Ein bischen Weltraumträumen


Ich glaube zuerst haben mich die Raketen interessiert. Die richtigen, mit den Astronauten und Kosmonauten in den Weltraum flogen. Zum einen hat das mein Interesse an Chemie beflügelt, was mir zu besseren Noten in der Schule verholfen hat, und anderen gelangte ich dadurch auch zur Science-Fiction, die damals sehr technikorientiert war.

Meine Selbstbau-Raketen sind nie geflogen, aber das tat der Begeisterung für den Weltraum keinen Abbruch. Später zur Computerzeit waren es dann Spiele wie Elite, Elite II, Masters of Orion und Ascendancy, die mir zumindest ein bischen Weltraum-Erforschungs-Illusion gaben. Vom Konzept her war Elite II sicher das beeindruckendste, aber auch Ascendancy ist mir in positiver Erinnerung geblieben.

Ich glaube es war 1995, ich war noch Student und hatte reichlich freie Zeit, als ich meinen ersten Versuch machte, ein Weltraum-Erforschungs-Spiel selbst zu entwickeln. Einen Algorithmus, der glaubhafte Sonnensysteme erzeugen konnte, hatte ich relativ schnell beisammen, aber das Projekt ist relativ schnell wieder eingeschlafen, weil andere meiner Projekte auf mehr Resonanz gestossen sind.  Ich habe später mehrfach versucht, das Projekt in der einen oder anderen Form wiederzubeleben, aber erst eine Neuimplementierung in Java hat wieder Tritt gefasst, immer noch auf dem selben Kern der Sonnensystemerzeugung basierend.

Ich bin jetzt nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, die ersten Veröffentlichungen der Neufassung gab es 2008, und 2009 beschloss ich, das Projekt Open Source zu machen.

Da mich die Software-Projekte oft sehr frustriert haben, gab es immer wieder Zeiten, in denen ich von Freizeit-Software-Projekten wegkommen wollte, und dementsprechend auch teilweise lange Pausen in der Entwicklung.

Eigentlich bin ich immer noch – oder vielleicht besser gesagt – wieder der Ansicht, ich sollte es bleiben lassen, aber ab und zu juckt es mich und ich bastle dann doch wieder an einem der alten oder auch an einem neuen Projekt.

Tja, und diese Woche juckte es mich genug, auch noch eine neue Version zu veröffentlichen – Solarex 0.43:

http://sourceforge.net/projects/solarex/

Nein, es hat keine 3D Grafik, auch keine epischen Weltraumkämpfe. Es ist eigentlich ganz einfach aufgebaut, und besteht hauptsächlich aus Text – aber es hat eine riesige Galaxis voller Sonnensysteme, 5 verschiedene Rassen, welche die bewohnte Zone bevölkern, und eine Menge unerforschter Welten zu entdecken. Sogar eine Tageszeitung mit aktuellen Sportnachrichten gibt es, wenn auch schwer zu entdecken.

Neu in dieser Version ist eine kleine Auswahl an Schiffstypen, die der Spieler erwerben kann, ein sehr gewöhnungsbedürftiger Zeichensatz, den alle Rassen gleichermassen schlecht lesen können, und der deswegen als bester Kompromiss für die Kommunikation erachtet wird, und eine große Menge kleiner Änderungen, über die ich nicht Buch geführt habe.

Insgesamt ist das aber lediglich ein besserer Proof-Of-Concept, im Detail und in der Tiefe fehlt noch vieles, und manches funktioniert auch gar nicht, obwohl Teile davon schon programmiert sind. Aber es reicht, um einmal hineinzuschnuppern.

Nachtrag 12.08.2014:

Ich habe begonnen, eine Anleitung für Solarex zu schreiben. Zumindest eine erste Handelsmission ist jetzt beschrieben, das sollte den Einstieg erleichtern:

https://gedankenweber.wordpress.com/solarex-travel-and-explore-the-galaxy/

 

 

 

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