Gute Ideen aufnehmen – selbst entscheiden, was wichtig ist


Dushan Wegener schrieb unlängst,

Gerade deshalb ist wichtig: Freiheit beginnt mit dem Wort »Nein«. Beispielsatz: »Nein, Frau Kanzlerin, liebe Grüne, liebe Nachrichtensprecher und Vordenker, ich lasse mir von euch nicht vorschreiben, was mir wichtig ist.«

Quelle: https://dushanwegner.com/die-freiheit-nehm-ich-mir/

Das „Nein“ steht nicht generell für Freiheit, es ist auch das Wort der Verbote. Aber die Idee, selber zu denken, seine eigenen Prioritäten zu setzen, und der Raum das auch tun zu dürfen und können, das ist die Freiheit, die dieses Nein hier zu erringen sucht.

Wer selber denkt, macht auch Fehler. Aber er hat zumindest die Chance, nicht jeder Dummheit nachzulaufen und es beim nächsten Versuch besser zu machen. Dumm ist nicht wer Fehler macht. Dumm ist wer nichts aus Fehlern lernt. Am lehrreichsten sind Fehler die man selber macht.

Ansonsten kann ich nur empfehlen, ältere und alte Bücher zu studieren, und zu sehen welche Ideen sich bewährt haben und welche „auf dem Müllhaufen der Geschichte“ gelandet sind. Man muss nicht alles selber ausprobieren, es ist durchaus eine gute Idee von dem zu lernen, was schon gedacht und ausprobiert wurde. Und seit der Erfindung der Schrift vor rund 5000 wurde vieles gedacht, ausprobiert und niedergeschrieben.

König Hammurabi ist z.B. noch heute nach fast 3800 Jahren ein Begriff, weil er die Idee hatte, landesweit einheitliche Gesetze zu erlassen und sie niederzuschreiben und öffentlich auszulegen, damit jeder sie nachlesen und sich darauf berufen kann.

Oder Ramses II der trotz allen Propagandanebels um seinen Sieg, der vermutlich eher eine Niederlage war, den weltweit ersten schriftlichen Friedensvertrag vorweisen kann, der dann tatsächlich Jahrzehnte Frieden und damit Handel brachte, von dem beide Seiten profitierten. Das war vor rund 3200 Jahren.

Auch die Römer hatten gute Ideen, „Beide Seiten müssen gehört werden„, als Regel des Rechts, die sich Jahrhunderte bewährt hat, bis man dann auf die Idee kam Leute per Drohne zu exekutieren, bevor sie eine Chance haben, ihre Sicht der Dinge in einem Gerichtsverfahren darzulegen.

Es lohnt sich das alte Zeugs zu lesen, und sich dann seine eigene Meinung zu bilden. Die Leute damals hatten vielleicht nicht unsere Technik, doof waren sie deswegen noch lange nicht. Ich habe absichtlich einige der ältesten Begebenheiten aufgelistet, die mir in den Sinn kamen und heute noch für relevant betrachtet werden, um gerade das zu zeigen – auch eine knapp 4000 Jahre alte Idee kann für uns heute lehrreich sein. Zugegeben, es wurde auch viel Müll erdacht und niedergeschrieben, aber das zeigt uns wenigstens, was nichts getaugt hat und was wir besser nicht nachmachen sollten.

Wir standen auf den Schultern von Giganten

Ich bin nicht sicher über die Quelle dieses Zitats, aber die Botschaft ist klar – wer von den großen profitiert, kann weiter sehen. Seien es „große“ Wissenschaftler oder Philosophen, Juristen oder Handelstreibende – so viele gute Ideen wurden schon gedacht und niedergeschrieben. Nutzen wir es. Auch der Zwerg wird auf der Schulter des Riesen weit blicken können.

 

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