Arbeitsunfälle, eine Männerdomäne?


Frauen erklären oft, sie würden bei der Arbeit benachteiligt. Verdienen weniger, werden seltener befördert. Das mag zu einem gewissen Grad sogar sein. Ganz wichtig aber ist: Sie überleben eher!

Über 90 Prozent aller Berufstätigen, die im Jahr 2009 bei Arbeitsunfällen ums Leben kamen, waren Männer.

Sind Männer schusseliger? Gehen Männer höhere Risiken ein? Erkennen Männer die Gefahren nicht? Solche und ähnliche Gründe mögen schon für einige der Prozente verantwortlich sein, aber sie erklären nicht den Faktor 1:9.

Der größte Unterschied ist: In den gefährlichen Jobs, wie Strassenarbeiter oder Arbeiter in der Schwerindustrie, also dort, wo man täglich tödlichen Gefahren ausgesetzt ist, findet man kaum Frauen.

Es wird immer eine Frauenquote für Managerposten, Vorstände und Professuren gefordert, im Sinne der Gleichberechtigung (eigentlich handelt es sich hier um Gleichstellung . Berechtigt zu solchen Posten sind Frauen schon lange, und das hat auch schon lange niemand mehr ernsthaft bestritten)

Wie wäre es nun, nicht nur die tollen Jobs mit gutem Einkommen per Quote zu verteilen, sondern auch die gefährlichen und dreckigen? Wäre das nicht auch im Sinne der Gleichstellung? Z.B. Quoten für:

  • Strassenarbeiter
  • Bauarbeiter
  • Stahl/Metall/Schwerindustrie

Aber es gibt noch andere Berufe in denen Frauen selten sind. Nur ein kleiner Auszug:

  • Dachdecker/Zimmerleute
  • Gas-Wasser Installateur, Rohrreinigung
  • Stadtreinigung/Müllabfuhr

Zu dreckig? Zu anstrengend? Zu unangenehm? Oder auch zu gefährlich? Echte Gleichstellung würde bedeuten, dass nicht nur oben in der Jobpyramide gleichgestellt wird, sondern auch unten und in der Mitte.

Ich bin im Sternbild der Waage geboren, und finde daher Ausgleich und Fairness naturgemäß gut. Die einseitige Förderung, wie sie hier gefordert und auch durchgeführt wird, schafft aber keinen echten Ausgleich – sie verschafft Frauen bessere Jobs, während der Dreck und die Gefahr den Männern bleiben. Das ist für eine Waage schwer als „Gleichstellung“ oder „Gleichberechtigung“ zu akzeptieren.

Männer sterben 9x öfter im Beruf als Frauen. Ist das fair?

Und hier sind die nicht-tödlichen Unfälle noch gar nicht mit berücksichtigt, die oft auch das Ende einer Berufskarriere bedeuten, Krüppel hinterlassen, und Leute in Armut treiben … bei Unfällen mit Maschinen trifft es z.B. zu 80% Männer. Zudem erleiden Männer im Umgang mit Maschinen auch noch die schwereren Unfälle, weil auch in diesen Bereichen die besonders gefährlichen Arbeiten selten von Frauen ausgeführt werden.

Also: Gleichstellung nicht nur auf Management, Vorstands- und Professurenebene, sondern in allen Berufsgruppen. Erst dann wird es echte Gleichstellung:

Quellen:

https://osha.europa.eu/fop/germany/de/statistics/suga/suga-archiv/suga2009/suga_2009.pdf

http://www.arbeitsinspektion.gv.at/NR/rdonlyres/6F647B66-AAD9-4263-93B7-A73AD215A1BF/0/masch_unfaelle.pdf

http://manndat.de/maennergesundheit/toedliche-arbeitsunfaelle-ein-trauriges-privileg-der-maenner.html

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