Die technologische Befreiung des Mannes. Eine Dystope für Frauen?


Ich mag die Gender-Debatte nicht, aber sie bringt mich immer wieder dazu, auch meine Gedanken zum Thema zu publizieren. Heute ein Thema, das mir schon seit längerer Zeit im Kopf herumspukt.

Frauen setzen gerne zwei sehr weibliche Eigenschaften ein, um Männer zu manipulieren:

  •  Sex als Lockmittel oder Belohnung
  • Kinder gebären, um Männer in einer Beziehung zu halten

Guter Sex ist für Männer nur schwer anders zu erhalten als durch eine Frau. Und es scheint ein Ungleichgewicht im Geschlechterverhältnis zu geben, so dass auf männlicher Seite ein höherer Bedarf an Sex vorhanden ist, als die weibliche Seite zu geben bereit ist. Aus Sicht des Mannes, vor allem bei allein lebenden Männern, herrscht daher oft ein Mangel an Sex, und Frau ist sich dessen mehr oder weniger bewusst, und setzt den Sex, den sie bieten kann, ganz gezielt als Lockmittel ein, um den Mann in eine bestimmte Richtung zu lenken, oder als Belohnung für gefälliges Verhalten des Mannes.

Das wird zwar immer wieder bestritten, aber der Bedarf des Mannes an Sex, und der Mangel, wird dadurch deutlich, dass Prostitution relativ gut bezahlt wird, und auch in Ländern, in denen Prostitution offiziell verboten ist, dennoch praktiziert wird. D.h. der Bedarf ist so groß, dass relativ hohe Kosten, und sogar Illegalität und drohende Bestrafung vom Mann in Kauf genommen werden.

Kinder werden, zwar nur in seltenen Fällen, aber doch immer wieder von Frauen als Mittel genommen, um den Mann in einer Beziehung zu halten oder in die Beziehung zurück zu zwingen, wenn er daran denkt die Beziehung zu verlassen. Mit einem Kind hat die Frau eine deutlich stärkere Moralische Position, „Du kannst das Kind doch nicht im Stich lassen“. Das ist viel schwerer zu kontern als ein, „Du kannst mich doch nicht einfach so verlassen“. Mit Kind hat die Frau auch rechtlich eine viel stärkere Position dem Mann gegenüber, sollte es dennoch zur Trennung kommen.

Ich bin mir nicht bewusst, dass Männer diesen Manipulationsmethoden etwas gleichwertiges entgegenzusetzen hätten. Besonders in Bezug auf guten Sex ist der Mann geradezu abhängig von der Frau.

Blickt man nun in die Zukunft, findet man die Idee des Androiden, ein wie ein Mensch geformtes Kunstwesen, biologisch oder maschinell. Lange Zeit war „Android“ das einzige Wort für solche Wesen, in jüngerer Zeit und im Lauf der Geschlechterdebatte hat sich dazu noch das Gynoid gesellt, ein Kunstwesen, das speziell der weiblichen Form nachempfunden ist.

Seit einiger Zeit versuche ich mir vorzustellen, was es für eine Gesellschaft bedeutet, wenn Androiden und Gynoiden Wirklichkeit werden. Und ich meine hier jetzt nicht Puppen, sondern weitgehend „lebendige“ und auch mit einer Art Bewusstsein ausgestattete Wesen,

Hierbei ist mir aufgefallen, dass ein geeignet konstriertes Gynoid eine Revolution in der Beziehung der Geschlechter darstellen könnte. Auf einmal verliert die Frau die alleinige Position als Sex-Geber, und bekommt auf ureigenst weiblichem Territorium Konkurrenz. Eine Konkurrenz, die Mann sich so konstruieren kann, dass sie sowohl willig, schön anzuschauen, und mit der Rolle als Dienerin (*) zufrieden ist – da es ein konstruiertes Wesen ist, ist es sicher auch möglich, die Bedürfnisse und Wünsche des Wesen so zu gestalten, dass es sich in dieser Rolle sich am glücklichsten fühlt. D.h. man kann moralische Bedenken ausräumen indem man das Wesen geeignet konstruiert, und es sich in dieser Rolle wohl fühlt.

Vielleicht wäre das eine Art Befreiung des Mannes. Und auch eine Art Gleichstellung, weil das oben bereits angesprochene Ungleichgewicht im Sex-Wollen und Sex-Erhalten durch Gynoiden ausgeglichen werden könnte. Auch die Problematik unerwünschter Kinder hätte sich erledigt, da ein Gynoid eben keine Kinder bekommen kann, ausser man konstruiert es entsprechend.

Interessant wird es, zu sehen wie sich Beziehungen dann entwickeln, wenn der Mann nicht mehr, oder zumindest nicht mehr so stark, durch das Angebot „Sex“ von der Frau verführt und manipuliert werden kann, weil er andere Angebote dafür hat, die einfacher zu erhalten sind und/oder nicht so manipulativ mit ihm umgehen.

Eine spannende Zukunft. Die ersten Schritte werden gerade gemacht, die Robotik hat in den letzten Jahren gute Fortschritte gemacht, Kunststoffe die aussehen und sich wie Haut anfühlen sind erfunden, und auch die Fähigkeit Kunstwesen Sprache verstehen zu lassen bzw. sprechen zu lassen hat Fortschritte gemacht.

Ich habe keine Vorstellung wie weit wir noch von funktionieren Androiden und Gynoiden entfernt sind. Ob es 5, 10 oder 20 Jahre sind, oder gar 50. Aber es sieht im Moment nicht so aus als gäbe es unüberwindbare Hindernisse, und vielleicht kommt auf diese Weise die sexuelle „Emanzipation“ des Mannes von der Frau.

Ich bin mir bewusst, dass in einer Beziehung noch ganz andere Themen wichtig sind, gegenseitige Zuneigung, Unterstützung und Schutz. Dennoch ist es interessant zu sehen wie es wird wenn diese Themen nicht mehr durch das Thema Sex überlagert werden. Wobei sich mir der Gedanke aufdrängt, dass Zuneigung, Unterstüzung und Schutz durchaus auch von einem Kunstwesen gegeben werden können.

Nun ja, ich will ja nicht das Ende jeder Beziehung zwischen Mann und Frau prophezeien, nur zeigen dass hier reichlich revolutionäres Potenzial in einer technischen Entwicklung steckt, die bereits gute Fortschritte macht. Es wird spannend!

(*) Es ist sicher möglich, solche Kunstwesen so zu konstruieren, dass sie auch gerne kochen und putzen, oder andere, vom Menschen weniger geliebte Tätigkeiten übernehmen.

Postscriptum:

Christian hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ein hyperrealistisches Gynoid auch in Zukunft vermutlich sehr teuer ist. Ich habe darüber nachgedacht. Zum einen gibt es die Theorie des Uncanny Valley, die sagt, das es besser ist, Roboter nicht allzu menschlich zu gestalten. Und meine eigene Idee geht auch in die Richtung – ein Gynoid mit deutlich technischen Aspekten wäre mir lieber als eine „Pseudo-Frau“.

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