Gemüseanbau – Ein Anfang


Nachdem der Garten meiner Eltern jetzt verkauft ist, und ich mich entschlossen habe, im Garten am Haus etwas Gemüse und Kräuter anzupflanzen, kam die Notwendigkeit, ein neues Beet anzulegen.

Bislang gab es am Haus nur Blumenbeete, und die möchte ich erhalten. Also muss ich ein Stück Wiese umgraben, und zu einem Gemüsebeet machen.

Die Planung hatte ich schon mal grob skizziert:

Gemüsebeet
Gemüsebeet

Letzten Freitag nach der Arbeit habe ich dann begonnen, das Stück umzugraben:

Ein Anfang
Ein Anfang

Die Primeln muss ich noch versetzen, und die Erde vom Gras befreien, aber ein Anfang  ist gemacht. Auch wenn die Natur mir Steine und Wurzeln in den Weg legte:

Wurzel
Wurzel

Die Steine waren vergleichsweise einfach auszusortieren, aber es sind insgesamt zwei Wurzeln von etwa 5cm Stärke, die ich noch entfernen muss. Und das Beet soll auch noch etwas größer werden als auf dem Photo, aber ein Anfang ist gemacht 🙂

Auch die Anzucht von Tomaten und Paprika funktioniert, die Tomaten wachsen schon ein Weilchen, und jetzt zeigen sich auch die Paprika:

Paprika
Paprika

Ich bin spät dran mit der Anzucht der Paprika, wie ich erfahren habe, aber ich hoffe, dass ich dieses Jahr dennoch ein paar Paprika ernten kann. Wenn nicht, dann ist es auch nicht so schlimm, Paprikapflanzen kann man im Haus überwintern und dann habe ich nächstes Jahr schon zu Beginn große Pflanzen, die mit Sicherheit fruchten werden.

Deshalb kommen die Paprika auch in Töpfe, damit sie transportabel bleiben.

Im Moment macht die Gartenarbeit und vor allem die Anzucht der Pflanzen Spass. Ich hoffe, das bleibt so 🙂

 

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5 Kommentare zu “Gemüseanbau – Ein Anfang”

  1. Ungefähr so hatte es bei mir vor vor Jahren auch ausgesehen, als der Rasen umgebrochen wurde. Von heute auf morgen bekommst Du das nicht hin. Zwei Jahre müsstest Du einrechnen. Kannst Du irgendwo her Gartenkompost in grossen Mengen bekommen oder Kuhmist? Für diese grösse Beet brauchst Du ca. 1/2 Kubikmeter davon. Das bringst mit normalen Umstechen mit der Gabel unter die Erde. Wichtig ist, dass die Fläche während der beiden folgenden Jahre möglichst immer mit etwas grünem bewachsen ist. Besorge Dir ein Gartenbuch mit Ideen über Fruchtfolgen: Zum Beispiel im Herbst schon Spinat säen, dann ersetzen mit einer Mischung aus Zwiebeln und Karotten.

    Die Zeiten, wo keine Kultur angpflanzt ist, solltest Du mit einer Gründungnung ansäen. Gelbsenf geht fast immer. Der wurzelt mitteltief. Das ist gut, weil so der Boden von den Wurzeln gelockert wird und Gänge für Regenwürmer geschaffen werden.

    In zwei, vielleicht drei Jahren wird die Erde schon sehr viel krümeliger sein und wenn Du dann die fetten Regenwürmer siehst beim Umstechen, dann ist mit der Erde alles in Ordnung. Jetzt kommt es nur noch auf Deine Gärtnerkunst an.

    Gewürzkräuter, wie Thymian, Salbei, Oregano oder Bohnenkraut mögen eher trockenen Boden. Den Teil könntest Du demnach mit Sand auflockern. Allerdings bist Du besser dran, wenn Du das am Südrand des Beetes anlegst und mit Steinplatten abgrenzt. Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie würdest Du in ein normales Gartenbeet pflanzen.

    1. Danke für die Tipps! Alles was ein Auto benötigt ist für mich etwas schwierig, also im Moment guten Kompost oder Stallmist zu bekommen.

