Alzheimer-Ablagerungen als Wasserfilter


Im Gehirn verursachen Ablagerungen bestimmter Proteine Alzheimer. Eine Gruppe Forscher stellte diese Ablagerungen künstlich her, um sie in großem Maßstab zu untersuchen, und hat dabei erstaunliche Bindungsfähigkeiten für Schwermetallionen festgestellt – eine Eigenschaft, die das Material zur Reinigung von Wasser von Schwermetallen geeignet macht:

http://www.heise.de/tr/artikel/Ein-Filter-fuer-viele-Ionen-3098048.html

Ein Frage die sich mich aufdrängt, welcher der Artikel aber nicht nachgeht: Wenn diese Proteinfasern Schwermetalle so gut binden können, machen das dann auch die Proteinablagerungen im Gehirn? Fischen diese Ablagerungen Schwermetalle aus dem Blut und sammeln diese an?

Wenn ja, dann könnte der Wirkmechanismus, also wie diese Fasern das Gehirn schädigen und letztendlich Alzheimer auslösen, ein indirekter sein – es sind nicht Fasern selbst, sondern die hohen Schwermetallkonzentrationen, die sich an den Fasern aufbauen. Blei z.B. ist ein starkes Nervengift, und eine Ablagerung im Gehirn, die im Lauf der Zeit immer mehr Blei einsammelt, würde nach einiger Zeit hochgradig giftig für die Nervenzellen in der Umgebung. Zusätzlich zu den anderen Schadwirkungen, die so eine Ablagerung bereits hat.

Wurde oder wird das erforscht? Dazu erfährt man wieder nichts. Das wäre doch fast wichtiger, als ein neuer Wasserfilter, auch wenn der sehr schön ist.

 

 

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