Archiv der Kategorie: Technik

Schwimmende Windkraftwerke


Schwimmende Windkraftwerke sind interessant, weil sie die Kosten für die Fundamente einsparen und auch in tieferem Wasser, weiter von der Küste entfernt, gebaut werden können, bzw. in Landnähe montiert und dann zum Einsatzort geschleppt werden können, wo sie dann verankert werden.

Ars Technica berichtet hier von einer ersten Anlage, die seit Oktober 2017 Strom liefert, dabei recht gut abschneidet und auch schon zwei Stürme in Orkanstärke überstanden hat:

https://arstechnica.com/information-technology/2018/03/first-floating-wind-farm-has-performed-better-than-expected/

Die Frage, wie viel Lärm im Meer diese Anlagen verursachen und wie viele Wale davon wieder irritiert werden, bleibt hier allerdings unberücksichtigt. Ich hoffe, die Dinger laufen leise. Dann hätten wir eine schöne, zusätzliche Energiequelle an einem Platz, an dem es mehr und regelmässiger Wind gibt als an Land, und sie niemanden stört. Und wir müssten weniger wertvolle (und nicht erneuerbare!) Rohstoffe wie Kohle oder Öl zur Energiegewinnung verbrennen.

 

Trägerschiff II, Softwareprobleme


Mit dem Entwurf meines Trägerschiffs ging es nicht mehr so recht voran. das Hauptproblem war die Zeit, die der Raytracer brauchte, um zumindest eine Vorschau zu erstellen. Ein halbwegs intuitives Arbeiten war mit den ganzen Zwangspausen nicht mehr möglich.

Als Schuldiger war recht schnell die Gestaltung der Oberfläche ausgemacht. Lange zögerte ich, das rückgängig zu machen, aber schließlich gab es keinen anderen Weg und ich habe zuerst den alten Aufbau entfernt und dann versucht, die neuen Details so zu entwerfen, dass die Zeiten für die Erstellung einer Vorschau unter einer Minute bleiben.

Das hat so weit geklappt, aber die nächste Falle schnappte prompt zu als ich versuchte, dem Schiff einen Schutzschild zu geben.

Tetrahedron Explorer mit aktiviertem Schutzschild
Tetrahedron Explorer mit aktiviertem Schutzschild

Eigentlich einfach – ein halbtransparentes Ellipsoid darum, fertig. Haste gedacht – mit Schild, kein Antriebseffekt, aber keine Erklärung wo der abgeblieben ist.

Ich hatte dem Ellipsoid das Schlüsselwort „hollow“ verpasst, wie es die Anleitung des Raytracers beschreibt, wenn man darin sogenannte „media“ Effekte haben möchte, und der Gasstrahl des Antriebs ist so einer. Stunden und zahllose Experimente später habe ich dann entdeckt, dass es funktioniert wenn ich von dem Ellipsoid des Schildes ein leicht kleineres Ellipsoid abziehe, was wohl den Freiraum schafft, den der Gasstrahl braucht – aber eigentlich sollte das „hollow“ Schlüsselwort für einen Körper ja genau das tun. Naja, nächtes Mal weiß ich das dann, aber es ist ärgerlich, so viel Zeit mit Softwareproblemen zu verlieren, die ich eigentlich am Modell arbeiten wollte.

Tetrahedron Explorer
Tetrahedron Explorer

Schließlich habe ich auch noch versucht, den Sternenhintergrund etwas bunter und abwechslungsreicher zu gestalten. Nicht zu aufdringlich, der Hintergrund soll ja nicht mit dem Schiff in Konkurrenz treten, aber genug damit es interessanter wirkt.

Tetrahedron Explorer
Tetrahedron Explorer

Insgesamt denke ich, ist mir ein Schritt voran gelungen, aber es gibt noch viel zu tun. Mal sehen, wann ich wieder Zeit und auch Motivation für die Arbeit am Schiffsmodell habe – und wie viel davon wieder für irgendwelche Seltsamkeiten der Software draufgeht.

 

Wir fallen weiter zurück …


Ich weiss nicht, ob ich das hier im Blog schon mal thematisiert hatte, oder nur in Gesprächen mit Kollegen, aber seit langem sehe immer weniger Branchen, in denen wir tatsächlich führend sind. Meine Bekannten und Kollegen heben hervor, dass es immer noch einzelne Unternehmen gibt, die Weltmarkführer sind, aber für mich blieb immer wieder das Gefühl, das wir in immer größeren Bereichen den Anschluss verlieren.

