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Klimawandel, wieder mal Fragen


Das Erdinnere ist heiß, teilweise glutflüssig, wie man an der Lava sehen kann, welche die Vulkane ausspucken. Auch Bergleute können berichten, dass die Temperatur steigt, je tiefer man gräbt, und tiefe Bohrungen ergaben das gleiche Ergebnis – zuminbest in dem von uns erfassbaren Bereich wird zum Erdmittelpunkt zu erst mal wärmer.

In der Literatur werden zwei Erklärungen genannt, einmal Restwärme aus der Entstehungszeit der Erde, und die Energie aus dem radioaktiven Zerfall schwerer, instabiler Isotope, z.B. natürlich vorkommendes Uran und Thorium.

Aus meinem Interesse für Science Fiction und Astronomie habe ich die Idee mitgenommen, dass Planeten wie die Erde ohne die Wärme von innen deutlich kälter wären. Ich habe versucht dazu eine Quantitative Aussage zu finden, also wie groß der Einfluss der Erwärem an der Oberflächentemperatur ist, konnte bislang aber nichts finden (vermutlich wieder mal zu Blöd zum googeln, wäre nicht das erste mal).

Eines ist jedoch sicher – die Wärme aus dem Erdinneren hat einen Einfluss.

Was mich jetzt interessiert, ist, wie groß ist der Einfluss, und welchen Schwankungen ist er unterworfen? Könnte die Erwärmung die wir als Klimawandel beschreiben, zum Teil aus dem Erdinneren kommen?

Gelogen behaupten, es gibt im Erdinneren Ströme flüssigen Magmas. Der Theorie nach transportieren diese Ströme Wärme aus dem Erdinneren nach oben. Strömt das immer gleich? Änderst sich das ab und zu? Wie schnell kann sich das ändern?

Strömungen sind oft recht stabil im Großen und Ganzen, aber dennoch immer wieder Schwankungen unterworfen. Das weiß man aus Beobachtungen der Atmosphäre, der Ozeane und der Sonne. Vermutlich gilt das auch für die Strömungen im Erdinneren.

vielleicht „heizt“ es seit 100 Jahren „von unten“ etwas besser als zuvor, und wir merken das jetzt langsam? Warum wird das nicht erforscht und diskutiert?

Grönlands Gletscher schmelzen z.B. auch von unten:

https://www.helmholtz.de/erde_und_umwelt/groenlands-eis-schmilzt-auch-von-unten-2/

D.h. die Erdwärme macht da mit, und zumindest für Grönland hat man das jetzt auch offiziell.

PS: Eine Quelle habe ich jetzt:

https://physics.stackexchange.com/questions/183235/how-much-heating-does-earth-inner-core-provide-to-the-surface

Dort wurde aus einer Publikation zitiert und geschätzt, dass es vermutlich 0,02% der Oberflächentemperatur sind, die von der Erdwärme abhängen.

Das passt zu der einen Beobachtung, dass die Erde seit Jahrmilliarden ihre innere Wärme behalten hat, aber es wundert mich schon, warum die Erdkruste besser isolieren soll als meine Thermoskanne …

 

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