Eine Maschinenabgabe zur Rettung der Menschen


Vor langer Zeit gab es einmal die Utopie, dass irgendwann Maschinen alle Arbeiten übernehmen werden, und der Mensch dann sein Leben in Freizeit genießen kann. Als Kind fand ich die Vorstellung traumhaft, und hoffte, dass ich so eine Zeit erleben darf.

Der erste Teil, dass Maschinen immer mehr arbeiten übernehmen, funktioniert. Der zweite Teil funktioniert jedoch nicht. Warum? Weil das von den Maschinen erwirtschaftete Einkommen der Allgemeinheit nicht zugute kommt, sondern in den Taschen der Fabrikbesitzer landet. Was ja zuerst mal richtig erscheint, denn diese haben die Maschinen auch erworben und betreiben sie.

Was man als Folge des Maschineneinsatzes beobachten kann, ist, dass immer mehr Menschen arbeitslos werden. Zuerst waren es die Hilfsarbeiter, weil die Maschinen nur einfache Tätigkeiten verrichten konnten, dann kamen Tätigkeiten in den verarbeitenden Bereichen dazu, dann die Verwaltung, und inzwischen stehen die Maschinen an der Schwelle zu Forschung und Kunst, kurz, es ist absehbar, dass die Mehrzahl der Arbeitsplätze durch Maschinen ersetzt werden kann – ich beziehe der Einfachkeit halber hier im Begriff „Maschine“ alles mit ein, was man sonst unter Automat, Roboter, Werkzeugmaschine, künstliche Intelligenz und computergesteuerter Fertigung finden würde.

Aber wir haben kein Konzept, was wir mit den Arbeitslosen tun sollen. Wie wir sie besser in die Gesellschaft mit einbeziehen können. Freizeit haben sie, aber keine Mittel, um ihr Leben zu gestalten. Sie können ihre Kraft und Kreativität keinem sinnvollen Ziel zuführen, da sie ohne Geld weder Werkzeug noch Material für Beschäftigungen erwerben können. Und da Handarbeit selten konkurrenzfähig zu den Maschinen ist, können sie im Allgemeinen kein ausreichendes  Einkommen aus einer irgendwie gearteten Tätigkeit generieren. Es scheint hoffnungslos.

Die Arbeitslosigkeit steigt, und ich denke, es ist an der Zeit nach Lösungen zu suchen. Eine Idee, ich vermute ich habe sie irgendwo aufgeschnappt, ist es, eine Abgabe für Maschinen einzuführen. Eine Abgabe, die den Menschen zugute kommt, die durch den Einsatz der Maschinen arbeitslos wurden. Sicher gibt es viele Randbedingungen die bedacht werden müssen, bei der Bemessung der Abgabe, aber die Idee an sich hat zumindest für mich etwas überzeugendes – setzt sie doch an der Ursache des Problems an.

Das mag im Moment noch übertrieben klingen, aber wenn erst mal 20 oder gar 50% der Arbeitsfähigen arbeitslos sind, dann wird man das Problem nicht mehr ignorieren können, ohne Unruhen und eventuell auch Bürgerkrieg zu riskieren.

Was mich stört, ist, dass die Politiker, und viele einflussreiche Personen bislang nicht daran interessiert zu sein scheinen, Pläne für eine Gesellschaft ohne ausreichend Arbeit für alle Menschen zu entwerfen, obwohl alle Zeichen darauf hindeuten, dass sie kommt, und zwar so bald es die technische Entwicklung möglich macht. Ich würde sagen, man sieht sie schon am Horizont, vielleicht ist sie sogar schon viel näher. Es wird dringend Zeit, sich Gedanken um die Gesellschaft der Zukunft zu machen.

 

 

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