ScienceFiles, die sich sonst mehr mit Sozialwissenschaften beschäftigen, haben das heute auch entdeckt. Während ich eher Mängel in der Ausbildung der Handwerker,  Techniker und Ingenieure vermutete, hat ScienceFiles eine neue Erklärung angeboten: das Klima in Deutschland sei durch Frauenförderung für leistungsorientierte Männer unattraktiv geworden, und die zunehmende Verbreitung nicht-technischer Studien führt zwar zu einer Akademikerschwemme, aber nicht zu Fortschritt:

https://sciencefiles.org/2018/01/16/deutschland-wird-zum-gespott-der-welt-oder-gender-studierte-bauen-keine-brucken-oder-schiffe/

Beispiele für aktuelles Versagen gibt es dort reichlich, besonders peinlich finde ich unsere neue Superschlachtfregatte, die nicht seetauglich und gegen Luftangriffe wehrlos ist. Erinnert sich noch jemand an Pearl Harbour? Damals wurde zum ersten Mal klar, dass sich die Zeiten geändert haben, und die neue Bedrohung für Kriegsschiffe aus der Luft kommt. Vielleicht ist das so lange her, dass es hierzulande schon wieder vergessen wurde …

Nachtrag: Deutschland hat wenige natürliche Rohstoffe, die wir abbauen und verwerten oder verkaufen können. Unser Rohstoff war und ist das Hirnschmalz, mit dem wir Produkte – und zu einem gewissen Grad auch Dienstleistungen – entwickeln, die andere nicht oder nicht in dieser Qualität herstellen könnnen. Wenn wir das verlieren, dann sind wir wirklich arm dran, denn selbst viele Entwicklungsländer können dann immer noch ihre Bodenschätze verkaufen, während wir dann gar nichts mehr haben. Oder möchte hier jemand für weniger Lohn als ein Arbeiter in Bangladesh arbeiten, in direkter Konkurrenz über den Preis?

 

 

Ein Trägerschiff


Schon zu schülerzeiten hatte ich gerne dreieckige Raumschiffe gemalt. Auf Karopapier war das sehr schön einfach, und die mit dem Raster gab es dann auch gleich einige feste „Klassen“ der Schiffe. Ab und an wurde daraus dann auch ein kleiner Flottenverband.

Vor einiger Zeit kamen mir die Pfeilschiffe wieder in den Sinn, und ich begann, ein 3D Modell zu entwerfen. Ein Trägerschiff sollte es werden, das eine Anzahl kleinerer Schiffe mit sich trägt.

Tetrahedron Carrier
Tetrahedron Carrier

Eine gute und interessant gestaltete Hülle für Raumschiffe zu entwerfen war deutlich schwieriger als erwartet, und trotz allen Fortschritten bin ich damit immer noch nicht ganz zufrieden.

Und obwohl ich eher zum Pazifismus neige, waren die einzigen „Dekorationen“, die ich bereits fertig zur Verfügung hatte Laser- und Fusionsgeschütze, also pflasterte ich die Hülle damit – auch einige Radarschüsseln konnte ich aus älteren Projekten wiederverwenden.

Nachdem ich mit den Entwurf eingermaßen zufrieden war, bastelte ich dann einen Ersatz für die Geschütze, Kommunikations- und Sensortürme.

Tetrahedron Explorer
Tetrahedron Explorer

Leider sieht man die Kommunikationstürme kaum, bestenfalls wenn man in der vollen Auflösung ganz genau hinschaut (Bilder anklicken). Die drei Laser habe ich belassen, da ich denke, Raumschiffe brauchen eine Bewaffnung zur Selbstverteidigung, vor allem wenn das Schiff als Erkunder in unbekannten Regionen unterwegs ist, wo man sich nicht auf die Anwesenheit einer Schutzmacht verlassen kann.

Durch den Preis und die Größe bedingt, hat nur das Mutterschiff einen Sprungangtrieb für Hypersprünge von einem Sonnensystem zum nächsten. Die Tochterschiffe haben dafür stärkere konventionelle Antriebe und können innerhalb eines Systems recht schnell navigieren, müssen aber immer wieder zum Auftanken zum Mutterschiff zurückkehren.

Die Schutzschirme der Schiffe sind so geschaltet, dass sich die Schirme der Tochterschiffe im gedockten Zustand mit dem Schirm des Mutterschiffs überlappen und so einen deutlichen stärkeren Schutz bilden, als jedes Schiff für sich alleine hätte.

 

 

Spektrum einer LED Lampe


Mehr oder weniger durch Zufall hat eines meine Glasobjekte das Licht meiner LED Deckenlampe in ein Spektrum zerlegt und an die Wand projiziert.

LED Spektrum
LED Spektrum

Ich finde das hochinteressant. Ich hatte nämlich ein Linienspektrum erwartet. Entweder ich hatte es in der Schule gelernt, oder aus Elektronik-Büchern, aber mein Wissensstand war, dass die Frequenz der ausgesandten Photonen, und damit die Farbe, von der „Sprunghöhe“ am PN-Übergang abhängt, und diese wiederum vom Kristall, also den Materialien. D.h. ich dachte, alle Photonen haben die gleiche Wellenlänge, weil alle aus dem selben PN-Übergang stammen.

Auch Wikipedia scheint diese Idee zu unterstützen

Die Farbe einer Leuchtdiode hängt wesentlich vom Bandabstand des eingesetzten Halbleitermaterials ab.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtdiode#Farben_und_Technologie

Allerdings sind die „Linien“ wohl wesentlich breiter, die Frequenz der Photonen nicht so einheitlich wie ich dachte, und auch die Abbildungen auf Wikipedia zeigen für einfarbige LEDs relativ breite Bänder im Spektrum.

