Elektro-Transporter fördern statt Elektro-PKW


Unlängst stolperte ich über die Nachricht, dass es jetzt EU-Weit genormte Stecker für die Ladung von Elektrofahrzeugen gibt:

http://adacemobility.wordpress.com/2014/03/27/eu-beschliest-einheitliche-stecker-fur-e-autos/

Abgesehen vom Zweifel ob  „eine Größe passt für alle“ wirklich funktioniert (ich glaube, jeder weiss vom Kleiderkauf, dass das nicht stimmt) brachte mich das wieder auf einen Punkt, der mir schon länger durch den Kopf geht.

Persönlich sehe ich für Elektro-Transporter und Busse mittelfristig sogar mehr Potential statt für PKWs, weil sich hier die Killerfrage „Urlaubsfahrt“ gar nicht erst stellt. Ich frage mich, warum sich die Regierung so sehr darauf versteift, dass es unbedingt die Privat-PKWs sein müssen, die elektrifiziert werden sollen, und warum Elektro-Transporter für Handwerker, Post und Zustelldienste oder Elektro-Busse nicht zuerst gefördert werden.

Damit wäre ein relativ einfacher Einstieg in die Elektro-Antriebstechnik möglich, da diese Fahrzeuge einen festen Stellplatz haben und gut über Nacht geladen werden können. Die Frage langer Fahrten ohne Nachtanken stellt sich hier kaum oder gar nicht. Man könnte Erfahrungen sammeln, sowohl mit Batterie-, Antriebs- und Ladetechnik, und wenn diese weiter fortgeschritten ist, dann auch die Herausforderung „Urlaubsfahrt mit dem Elektro-PKW“ angehen.

Im Moment scheint mir das immer noch das Killer-Argument für Elektro-PKWs zu sein, und ich glaube, dass es falsch ist, die Elektromobilität gerade mit so einem schwierigen Anwendungsfall zu beginnen.

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