Lesetipp: Vernetzte Sinne


Ich bin gerade über einen recht interessanten Artikel gestolpert, welcher der Frage nachgeht wie Sinnesreize im Hirn verknüpft und verarbeitet werden. Angefangen von der Frage wie das Hirn eines früh erblindeten oder taub gewordenen Menschen es schafft, die jetzt brachliegenden Hirnareale wieder nutzbringend einzusetzen bis hin zu der erstaunlichen Erkenntnis dass Mäusehirne z.B. sehr schnell die Sehschärfe verbessern können, wenn die Maus nichts mehr hört.

Die Nervenbahn von der Hör- in die Sehrinde endet bevorzugt auf hemmenden Neuronen. Wenn nun die Hörrinde nicht mehr angeregt wird, hemmt sie auch die Sehrinde weniger stark. So fährt diese in Minutenschnelle ihre Aktivität hoch und verbessert die Verarbeitung.

https://www.heise.de/tp/features/Ruhe-Ich-seh-nichts-3963515.html

Zeigt auch wieder – Großraumbüro ist schlecht, weil der Lärmpegel nicht nur direkt ablenkt, sondern auch alle anderen Sinne hemmt.

Den Titel des Artikels sollte man sich merken, denk ich, „Ruhe! Ich seh‘ nichts!

Japanische Forscher setzten ihre Probanden kürzlich vor eine Art Sehtest und ermittelten die Anzahl korrekter Antworten bei Stille im Vergleich zu weißem Rauschen unterschiedlicher (aber stets milder) Lautstärke (45 bis 65dB). Schon das leise Rauschen genügte, um die Leistung messbar um etwa zehn Prozent zu verschlechtern.

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