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Was für eine Art von Flucht ist das?


Immer wieder liest man, dass vor allem junge Männer unter den Flüchtlingen sind, die Deutschland in diesen Wochen und Monaten erreichen.

Man liest dann auch, dass diese Männer die Familie „nachholen“ wollen.

Ich frage mich, was für eine Art von Flucht ist das, wenn der Mann sich in ein fremdes Land aufmacht, und Frau und Kinder allein zurücklässt. Zurücklässt in Gefahr, muss man annehmen, denn wenn da keine Gefahr wäre, dann müsste man nicht fliehen.

Irgendwie will in meinem Kopf das nicht zusammenpassen. Man flieht aus einem Bürgerkriegsgebiet, lässt aber Frau und Kinder im Bombenhagel zurück, um sie dann später nachzuholen (falls sie noch am Leben sind)?

Aus dem zweiten Weltkrieg finde ich Bilder von Trecks, wo ganze Dörfer mit Mann und Maus, Kind und Kegel, die ganze Familie und eventuell noch ein Haustier vor dem Krieg geflohen sind. Da blieb niemand zurück, denn man später nacholen wollte. Denn sie wären später tot gewesen. Wer zurück blieb, war meist zu alt oder zu krank für die Flucht, und hatte mit dem Leben notgedrungen abgeschlossen.

Um so weniger verstehe ich das Zurücklassen der Familie in Gebieten aus denen man aus Gefahr um das Leben fliehen muss.

Oder fliehen diese Flüchtlinge gar nicht? Sind die Familien dort, wo sie hergekommen sind, etwa sicher? Sicher genug, um ohne Mord, Vergewaltigung durch Banditen, Milizen, Söldner oder Soldaten dort zu bleiben?

Wenn es dort so sicher ist, dass man Frauen, die im Allgemeinen gerade wegen Vergewaltigungen besonders gefährdet sind, dort zurücklassen kann, dann frage ich mich, ob eine Aufnahme der geflohenen Männer als Asylanten gerechtfertigt ist. Denn entweder erreicht uns dann feiges Pack, das seine Familie in Lebensgefahr zurücklässt um die eigene Haut zu retten, oder Betrüger, da es für die Familie in der Heimat sicher genug ist. Sonst kämen nicht vorwiegend junge Männer, sondern Familien mit Sack und Pack, vom Opa bis zum Enkel.

Geflohene, unverheiratete Männer nehme ich logischerweise von der Argumentation aus, und ich muss zuegeben, ich weiss nicht wie groß der Anteil ist. Aber ich weiss, dann in den Ländern aus denen viele der Flüchtlinge kommen, eher früh und sehr regelmässig geheiratet, oder (zwangs-)verheiratet wird. „Singles“ in unserem Sinn werden in den dortigen Kulturkreisen sehr gering geschätzt, und (fast) niemand will das freiwillig sein.