Was Männer wünschen …


Immer wieder wird in Diskussionen von Seiten der Männer beklagt, dass Frauen Sex nur sehr restriktiv „geben“, und meist als eine Art von Ware sehen, für die es eine Gegenleistung geben muss. So auch z.B. dieser Forant:

http://www.heise.de/tp/foren/S-Sind-westliche-Frauen-denn-einfach-nur-dumm/forum-286233/msg-25885835/read/

Auf der anderen Seite werden sexuell freizüge Frauen sehr schnell als Schlampe, Hure oder anderes beschimpft, und teilweise massiv gemobbt.

Ich würde mir wünschen, wenn mehr Männer sich dessen bewüsst würden, dass, so lange die Gesellschaft auf sexuelle Freizügigkeit von Frauen mit Beschimpfungen und Ausgrenzung reagiert, Frauen überhaupt kein Interesse daran haben können, sich einen Ruf als sexuell freizügig einzuhandeln. Dieser Ruf bringt einer Frau fast nur Nachteile.

D.h. wenn Männer sich sexuell freizügige Frauen wünschen, dann müssen sie auch ein gesellschaftliches Klima unterstützen, dass dieses Verhalten nicht mehr benachteiligt, sondern positiv unterstützt und z.B. mit Anerkennung belohnt.

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4 Kommentare zu “Was Männer wünschen …”

  1. „Auf der anderen Seite werden sexuell freizüge Frauen sehr schnell als Schlampe, Hure oder anderes beschimpft, und teilweise massiv gemobbt.“

    Das ist vor allem etwas, was Frauen tun oder Konservative. Eine typisch männliches Verhalten ist es nicht.

    Insofern halte ich die Aussage dieses postes für falsch.

    1. Ich habe das auch schon ganz massiv von männlicher Seite gesehen.

      Das dürfte aber auch dem jeweiligen Kulturkreis geschuldet sein. Die Region in der ich lebe war historisch pietistisch geprägt, das kann immer noch nachwirken. Zudem haben wir viele muslimische Mitbürger, die hier auch eine sehr konservative Einstellung propagieren.

      Aber es ist das übliche Problem – wenn 99 Männer es schweigend gut finden, aber einer “ du Hure!“ an eine Wand schmiert, dann ist die Frau blamiert genug, dass sie es nicht noch mal versuchen wird.

      D.h. auch wenn es nur 1% oder weniger der Männer sind, die sich dagagen engagieren, dann ist dieser Protest oft verletzend und diffamierend genug, dass keine Frau sich dem aussetzen möchte. Vielleicht hast Du recht, und ein „typisch Männlches“ Verhalten ist es nicht, aber es reicht eben schon eine aktive Minderheit, um das Verhalten Gesellschaftlich effektiv zu unterdrücken, wenn die Mehrheit dazu schweigt.

      Da ich zustimme, dass kritische Stimmen auch aus dem Lager der Frauen selbst stammen, habe ich mich an die Männer gewandt. Diese würden von dem Verhalten am meisten profitieren, und haben deshalb das größte Interesse daran, es zu unterstützen.

      Deshalb denke ich, sind die Männer die bessere Zielgruppe, wenn es darum geht, Meinung pro sexueller Freizugigkeit in die Gesellschaft zu tragen – ich nehme nicht an, dass ich Frauen, die dagegen sind, irgendwie umstimmen könnte.

      1. „Das dürfte aber auch dem jeweiligen Kulturkreis geschuldet sein.“

        Eben, das ist die entscheidende Frage.

        „Die Region in der ich lebe war historisch pietistisch geprägt, das kann immer noch nachwirken.“

        Ja, zum Beispiel.

        „Zudem haben wir viele muslimische Mitbürger, die hier auch eine sehr konservative Einstellung propagieren.“

        yep

        „Aber es ist das übliche Problem – wenn 99 Männer es schweigend gut finden, aber einer ” du Hure!” an eine Wand schmiert, dann ist die Frau blamiert genug, dass sie es nicht noch mal versuchen wird.“

        Arne Hoffmann hat mal in einem Buch eine Geschichte aus den Südstaaten der 50iger gebracht. Er berichtet, daß 2/3 gegen Rassentrennung sei, aber den Mund gehalten hat, weil sie meinte, die Mehrheit sei dafür – mit der Folge, daß 1/3 die öffentliche Meinung bestimmt hat.

        Frage: Wenn das bei „dem Schlampenruf“ auch so ist, wer hat dann an was schuld?

        „Diese würden von dem Verhalten am meisten profitieren, und haben deshalb das größte Interesse daran, es zu unterstützen.“

        Das stimmt allerdings.

        „ich nehme nicht an, dass ich Frauen, die dagegen sind, irgendwie umstimmen könnte.“

        Warum nicht?

        1. „Frage: Wenn das bei “dem Schlampenruf” auch so ist, wer hat dann an was schuld?“

          Ich finde die Schuldfrage wenig zielführend. Schuldfragen enden häufig in Kleinkriegen und blockieren konstruktives Vorgehen. Deswegen würde ich nicht versuchen wollen zu analysieren, wer zu welchen Teilen Schuld ist oder Schuld trägt, sondern eher Vorschläge zu erarbeiten, wie man das gesellschaftliche Klima ändern kann. Aus diesem Blickwinkel sind für mich die schweigenden die richtige Zielgruppe, die Interesse an einer solchen Änerung haben, und deshalb am ehesten zu motivieren zu sein scheinen, eine solche Änderung auch zu betreiben, oder wenigstens zu unterstützen.

          Bei konservativen und religiös motivierten Gegnern sexueller Freizügigkeit wird man vermutlich auf Granit beissen, d.h. ich fände es verschwendete Energie, mich gerade an diese Gruppen zu wenden.

          Zu der Frage, warum ich nicht Annehme dass ich die Frauen die gegen sexuelle Freizügigkeit sind, umstimmen kann.

          Die Antworten sind vielfältig. Sie beginnen mit zwischen-fraulichem Konkurrenzdenken, das dazu führt, dass attraktive Frauen überdurchschnittleich häufig von anderen Frauen benachteiligt werden, gehen über fundamentalistische Einstellungen, die ähnlich wie die religiös geprägten, fast nicht per Argumentation zu ändern sind, bis hin zu meiner persönlichen Erfahrung, dass Diskussionen mit Frauen schwierig sind, und meine Erfolgsquote gegen Null geht. Ich bin für heikle Diskussionen sowieso ungeeignet, weil mein Nervenkostüm viel zu wenig belastbar ist, und meine übliche Reaktion auf Probleme in Rückzug besteht.

          Es ist gut möglich, dass andere Schreiber es besser verstehen auf die Befindlichkeiten einzugehen, und die Punkte anzusprechen, die für Frauen auschlaggebend für eine Meinungsänderung sind. Ich fühle mich dazu nicht befähigt.

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