Ende der Eiszeit


Ich weiss nicht mehr genau auf welchen Wegen ich dazu kam, aber unlängst habe ich einen Wikipedia-Artikel entdeckt, der ein Ereignis vor etwa 49 Millionen Jahren beschreibt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Azolla-Ereignis

Kurz gesagt, es wird angenommen, dass damals schnell wachsende Wasserpflanzen einen beträchtlichen Teil CO2 aus der Atmosphäre aufgenommen haben, und damit auf den Meeresboden gesunken sind.

Interessant finde ich die Zahlen zu der CO2 Konzentration, die in dem Artikel genannt sind:

  1. Vor dem Ereignis waren es rund 3500ppm
  2. Nach dem Ereignis waren es noch etwa 650ppm
  3. Im Jahr 2013 wurden 396ppm gemessen

Interessant auch, dass angenommen wird, dass die Erde bis zu diesem Zeitpunkt nur selten, vielleicht nie, vereiste Polkappen hatte.

Ich hatte schon in der Schule davon gehört, dass wir eigentlich in einer Eiszeit leben, aber so richtig nachgedacht habe ich darüber nicht. Und selbst wenn die schlimmste Eiszeit schon vorbei ist, es ist auf der Erde immer noch kälter als es üblicherweise in der Vergangenheit gewesen ist.

Auf jeden Fall lässt sich sagen, die aktuelle CO2 Konzentration in der Atmosphäre ist sensationell niedrig. Trotzdem wir in den letzten 100 Jahren sehr viele fossile Brennstoffe verbrannt haben, liegen wir im Moment gerade bei etwa 1/9tel des Werten vor dem Azolla-Ereignis, und knapp über der Hälfte des Wertes direkt danach.

D.h. das was in den Medien als Klimawandel gehyped wird, ist eigentlich nur eine Rückkehr zu den normalen Bedingungen auf der Erde. Der Einfluss des Menschen ist messbar, aber angesichts der historischen Zahlen weit geringer als die natürliche Schwankung des CO2 Gehalts in der Atmosphäre, zumindest wenn man große Zeiträume betrachtet.

Das hilft jedoch nichts, wenn man die Folgen der Erwärmung betrachtet. Wir müssen uns auf jeden Fall auf die Veränderungen vorbereiten, und überlegen wie wir damit umgehen wollen, oder besser, wie wir damit umgehen sollten – vor allem was die zu erwartenden Flüchtlingsströme aus unfruchtbar werdenden Gebieten angeht. Für diese Leute muss neuer Lebensraum zur Verfügung gestellt werden; die aktuelle Politik der Mauern und Zäune an den Grenzen hilft hier gar nichts, sie vergrößert die entstehenden Spannungen nur noch weiter.

Schön wäre es, wenn ehrlicher berichtet würde, dass wir im Moment bei weitem nicht den „Normalzustand“ der Erde erleben, sondern eine ungewöhnlich kalte Zeit, mit ungewöhnlich wenig CO2 in der Atmosphäre, und dass wir eine, eventuell unerwartet früh und rasch einsetzende, aber dennoch nur eine Rückkehr zur Normalität des Erdklimas erleben.

Einstellen müssen wir uns darauf. Aber der Fokus der Berichterstattung auf den Einfluss des Menschen ist übertrieben. So groß ist unser Beitrag gar nicht, gemessen an den natürlichen historischen Schwankungen.

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