Der Traum vom Selbstversorger


Ich schreibe selten über den Garten, weil ich meist das Gefühl habe, das Thema passt nicht so recht ins Blog.

Da die Gartensaison jedoch langsam zu Ende geht, möchte ich ein kleines Resümee ziehen. Auch wenn der Garten klein ist, die Idee sich selbst versorgen zu können, schwang immer mit, und seit Anfang August klappt es so weit, dass ich kein Gemüse mehr zusätzlich kaufen musste, auch mit Frühäpfeln und inzwischen auch einer späteren Sorte Äpfel war ich soweit versorgt, so gut sogar, dass die gelagerten Vorräte bis zum nächsten Frühjar reichen dürften.

Mit den Küchenkräutern hat es nicht so gut geklappt, teils sind sie den Schnecken zum Opfer gefallen, teils habe ich Fehler bei der Pflege gemacht. Melisse, Salbei und Pfefferminz für Tee sind zuwenig, oder eben dieses Jahr noch zu klein gewesen, um mich ausreichend zu versorgen, aber ich hoffe auf das nächste Jahr, wenn die Pflanzen besser etabliert und größer sind.

Tomaten in Form von Tomatensoße für den Winter zu konservieren habe ich bereits getestet, und da jetzt die Birnen reif werden, habe ich geübt, Birnen einzukochen. Die Sorte Birnen aus dem Garten lässt sich roh nicht allzu lange Lagern.

Es war mein erster Versuch mit den klassischen Weck-Gläsern:

Birnenschnitze
Birnenschnitze
Einmachglas
Einmachglas

Das Ergebnis nach dem Einkochen war vielversprechend, zumindest ist das Glas dicht:

Eingekochte Birnen
Eingekochte Birnen

Ich würde das erste Jahr mit eigenem Garten als Erfolg werten. Es dauerte bis sich die Erträge einstellten, im Frühjahr und im Frühsommer reichte es nicht, ich musste zukaufen, aber es war schon gut das eine oder andere selbst zu haben. Seit August reichen die Erträge, und ich konnte sogar einige Vorräte für den Winter anlegen.

Ich habe Brombeeren und Stachelbeeren gepflanzt, die in ein bis zwei Jahren auch Erträge bringen sollten, und die Auswahl an Obst vergrößern. Ich denke ich werde die bestellte Fläche nächstes Jahr noch etwas ausweiten, und hoffe auf ein ebenso gutes oder sogar besseres Gartenjahr wie dieses.

Ein interessanter Nebeneffekt ist es, dass der Garten meinen Kontakt zur Nachbarschaft deutlich verbessert hat, auch weil Nachbarn von ein paar Häusern weiter sich für den Garten interessieren, und mich angesprochen haben. Die Reaktionen waren ausgesprochen positiv, und nächstes Jahr wollen auch die Nachbarn aus der Wohnung über mir im Garten mitmachen. Die Hausgemeinschaft ist schon dieses Jahr deutlich besser geworden, und ich hoffe es wird noch mal etwas besser, wenn wir den Garten gemeinsam nutzen. Fläche ist genug da, ich kann gar nicht alles bearbeiten.

Kurz gesagt: Es war eine gute Idee mit dem Gemüsegarten zu beginnen, und ich kann es nur empfehlen für alle, die die Möglichkeit haben, ein bischen zu gärtnern.

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