Narf der Zwergdrache, Illustrationen aus dem Taverne & Laden RP


Nachdem die Geschichte um den Stählernen Säbelzahn sich totgelaufen hatte, beschlossen wir, eine bislang nur bruchstückhaft skizzierte Welt weiter zu entwickeln. Es begann mit einer Taverne in einer kleinen Siedlung, irgendwo und irgendwann zwischen der Erfindung der Dampfmaschine und der Elektrizität.

Zu der Taverne kam dann noch ein Laden, das war mein Wunsch, weil ich zu der Zeit auch an meinem Ladenhüter Projekt bastelte, und die Idee eines Ladens auch in unserer Geschichte etwas entwickeln wollte. Mit dem Laden kam ein Helfer, ein Zwergdrache namens Narf, ein Insektenfresser. Eine Eigenschaft, die mir zuerst sehr reizvoll erschien, aber im Lauf der Zeit zu Problemen führte.  Auch, dass ich seine Handlungen in der Geschichte als relativ frech und mutig schrieb, hat dazu beigetragen, dass ich ihn später aus der Geschichte entfernen musste. Hier der Einstieg in die Probleme, eine per Blasrohr verschossene Made (das ist für Narf in etwa so wie wenn ein Mensch getrocknete Bohnen oder Erbsen per Blasrohr verschießt), die den von meinem Partner geschriebenen Tavernenbesitzer getroffen hat, und damit auch gleich den ersten Ärger verursachte.

Die Letzte Made
Die Letzte Made

In dieser ersten Skizze habe ich Narf noch mit invertierten Knien gezeichnet, später, als ich verschiedene Dinsosaurier-Bilder als Referenz studiert hatte, habe ich das dann geändert. Solche mehrgliedrigen Beine zu zeichnen ist aber ganz sicher nicht meine Stärke, wie man auch in der nächsten Illustration sehen kann.

Narf und Cawmine auf Einkaufstour
Narf und Cawmine auf Einkaufstour

Hier sind Narf und Cawmine auf Einkaufstour. Cawmine ist eine Rabendame, relativ intelligent, und wurde von meinem Partner geschrieben, vielleicht als Antwort darauf, dass ich für mich mit Narf eine zweite Figur in der Geschichte aufgebaut hatte, und er auch zwei Figuren haben wollte. Die Illustration zeigt eine Szene, in der Narf losgeschickt wurde, Futter für Cawmine zu kaufen, ihr einige Vorschläge machte, und jetzt versucht herauszufinden, was sie davon hält.

Ein kleiner Fehler meinerseits. Ich hatte meinen Partner zuerst so verstanden, dass Cawmine Sprache versteht, aber selbst nicht sprechen kann. Da hatte ich wohl zu viel hineininterpretiert, und die Szene entstand mit der Idee im Hinterkopf, dass Cawmine durchaus versteht, was Narf an Vorschlägen gemacht hat, und ihm Zeichen geben würde, was ihr als Futter am meisten zusagt.

Als ich dann die Idee einer Bekannten einbaute, den Zwergdrachen so zu entwickeln, dass er auch Feuer speien könne, nahmen die Probleme dann weiter zu. Ich hatte die Idee, dass Narf noch zu jung ist, um schon absichtlich und gezielt Feuer speien zu können, es aber bei manchen Gelegenheiten, z.B. wenn er heftig nießen muss, durchaus mal vorkommen kann.

Mein Partner wollte eine Reise per Zug und Luftschiff in die Geschichte einbauen, und ich hatte daraufhin die Idee, dass Narf sich technisch interessiert zeigen würde, und den Maschinenraum des Luftschiffs besuchen durfte, weil er einen der Maschinisten beschwatzt hatte. Passend zu der Zeit zwischen Dampfmaschine und Elektrizität hatte das Luftschiff einen Dampfantrieb … und Narf einen Nießanfall als ihm der Kohlebunker gezeigt wurde, weil ihm der Kohlestaub in die Nase kam, was eine Verpuffung und ein Feuer im Kohlebunker auslöste, und einige Aufregung verursachte, bis der Brand gelöscht war.

Beim nächsten Stopp des Luftschiffes konnte sich Narf dem drohenden Arrest durch einen gewagten Sprung aus dem Fenster entziehen, musste aber in einer Schneewehe notlanden, weil die kleinen Flügel selbst für so einen Gleitflug nicht genügend Auftrieb bringen.

Narf's Sturzflug
Narf’s Sturzflug

Aus der Schneewehe konnten wir ihn dann mehr oder weniger unverletzt wieder ausgraben. So Zwergdrachen sind zäh, aber als wechselwarme Lebewesen für die Kälte nicht gemacht. Nun ja, ein bischen weinerlich sind sie auch, wie sich dann herausstellte als er in einem geheizten Gebäude aufwärmen konnte und langsam wieder beweglich wurde.

Nach einer Diskussion mit meinem Partner über Narf und seine Eskapaden, einschließlich der Frage, wie hygiensich oder unhygienisch Maden als Nahrungsmittel und generell sind (für einen Insektenfresser wie Narf eindeutig hygienisch und keinesfalls ein Problem, für mich mit dem Wissen, dass Maden in der Wundbehandlung eingesetzt werden, tendenziell auch eher kein Problem, auch wenn ich persönlich Maden eklig finde), schien es mir dann am sinnvollsten, Narf aus der gemeinsamen Geschichte herauszunehmen, und ihn mit seinen Ersparnissen ein eigenes Geschäft eröffen zu lassen.

 In unserer RP-Welt gibt es zum Glück noch Land, auf das keiner Anspruch erhebt, und so konnte er im Wald, nahe der Siedlung und günstig an einem Weg gelegen, eine Insektenfarm mit Hofladen eröffnen.
Insektenfarm und Hofladen
Insektenfarm und Hofladen

Als eine letzte Idee, bevor ich jetzt wohl endgültig Abschied von Narf in der Geschichte nehmen muss, gab ich ihm dann noch einen Streetfood Stand am Wochenmarkt, wo er versucht, die Insekten neben seinen Kollegen Insektenfressern auch den Fleischessern schmackhaft zu machen.

Insektenburger
Insektenburger

Auf jeden Fall war es gut, wieder mal ein bischen zu zeichnen. Ich denke aber, ich sollte weg vom Zeichnen auf Papier, hin zu der Arbeit mit einem Grafiktablett am Computer. Damit scheint man bei gleichen Zeitaufwand bessere Ergebnisse zu erzielen. Leider erfordert das auch wieder viel Übung, und im Moment ist das, was ich per Grafiktablett produzieren kann, noch nicht so gut, dass ich damit etwas anfangen könnte. Ich habe mir sagen lassen, 4 Wochen Üben bis etwas Brauchbares dabei herauskommt, noch mal 4 Wochen bis die Resultate „gut“ sind, was immer „gut“ in dem Zusammenhang bedeutet …

Für mich stellen diese 8 Wochen eher zwei Jahre dar, weil ich viel zu viele Interessen habe und sicherlich keine 8 wochen am Stück üben werde. Mal sehen, wie es weiter geht. Ideen für Zeichnungen habe ich genug, Zeit und Talent leider nicht so sehr.

Das zeigt sich auch in den hier veröffentlichten Illustrationen,  an manchen Tagen hatte ich nicht viel Zeit, und viele der Skizzen und Zeichnungen sind unter Zeitdruck entstanden, was der Qualität nicht gut tat. Lediglich für die letzte konnte ich mir so viel Zeit nehmen, wie ich wollte. Daher konnte dort sogar wieder mal etwas mit Farbstiften üben.

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