Halbzeit


Jetzt sind es fast 20 Jahre, dass ich im Erwerbsleben stehe.

Bis zu Rente sind es noch mal 20 Jahre.

… und in immer mehr Foren im Internet zähle ich inzwischen zu den „Alten“. Aber nicht was die Dauer der Mitgliedschaft angeht, sondern die Anzahl der Lebensjahre. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich von der Rente nicht mehr viel haben werde. Also nicht nur was die Höhe der Rentenzahlung angeht, sondern auch die Anzahl Lebensjahre in denen ich noch fit genug bin, um tatsächlich etwas mit dem Geld anzufangen.

 

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3 Kommentare zu „Halbzeit“

    1. Vielleicht ist es die Depression, die sich im Moment wieder stärker bemerkbar macht. Vielleicht Erinnerungen an den Tod meines Vaters, der kurz vor Erreichen des Rentenalters einen Herzinfarkt erlitt und an den Folgen gestorben ist.

      Vielleicht auch eine Art „Hochrechnung“. So bis 30 war alles super und toll, da tat nichts weh, und Krankheiten waren mal ein gelegentlicher Schnupfen, das übelste in der Zeit, die Windpocken. Danach ging es dann los mit vielerlei Zipperlein, Arzt, Krankenhaus. Im Moment hat sich das wieder etwas stablisiert, aber ich traue dem Frieden nicht ganz.

      Was mich auch zunehmend ärgert oder wahlweise quält oder kränkt ist der körperliche Abbau, der sich inzwischen bemerkbar macht. Als Jugendlicher – 1,50m tief springen? Kein Problem. Heute – beide Knie schmerzen nach so einem Versuch, und vieles „geht halt nicht mehr so“. Kommentar einer Bekannten nach meienr Klage über den Sprung und schlechte Knie, „Das macht man in dem Alter auch nicht mehr“. Aha. Und ich glaube, das ist erst der Anfang. Zumindest sagen das die Biologen und Ärzte, dass es ab 40 richtig los geht mit dem Abbau. Training, Übungen usw. helfen, aber der Aufwand wird immer größer, das Ergebnis immer mickriger.

      Wenn das jetzt 20 Jahre so weiter geht, wie die letzen 20 Jahre, dann … „sehe ich schön alt aus“. Im doppelten Sinne.

      Meine Großmutter müttterlicherseits ist 93 geworden, die Großeltern väterlicheseits allerdings so früh gestorben, dass ich keine Erinnerung an sie habe. Meine Mutter wurde 87, aber die letzten 3, 4 Jahre waren nur noch Qual.

      Frage ist jetzt, habe ich mehr von den väterlichen oder mütterlichen Genen? Zudem, als Mann mnuss ich da sowieso so mehr oder weniger 5 Jahre abziehen, d.h. selbst wenn ich die Gene der mütterlichen Linie habe, was das Altwerden angeht, dann werde ich viellecht 80 … und das Siechtum der letzten Jahre, das ich bei Mutter, Vater und, wenn auch kürzer, bei der Großmutter erlebt habe – also das ist kein Leben, auch wenn man noch nicht tot ist.

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