Die AFD und die Schmuddelecke


In fast allen Berichten, die ich so zu Gesicht bekomme, wird die AFD gerne in die Schmuddelecke der Politik gestellt. Vielleicht auch in der Hoffnung, der Leser werde die AFD dann eher nicht wählen, weil man sonst ja selber in der Schmuddelecke stehen müsste.

Sciencefiles.org hat unlängst unter seinen Lesern eine Umfrage gestartet, um die Tendenzen von Wechselwählern zu erforschen:

Den etablierten Parteien laufen die Hochgebildeten davon

Die Umfrage ist vermutlich nicht repräsentativ, aber dennoch interessant – in der untersuchten Stichprobe sind es vor allem die gut Ausgebildeten, gut Verdienenden, die von etablierten Parteien zur AFD wechseln.

Ein Schelm wer jetzt böses denkt, dass es gerade diejenigen sind, die selbständiges Denken gewohnt sind, die jetzt zur AFD wechseln? Diejenigen die nicht an materieller Not leiden, und deshalb weitgehend frei entscheiden können? Die sich eine eigene Meinung bilden, und sich nicht von der Schmuddelecke bange machen lassen, sondern eben dorthin gehen, wo es eben iher eigenen Meinung nach richtig ist?

Interessant ist es auf jeden Fall.

Auch die Umfrage dazu – ich habe interessehalber auch teilgenommen, und muss sagen, die Fragestellung ist hervorragend gestaltet in Bezug zu dem was ausgewertet werden soll. Auch wenn die Stichprobe klein ist, und Sciencefiles-Leser nicht den Durchschnitt der Bevölkerung abbilden, die Auswertung der Ergebnisse ist für diese Stichprobe vermutlich hieb- und stichfest.

 

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2 Kommentare zu “Die AFD und die Schmuddelecke”

  1. Bei aller Liebe.. aber die Post-Lucke / Höcke AfD ist ganz klar eine extrem rechte und äusserst populistische Partei. Und, bei aller Medienschelte, die gehört inzwischen ganz klar in die Schmuddelecke.
    Ich wage sehr zu bezweifeln, dass die AfD Menschen anzieht, die eher eigenständig denken. Und eine Umfrage auf sciencefiles.. die ist nicht nur nicht für unsere Bevölkerung representativ, die ist gar sehr partikular und voreingenommen. Für ganz viele da wird der Feind meines Feindes (gerade was Genderpolitik angeht) ihr Freund sein. Und ja, da positioniert sich die AfD deutlich gegen. Ansonsten… eine populistische Protestpartei die sich im Extremismus verlieren wird…

    1. Eigentlich hatte ich etwas Hoffnung, dass sich recht viele der „Chance für Deutschland“, Luckes neuer Partei zuwenden würden und die Rest-AFD in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Aber das kam leider nicht so.

      Mit sciencefiles habe ich so meine eigenen Probleme nachdem ich für Kommentare mehrfach recht grob und vor allem mit ad-homoinem Argumenten, die Herr Klein ansonsten so verdammt, niedergemacht wurde. Dennoch fand ich das Ergebnis der Umfrage interessant – fraglich ist jedoch, wie viel man daraus für die Allgemeinheit ableiten kann.

      Danke für den Kontrast zum Thema in Deinem Kommentar hier. Soll ja nicht einseitig sein, die Berichterstattung 🙂

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