Katzen würden Mäuse kaufen


Zu dem Werbespruch „Katzen würden Whiskas kaufen“, gab es einmal die Antwort, „Nein, Katzen würden Mäuse kaufen.“

Ohne jetzt auf die Probleme der Tierfutterherstellung einzugehen (es gibt dazu ein Buch mit dem Titel „Katzen würden Mäuse kaufen“), ist mir ein Kuriosum im Verhalten der Tierhalter aufgefallen.

Schlangen und Reptilien werden oft mit Lebendfutter gefüttert. Das sind meist Eintagsküken und eben Mäuse und junge Ratten. Das ist ziemlich nah dran an der natürlichen Ernährung der Schlangen und Reptilien, und für die Halter offenbar auch kein moralisches Problem.

Jetzt wird die Katze (und auch der Hund) im Bevölkerungsdurchschnitt deutlich mehr geliebt als Schlangen oder Reptilien. Dennoch bekommen unsere geliebten Vierbeiner kein gesundes und naturnahes Lebendfutter, sondern synthestisches, Dosen- oder gar noch Trockenfutter. Begründet wird das mit moralischen Bedenken, dass man Küken, Mäuse und Ratten nicht einfach so verfüttern kann.

Ist das nicht kurios? Während es für Schlangen und Reptilienbesitzer ganz normal ist, Lebendfutter zu verfüttern, wird es für Katzen- und Hunderbesitzer zum Problem. Und indirekt damit auch für Katze und Hund, denn statt naturnahem „Bio-Futter“, gibt es Synthetikfutter, das nachweislich nicht so optimal ist – die Katze hat sich über Jahrtausende enwtickelt, und in der Zeit hat sich Ihr Körper sehr gut an Mäuse, Frösche und andere Kleintiere als Nahrung angepasst. Dosenfutter gab es zu 99.9999% der Entwicklungsdauer der Spezies Katze nicht, und ist auch heutzutage in der Natur extrem selten zu finden. Vereinzelte Sichtungen ließen sich bislang nicht bestätigen.

Warum verwehrt man gerade den geliebten Hunden und Katzen das beste Futter? Ganz klar ist mir das nicht. Und Dosen mit Hunde- und Katzenfutter auf denene „Bio“ steht betrachte ich als Mogelpackung – aus Sicht von Hund und Katze ist das eben nicht mehr Bio, das Fleich in der Dose ist alles andere als natürlich gestorben und gealtert. Es wurde verabeitet und u.a. sehr hoch erhitzt, um es zu sterilisieren. Damit sind alle Vitamine futsch, und auch die Bakterien, die Hund und Katze sonst mit dem Darminhalt der Beute aufnehmen würden.

So eine Maus ist ja nicht nur Fleisch, sondern es werden auch die Innereien mit dem vorverdauten Grünfutteranteil und der dazugehörenden Darmflora verzehrt, und auch noch etwas vom Knochen und Fell, was weitere Mineralstoffe liefert.

Für Menschen wird Joghurt mit lebenden Baktierenkulturen hoch gepriesen, als sehr gesund. Aber Hund und Katze bekommen nur steriles Dosen- oder Trockenfutter.

Naja, ich muss nicht alles verstehen. Aber zumindest konnte ich meine Verwunderung hier zum Ausdruck bringen.

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