Islam und so …


Gestern las ich in einem Blog, dass muslimische Mädchen sich nicht mehr trauen, in der Öffentlichkeit ein Kopftuch zu tragen, weil sie Angst vor Anfeindungen haben. Dort wurde auf #walkwithme verwiesen, ein Hashtag, mit dem für Solidarität für die verängstigeten muslimischen Mädchen geworben wird. Solidarität ist gut, Empathie ist auch gut. Der Schutz von Frauen ist gesellschaftlich auch sehr hoch bewertet.

Das andere was ich lese sind die Gräueltaten, die von den Glaubenbrüdern dieser muslimischen Mädchen im Namen von Allah begangen werden.

Im Irak. In Syrien. In Pakistan. In Afrika und in vielen anderen Ländern.

Ich weiss, es sind nicht diese verängstigten Mädchen, die dort morden. Aber ich kann es verstehen, wenn Leute dem Islam jetzt ablehnend gegenüberstehen, angesichts der vielen Opfer, welche die Krieger dieser Religion in der letzten Zeit gefordert haben

Wer hat für den Schutz dieser Opfer geworben? Die muslimischen Mädchen? Einige vielleicht. Besonders laut und deutlich war der Aufruf zum Schutz der Opfer nicht. Und wirksam war er auch nicht. Ehrlich gesagt, es dauerte sehr lange bis sich die gemäßigten Gläubigen von den radikalen distanziert haben, und es kam sehr leise.

So etwas wie „Diese Mörder sind keine Moslems mehr, sie haben durch Ihre Taten die Zugehörigkeit zum Islam verwirkt“ hört man selten bis gar nicht. Und so morden sie weiter im Namen des Islam.

Ja, auch die Christen waren im Mittelalter wüste Krieger. Auch Mörder. Es wurden auch Hexen verbrannt, und Geständnisse erfoltert.

Aber müssen all diese Fehler jetzt noch mal wiederholt werden im Namen des Islam? Gibt es den Moslems das Recht, straffrei all das noch mal zu tun, weil es die Christen vor 500 Jahren auch mal taten? Kann man nicht eher sagen, dass man das sicher nicht noch mal tun sollte, weil die Erfahrungen damit zu bitter waren?

Ich stehe dem ganzen Thema zerrissen gegenüber. Sicher, ich kann die Mädchen verstehen, die sich vor den Anfeindungen fürchten.

Ich kann aber auch diejenigen verstehen, die sich vor dem Islam fürchten, der so viele Tote forderte, und insbesondere auch die, die jetzt allen Anhängern des Islam skeptisch gegenüberstehen – nicht zuletzt, weil es aus Sicht von außenstehenden fast unmöglich ist, den nächsten muslimischen Selbstmordattentäter von einem Friedensboten des Islam zu unterscheiden.

Das hat jetzt nichts mit Ausländerhass zu tun. Aber jemand, der sich offen als Angehöriger einer Religion zu erkennen gibt, in deren Namen jetzt, in diesen Tagen, in diesem Jahr, mehrere 10.000 Menschen, vielleicht mehr als 100.000,  ermordet wurden, versklavt und gefoltert, muss meiner Meinung nach auch damit rechnen, wegen dieser Zugehörigkeit zu einer, in Teilen und in diesen Tagen äusserst militant und brutal agierenden Religion, angefeindet zu werden.

Das hat schon deshalb nichts mit Ausländerhass zu tun, weil es deutsche Moslems genauso trifft wie andere. Es liegt schlicht am Eindruck dessen, was diese Tage im Namen des Islam in der Welt an Mord und Totschlag verübt wird, und wie wenig der gemäßigte Flügel des Islam dagegen tut.

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