      Für die nächste Zeit muss ich mir mit etwas Sand und zerkleinerter Holzkohle behelfen, das sollte zumindest rein mechanisch den Boden etwas lockern.

      Regenwürmer gibt es in diesem Boden erschreckend wenige. Nun der Boden enthält auch fast nichts was die Würmer als Nahrung nutzen können.

      Da das hier ein Wohngebiet ist, bin ich nicht mal sicher ob ein Kompost geduldet werden würde. Im Garten meiner Eltern war Kompost kein Problem.

      Mit Fruchtfolgen kenne ich mich noch nicht aus, auch nicht so recht welche Pflanzen sich vertragen oder sogar unterstützen können, und welche sich nicht mögen und deshalb nicht zusammen gepflanzt werden sollen. Es wird ein weilchen dauern bis ich das gelernt habe, zumindest sind mir die Ideen und auch Dinge wie Gründüngung vertraut, wenn ich damit auch noch keine praktische Erfahrung habe.

      Danke für die Tipps, und auch Danke, dass ich auf diesem Weg Dein Blog entdecken konnte!

      1. Deinen Fotos entnehme ich, dass der Boden schlecht durchlüftet ist und dass die Krümelstruktur ziemlich mangelt. Anderes kann ich auf den Fotos nicht sehen, pH-Werte, Nährstoffgehalte, Körnungsgrössen (d.h. Gehalt an Sand, Schluff, Ton), Menge der organischen Substanz.

        Krümel sind Aggregate von Sand, Ton, organischer Substanz, die mit Hilfe eines „Klebers“ zusammengehalten werden. Dieser Kleber wird von Pflanzenwurzeln und von Mykorrhizapilzen ausgeschieden und dient eigentlich dazu, Nährstoffe aus dem Boden herauszulösen. Aber diese Ausscheidungen überleben danach bis zu 70 Jahre als Krümelkleber im Boden.

        Nachdem Kompost und Kuhmist nicht in Frage kommen, bleibt noch Gründungung. Damit ist die Einsaat von tiefwurzelnden, leicht keimenden, rasch wachsenden ein- oder mehrjährigen Pflanzen gemeint. Diese lockern den Boden auf und helfen mit den Wurzelausscheidungen, Krümel zu bilden. Mindestens einmal jährlich würdest Du die Beete mit der prächtig gewachsenen Gründungung umgraben und so die Pflanzenreste in den Boden bringen, wo sie dann von reicher Bodenfauna aus Käferlarven, Springschwänzen, Regenwürmern – zerkleinert wird. Eine reiche Tierwelt gräbt wiederum Gänge, locher den Boden, gibt mit ihren Ausscheidungen ihren Beitrag zur Krümelbildung.

        Folgende Pflanzen kommen mir in den Sinn: Gelbsenf wurzelt tief, kann auch im Herbst gesät werden und im Frühjahr zur Blüte kommen. Mohn ist schön zum Schauen. Die Sorte bei mir säe ich im Herbst. Sonnenblumen wurzeln tief, aber sie decken den Boden nicht. Darum sollte man zwischen die Sonnenblumen noch etwas anderes säen.

        Hülsenfrüchtler sind sehr geeignet. Als Gründungung kämen roter Wiesenklee oder Luzerne in Frage. Letztere wurzelt besonders tief und kräftig. Falls Du jetzt schon Gemüse anbauen willst: Auch Kefen und Bohnen gehören zu den Hülsenfrüchtlern. Hülsenfrüchtler bilden Knöllchen in denen sie Bodenbakterien hegen und wachsen lassen. Diese Knöllchenbakterien binden Luftstickstoff, der letztlich mit der umgegrabenen Pflanze im Boden bleibt.

        Du wirst auch direkt Düngen müssen. Nachdem Kompost und Kuhmist nicht in Frage kommen, wird das irgend ein lustiges Produkt mit einem phantsievollen Namen aus einem grossen, bunt bedruckten Plasticsack sein. Vielleicht steht dort sogar noch „Bio“ darauf. Wichtig ist folgendes: Du solltest in dieser ersten Zeit nur sehr sparsam Nährstoffdünger zugeben, egal ob chemisch oder bio. Die Gründungungspflanzen werden nämlich faul und bilden nur sehr viel weniger tiefe Wurzeln, wenn sie ihre Nährstoffe schon an der Oberfläche in Mengen finden.

