Ich geb‘ auf. Die Feministinnen haben gewonnen.


Nachdem ich jetzt viel von und über feministische Positionen, und auch über und von der Männerrechtebewegung gelesen habe, fühle ich mich in einem alten (mit Betonung auf ‚alt‘) Verdacht bestätigt: Frauen haben es besser.

Ich schreibe absichtlich: „Frauen haben es besser“. Ich schreibe es in der Gegenwartsform, und ohne eine lange Liste anzuführen, in welchen Punkten und warum – sicher Frauen haben auch Nachteile – aber für mich, gefühlt und in der Summe, überwiegen die Vorteile, Frau zu sein.

Wie ich Eingangs schon schrieb, „Ich geb‘ auf“.  Das muss ich nicht weiters belegen, warum und wieso, das ist eine ganz persönliche und auch gefühlsmäßige Sache.

Nun was bleibt mann (mir) dann noch? Eine alte Idee von mir war, in die Rolle einer Frau zu schlüpfen, und die Vorteile zu genießen, die das so mit sich bringt. Das scheitert leider an körperlichen Details, und interessanterweise auch daran, das Trans-Frauen keineswegs die Vorteile von echten Frauen genießen können. D.h. dieser Weg steht mann keineswegs offen. So weit ist unsere Gesellschaft dann eben doch wieder nicht.

Was bleibt mann dann noch als Perspektive? Ich weiss es nicht. Zunächst mal weiterwursteln, versuchen auf eigen Füßen stehen zu können, da mann erfahrungsgemäß wenig Hilfe zu erwarten hat.

Männer müssen sich selbst helfen können, Frauen wird eher geholfen. Hier wird nicht erwartet, dass eine Frau sich immer selbst helfen kann. Auch so ein Punkt, in dem ich enttäuscht worden bin, sogar von meiner Mutter. Ein Punkt, den ich aber so akzeptieren muss, weil ich die Welt nicht ändern kann, und die Gesellschaft das im Großen und Ganzen eben so handhabt – Männer müssen halt stark sein.

Jo. Also, weiterwursteln, versuchen , neben der ganzen Alltagsqual etwas zu finden, dass das Leben lebenswert macht, und sich nicht zuletzt mit dem Gedanken trösten, dass man sich immer noch hinter den Zug werfen kann, wenn es zu unerträglich wird. Oder einen Strick nehmen und sich erschießen. Oder auf die Brücke springen. Naja, irgendeine Lösung wird sich schon finden.

Ich wünsche allen Frauen viel Glück in einer von Frauen dominierten Gesellschaft, in der mann nur Person zweiter Klasse ist. Bin neugierig wie das dann wird, auch wenn ich – wie so oft – auf der Verliererseite stehe. Ich denke dennoch, dass ich eine Nische finden kann, in der ich etwa so gut oder schlecht wie bisher leben kann.

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