Nachdenkliches zur globalen Erwärmung, 2 oder 4 Grad mehr


Ein Punkt aus dem Video, das ich bereits hier verlinkt hatte, bringt mich immer wieder zum Nachdenken.

Der Redner erwähnt einen Unterschied von 80 Grad zwischen Sommer und Winter in seiner Region. Ich vermute, er meint Grad Fahrenheit, die sind etwas „kleiner“ als Grad Celsius, aber in Sibirien gibt es das durchaus, dass zwischen Sommer und Winter 80 Grad Celsius liegen.

In meiner Region ist es ein bischen moderater, so etwa 50 Grad, können auch mal 60 sein in extremen Jahren (meist so -10 bis -15 im Winter und auch mal über 35 Grad im Sommer). Ich hatte mich oft schon gefragt, wie man sich da über das ganze Jahr hinweg wohl fühlen soll aka, „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“. Ich kann den Spruch nicht leiden, denn sowohl das Ausziehen im Sommer als auch das Einpacken im Winter stößt auf gewisse Grenzen … aber ich schweife ab.

Zurück zur globalen Erwärmung. Auf 2 Grad wollen die Politiker das begrenzen, mit 4 Grad wird gedroht, wenn man nichts unternimmt.

Nun, bei den 50 Grad unterschied zwischen Sommer und Winter, die ich hier habe sind 4 Grad weniger als 10%, 2 Grad weniger als 5% des Unterschieds zwischen Sommer und Winter.

2 Grad wären im Extremfall -13 statt -15 im Winter, und 37 statt 35 Grad im Sommer. Ich habe stark den Verdacht, ohne gut geeichtes Thermometer würde man das gar nicht merken. -13 und -15 Grad sind einfach kalt, 35 oder 37 Grad saumäßig heiss, ohne dass man da noch groß den Unterschied spürt.

Bei den schlimmen 4 Grad Unterschied wären es dann -11 statt -15 und 39 statt 35 Grad im Sommer. Den Unterschied könnte man fast schon spüren, aber ohne Thermometer sicherlich nur schwer als Größe benennen.

Aus dieser Sicht will mir die Dramatik der 2 oder 4 Grad wärmer nicht recht einleuchten. Scheint einfach zu wenig zu sein, um ohne Messung überhaupt bemerkbar zu sein.

Interessant wäre es, die mittlere Abweichung zu kennen, vielleicht wird es in einigen Regionen ja 6 Grad kälter und in anderen 10 Grad wärmer? Das wären im Mittel, bei gleicher Gewichtung, dann auch 4 Grad mehr, selbst wenn die Einen in der 6 Grad kälteren Region das ganz sicher als schlechten Witz bezeichnen würden.  (Meiner Region wird tatsächlich mit 4 Grad weniger gedroht, während es sonst überall wärmer werden soll, weil der Golfstrom dann nicht mehr so strömt wie gewohnt. Scheint so als hättte ich als Wärmefan da mal wieder die Arschkarte gezogen).

Vor allem, wie werden die Meßwerte überhaupt gewichtet? In der Antarktis gibt es wohl nur 8 Meßstationen, in Deutschland viele Dutzend. Nimmt man da als Gewichtung die abgedeckte Fläche einer Meßstation?

Die Antarktis hat mit Eisschild eine Fläche von mehr als 13 Mio. Quadratkilometern. D.h. so ein Thermometer ist für etwa 1.700.000 Quadratkilometer zuständig, grob eine Fläche von 1.300 x 1.300 Kilometern, größer als Deutschland. Ein einziges Thermometer! Und das gilt dann als der Wert für die ganze Fläche? Ich hoffe schwer, dass man heute per Satellit mehr Meßdaten sammeln kann, aber für die Zeit vor 1970, mit der man ja auch vergleichen will, wird es vermutlich arg dünn mit Meßdaten aus den entfernteren Erdteilen … Wie viele Meßstationen hat man eigenlich auf den Ozeanen? Eigentlich muss man ja Luft in zwei Meter Höhe messen und nicht den Boden – Satelliten können aber nur die Bodentemperatur messen, soweit ich weiss.

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