Globale Erwärmung, meine Gedanken


Ja, die Sau wurde schon oft durch das Dorf getrieben. Was mich zum Schreiben gebracht hat, war eine Information, die ich schon fast vergessen hatte, und die mir wieder ins Gedächtnis gerufen wurde  – es war schon mal wärmer in Europa, deutlich wärmer.

Der Name Grönland kommt von Grünland, weil die Wikinger um 1000 n.Chr. die Insel als grüne Insel kennenlernten, als grünes Land. D.h. die Insel muss in weiten Teilen frei von Eis gewesen sein.

Weinbau ist in der folgenden Zeit auch in Schottland belegt.

Malaria und die dazu gehörenden Stechmücken, die höhere Temperaturen benötigen gab es in Süddeutschland bis etwa 1400. Danach wurde es zu kalt, und erst jetzt kommen die Fliegen wieder zurück.  Begeistert bin ich darüber nicht, Malaria ist ein üble Krankheit, aber ich nehme es als Beleg, dass es schon man etwa so warm war, wie es im Moment wieder wird.

Zu der Zeit ist auch Getreideanbau bis nach Norwegen und in Europa auch in höheren Höhenlagen belegt, höher als im nachfolgenden Mittelalter, und weiter nördlich.

Ich will nicht bezweifeln, dass es wärmer wird. Es wird wärmer, das ist ziemlich klar. Aber ich möchte mich zu den Schlüssen, die aus der momentanen Erwärmung gezogen werden, äussern.

Meine Ausgangslage: Es gab, noch vor gar nicht so langer Zeit, eine Erwärmung über mehrere Jahrhunderte. Es wird gestritten wie warm es wirklich war, weil keine Messungen vorliegen, aber das Vorkommen von Malaria, der Mücken, ein eisfreies Grönland und die Ausweitung des Getreideanbaus sind für mich recht deutliche Zeichen – es war so warm, oder gar wärmer, wie in der jüngeren Zeit.

Daraus schliesse ich, dass solche Klimaänderungen, wie wir sie momentan beobachten, auch natürlich vorkommen können. Mit missfällt, das dieser Punkt in der aktuellen Klimadebatte fast nicht diskutiert wird. Es wird so getan, als wären wir alleine die Ursache, und könnten daher auch die Kimaveränderung aus eigener Kraft aufhalten. Sollte sich das als Fehleinschätzung heraustellen, weil die aktuelle Erwärmung ähnlich der Warmzeit nach 1000 n.Chr. natürliche Ursachen hat, dann war unser Lösungsansatz über eine Veränderung unseres Energiekonsums, total für die Katz.

Wichtiger als das Gezerre wer wie viel Schuld ist, und wer was zu tun hat, damit es nicht noch wärmer wird, fände ich es,  zu diskutieren, wie wir mit den Folgen der Klimaveränderung umgehen wollen:

  • Wie betreibt man Landwirtschaft bei globaler Erwärmung, so dass weiterhin ausreichend Nahrungsmittel zur Verfügung stehen?
  • Welche Schutzmaßnahmen müssen wir wegen Stürmen, Dürren, Überschwemmungen usw. ergreifen?
  • Was tun wir mit den Leuten, die in zunehmend unfruchtbar werdenden Weltregionen leben?
  • Dito, was tun mit Inselbewohnern und Küstenbewohnern, deren Heimat von der Überflutung bedroht ist?

Was mich auch irritiert, ist der Fokus auf das Kohlendioxid. Schauen wir mal, was die Wissenschaftler über das Kohlendioxid in der Atmosphäre in der ferneren und jüngeren Vergangenheit herausgefunden haben:

  • 300 Mio. v.Chr. : 800 ppm
  • 170 Mio. v.Chr: 1950 ppm
  • 1960 n.Chr. : 320ppm
  • 2012 n.Chr. : 394ppm

Erkenntnis 1: Der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre schwankt auch von Natur aus. Und das recht stark.

Erkenntnis 2: Wir leben in einer Zeit recht geringer Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre.

Und ausgerechnet in einer Zeit ungewöhnlichen geringer Kohlendioxidkonzentration soll das Kohlendioxid Schuld an der Erwärmung sein? Bei einer Konzentration die etwa ein Viertel davon ist, als was zur Zeit als der Saurier normal war, und immer noch weniger als die Hälfte der Konzentration in einer noch älteren Epoche ist?

Für mich klingt das irgendwie unsinnig – in einer Zeit, in der die Kohlendioxidkonzentration historisch niedrig ist, soll gerade das Kohlendioxid Hauptschuldiger an der Erwärmung sein?

Zur Zeit der Saurier wird die Durchschnittstemperatur auf 3° höher geschätzt als im Mittel des 20. Jahrhunderts. Und das bei der 4-fachen Kohlendioxidkonzentration. Das ist im Vergleich zu heute ein Unterschied in der Konzentration von etwa 1600 ppm. Und jetzt sollen 2° Erwärmung auf das Konto einer Steigerung um 74 ppm gehen? Also 2/3 des Effekts bei weniger als 1/20tel des Unterschieds zwischen jetzt und der Saurierzeit? Und das soll ich glauben?

Ich glaub’s bald nicht mehr.

 

 

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