        Auch würde ich beim Düngen auf ein Granulat achten, dass nur langsam zerfällt und über längere Zeit die Nährstoffe freigibt.

        1. Das sind viele Punkte auf einmal. Ein Bodenexperte bin ich nicht, meiner Einschätzung nach ist der Boden hier sehr arm an organischem Material.

          Der Boden zerfällt nicht in Krümel sondern backt kompakt zusammen. Die Körnung erinnert mich an Ton mit dem ich früher gebastelt habe. Es gibt einige Steine, ansonsten scheint es recht feiner Lehm zu sein. Der Boden wird allerdings rissig beim Trocknen, anders als reiner Ton.

          Die Gründüngung beisst sich im Moment mit meinen Plänen für das Beet. Ein paar Steckzwiebeln sind schon drin, auch einige Ostergruß-Rettiche sind gekeimt, und gestern habe ich etwas Dill ausgesät. Heute habe ich eine zufällig im Supermarkt entdeckten Schnittlauch gesetzt, d.h. zuerst in 4 Teile zerteilt und diese mit einigem Abstand gesetzt, so dass der Schnittlauch platz zum wachsen hat.

          Dill soll mit schlechtem Boden zurechtkommen, Schnittlauch kommt meiner Erfahrung nach mit kargen Böden auch gut zurecht. Was die Zwiebeln und die Rettiche dazu sagen werde ich später im Jahr wissen. Die Tomaten werden den Boden nicht mögen, da muss ich mit Pflanzerde nachhelfen (ich konnte unlängst zwei 40 Liter Säcke Pflanzerde mit dem Auto aus dem Baumarkt holen).

          Geplant waren für das erste Beet (das, wie sich jetzt herausstellt, die schlechtere Erde hat), 3 Tomaten, 30 Zwiebeln, 2 oder 3 Basilikum, Rettiche, Dill, Petersilie und Schnittlauch. Die Gurken waren für das zweite Beet geplant, die 4 Tomatenpflanze soll auch ins zweite Beet, ans andere Ende zur Gruke, weil ich gelesen habe, dass sich Tomaten und Gurken nicht vertragen.

          Heute habe ich in das zweite Beet zwei gefundene Wildlinge von Zitronenmelisse gepflanzt, die sind normalerweise auch recht robust und müssten in dem Boden gedeihen.

          Das ist mehr oder weniger der Plan für dieses Jahr. Die Paprika, wenn es überhaupt etwas damit wird kommen in Kübel mit Blumenerde, und nahe an die Südwand des Hauses wo es am wärmsten ist.

          Die Gründüngung muss warten bis die Beete im Herbst wieder frei sind. Das gibt mir auch Zeit entsprechendes Saatgut zu kaufen.

          Der einzige Dünger den ich im Moment habe ist ein Säckchen „Blaukorn“, ein ziemlich allgemein gehaltener NPK Dünger. Damit muss man vorsichtig sein, üblicherweise reichen schon geringe gaben um Pflanzen ordentlich wachsen zu lassen. Zudem müsste der Lehmboden Dünger gut festhalten können, so dass nicht viel ausgewaschen wird.

          Danke für all die Tipps! Ich tue mir immer etwas schwer damit, einen schon gefassten Plan umzustellen, wenn ich neue Informationen bekomme, aber für die Zeit ab Spätsommer/Herbst kann ich all die Tipps mit einplanen und sicher auch gut gebrauchen.

          Danke nochmals!

  2. Hätte ich etwas genauer beschreiben sollen: Der Gartenkompost soll gut gerottet, mindestens dreijährig sein und kann im Frühjahr oder auch das ganze Jahr über eingearbeitet werden.

    Mit Kumist meine ich das, was in der Schweiz aus den Kuhställen kommt: Kuhdung mit sehr viel Stroh darin. Der sollte wenigstens ein Jahr auf der Miete gerottet haben und muss im Herbst eingearbeitet werden. Im Frühjahr ist der falsche Moment, weil dann die Pflanzen mit dem vielen Stickstoff nicht klarkommen.

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