Diese kombinieren sich in den LED Lampen wohl zu einem sehr schönen, kontinuierlichen Spektrum. Ich muss sagen, das LED Licht gefällt mir wesentlich besser als das aus den Energiesparlampen, aber Halogen scheint mir immer noch einen Tick vorne zu liegen, was die Licht- bzw. Farbqualität angeht.

Wieder was gelernt: Elektromobilität – Akkutriebwagen


Akkubetriebene Elektroautos für die Strasse sind ja in aller Munde, um so interessanter fand ich die Information, dass das Konzept auf der Schiene eine lange und durchgehende Tradition hat – sogar mit den heutzutage als ach-so-schlecht verschrieenen Blei-Säure-Batterien.

Ab 1907:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wittfeld-Akkumulatortriebwagen
https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_ETA_176
https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_ETA_150

Seltsam nur, dass unsere High-Tech alle so alt ist … wo bleiben eigentlich die neuen Ideen? Das hier sind jetzt 110 Jahre, die Brennstoffzelle ist noch älter, Gasmotoren gibt es auch schon ewig, erste Studien so ab 1790, der erste „richtige“ ab 1860.

Der Bleiakku ist von 1854, Nickel-Cadmium von 1899, Nickel-Eisen (schwermetallfrei und extrem langlebig) von 1901.

Irgendwie gab es zwischen 1800 und 1900 enorm viel Fortschritt, dann um 1950 noch mal die Atomtechnik und dann nichts neues mehr, was die Antriebs- und Energietechnik angeht, nur noch Detailverbesserungen.

Neue Akkumaterialien sind ja schön, auch neue Magnete für die Motoren, aber die Konzepte sind alle über 100 Jahre alt. Wird Zeit für was neues …

Und nein, selbst das Atomauto oder der Atomzug, falls sie denn kämen, würde auch auf mehr als 60 Jahre alter Technik basieren. Wir brauchen mal was richtig neues.

 

Flugbahnchaos an der Straßenlampe


Eines Tages sind mir Insekten aufgefallen, die um eine Straßenlaterne schwirrten. Ich habe dann ausprobiert, ob man die Flugbahnen der Insekten in einer Langzeitbelichtung sichtbar machen kann – und siehe da, es geht!

Flugbahnchaos an der Straßenlampe
Flugbahnchaos an der Straßenlampe

Interessant auch, dass die LEDs der Laterne gepulst betrieben werden. Das sieht man mit blossem Auge nicht, aber in dem Foto  macht der Effekt aus der Bahn eine Perlenkette im Rhythmus der Pulse.

Die Zukunft piepst uns was


Mir scheint, unsere elektrische Zukunft wird piepsig.

  • Das Netzteil meines elektronischen Bilderrahmens fiepst.
  • Eine meiner neuen LED Lampen fiepst.
  • Das Elektroauto des Nachbarn ein paar Häuser weiter fiepst bei langsamer Fahrt

Ja, ich weiss, das liegt an den getakteten Spannungswandlern und Leistungssteuerungen. Nein, ich glaube nicht, dass es hilft, das Piepsen in den Ultraschallbereich zu verlegen. Dann nervt man nur die Katzen, Hunde und all die andere Tiere, die hohe Frequenzen noch hören können.

Hoffentlich wird das noch besser, denn so mag ich die neue Technik nicht, auch wenn das Licht der LEDs sehr schön wäre, der Bilderrahmen ein Schmuckstück und das Auto umweltfreundlich. Aber zumindest die LED und den Bilderrahmen kann ich so nicht betreiben, das Gefiepe in der Wohnung nervt zu sehr.

Der Stählerne Säbelzahn, oder, wenn Katzen Raumschiffe bauen


Vor einige Zeit hat mich ein Bekannter gefragt, ob ich Interesse hätte an einem sehr freien Rollenspiel, mehr in der Art einer gemeinsam erzählten Geschichte ohne viel Regelwerk. Ich bin nicht mehr ganz sicher wie wir auf das Thema „Bergbau im Weltraum“ gekommen sind, aber es war etwas, das uns beide interessierte, und für mich, trotz meiner psychischen Probleme, die damals wieder mal recht heftig waren, machbar erschien.

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Bildmanipulation wird immer besser


Es fällt Menschen schon beim heutigen Stand der Technik schwer, manipulierte Fotos zu erkennen:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bildbearbeitung-Menschen-fallen-leicht-auf-manipulierte-Fotos-herein-3773950.html

Ich muss sagen, ich habe auch schon manches Bild im Internet betrachtet, und konnte nicht sicher sagen, ob es „echt“ war, editiert oder gar vom Computer generiert. Und das, obwohl ich selbst viel mit Fotos und generierten Grafiken arbeite.

Auch viele Produktgrafiken in der Werbung sind gar keine Fotos mehr, sondern auf 3D Modellen basierende Darstellungen, die ein Computer berechnet hat … ich glaube, wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass etwas, das wie ein Foto aussieht auch ein Abbild der Ralität ist – wobei auch schon Fotos irreführend sein konnten, da sie weder 3D noch Farbecht sind, und das Linsensystem im Objektiv auch schon perspektivische Korrekturen durchführt.