liegt damit gar nicht so falsch. Meiner Meinung nach einer der besseren science-fiction Filme aus neuerer Zeit, und einmal wohltuend anders als die amerikanische sci-fi, die sonst so über die Leinwand flimmert.

Mein Dank an Herrn Scheer, für die spannenden Romane, und die Mitwirkenden an „Space Battleship Yamato“ für die Inspiration!