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Schwimmende Windkraftwerke


Schwimmende Windkraftwerke sind interessant, weil sie die Kosten für die Fundamente einsparen und auch in tieferem Wasser, weiter von der Küste entfernt, gebaut werden können, bzw. in Landnähe montiert und dann zum Einsatzort geschleppt werden können, wo sie dann verankert werden.

Ars Technica berichtet hier von einer ersten Anlage, die seit Oktober 2017 Strom liefert, dabei recht gut abschneidet und auch schon zwei Stürme in Orkanstärke überstanden hat:

https://arstechnica.com/information-technology/2018/03/first-floating-wind-farm-has-performed-better-than-expected/

Die Frage, wie viel Lärm im Meer diese Anlagen verursachen und wie viele Wale davon wieder irritiert werden, bleibt hier allerdings unberücksichtigt. Ich hoffe, die Dinger laufen leise. Dann hätten wir eine schöne, zusätzliche Energiequelle an einem Platz, an dem es mehr und regelmässiger Wind gibt als an Land, und sie niemanden stört. Und wir müssten weniger wertvolle (und nicht erneuerbare!) Rohstoffe wie Kohle oder Öl zur Energiegewinnung verbrennen.

 

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Kondensierte Sonnenenergie


Die Frage, wie man überschüssigen Strom aus Sonnen- und Windkraft speichern kann, ist immer noch weitgehend ungelöst. Pumpspeicherkraftwerke benötigen große Speicherseen, die wegen ihrem stark schwankenden Wasserspiegel ungeliebt sind. Akkus in der benötigten größe sind immens teuer, und verbrauchen große Mengen an Rohstoffen.

Einen interessanten Artikel zu dem Thema habe ich heute entdeckt – es gibt Prozesse, um Kohlendioxid aus der Atmosphäre zusammen mit Wasser und elektrischer Energie in Methanol umzuwandeln.

Methanol ist der einfachste Alkohol, bei Raumtemperatur flüssig und als Treibstoff für Verbrennungsmotoren geeignet – pur, oder mit Benzin gemischt. Methanol ist einfach zu lagern und zu transportieren, und hat eine große Energiedichte.

In Island steht eine Anlage, die diesen Prozess benutzt – zwar nicht mit Solarstrom, sondern mit Geothermie, aber das tut der Sache keinen Abbruch:

http://green.wiwo.de/methanol-islaender-koennten-haelfte-ihres-spritbedarfs-bald-mit-oekotreibstoff-decken/

Hier schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe – man entfernt das ungeliebte Kohlendioxid aus der Atmosphäre und nutzt Energie, die sonst einfach verpuffen würde. Die Rohstoffe, Kohlendioxid, Wasser und Energie gibt es in dieser Konstellation praktisch für Umsonst, und es entsteht ein sehr brauchbares Produkt, Methanol.

Außer als Treibstoff eignet sich Methanol auch als Ausgangsstoff für etliche chemische Synthesen, im Bereich Kunstoff- und Farben-/Lackherstellung, zudem ist es ein als Lösungsmittel für eine Reihe weiterer Prozesse nützlich.